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„Fliegendes Klassenzimmer“ entsteht

Schulhofgestaltung an der Erich-Kästner-Grundschule Königs Wusterhausen „Fliegendes Klassenzimmer“ entsteht

Die Neugestaltung des Schulhofs der Erich-Kästner-Grundschule orientiert sich am Roman „Das fliegende Klassenzimmer“ des Schriftstellers. Dafür wurde schon ein alter Bahndienstwaggon von den Ostsächsischen Eisenbahnfreunden aus Löbau mehr als 200 Kilometer bis nach Königs Wusterhausen transportiert.

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Bauleiter Bernd Weinert (l.) und Fachbereichsleiter René Klaus im künftigen Amphitheater des Schulhofs, das einem Flugzeug ähnelt.

Quelle: Franziska Mohr

Königs Wusterhausen. Schon vor dem Beginn der Sommerferien steht eines fest: Der erste Schultag am 28. August wird den 425 Mädchen und Jungen der Erich-Kästner-Grundschule in Königs Wusterhausen keinesfalls schwer fallen. An diesem Tag können sie nämlich ihren nagelneuen Schulhof in Beschlag nehmen. Und das Schönste daran ist, dass er sich an dem berühmten Roman „Das fliegende Klassenzimmer“ des Schriftstellers Erich Kästner orientiert, dessen Namen die Schule trägt.

Die Idee entwickelten die Mitarbeiter des Königs Wusterhausener Planungsbüros Ahner & Brehm. Sie entwarfen für die Kinder ein Amphitheater, das ähnlich einem Flugzeug gestaltet ist. An dessen Umsetzung arbeiten derzeit die Bauarbeiter der Niederlausitzer Sanierungsgesellschaft aus Freienhufen. Die Grundrisse des Flugzeuges sind bereits erkennbar. „Ein Clou wird für die Kinder zweifellos auch der alte Bahndienstwagen, der bis zum Beginn des neuen Schuljahres noch ordentlich aufgehübscht wird“, sagt der zuständige Fachbereichsleiter der Stadtverwaltung, René Klaus. Auf der Suche nach einem passenden Gefährt für das fliegende Klassenzimmer des Pausenhofs entdeckte die Stadtverwaltung im Internet ein Angebot der Ostsächsischen Eisenbahnfreude in Löbau. Mit diesem Verkauf bessern die Eisenbahnfreude ihre Vereinskasse ein wenig auf. Zumal die Kapazitäten in ihrem Lokschuppen begrenzt sind. Schnell wurden sich die Löbauer mit der Stadtverwaltung in Königs Wusterhausen einig. Für einen kleinen vierstelligen Betrag wechselte der alte Waggon seinen Besitzer.

Später wurde er behutsam mit einem 60 Tonnen schweren Kran von den Gleisen auf einen Sattelschlepper verladen und ab ging es auf die 200 Kilometer lange Fahrt nach Königs Wusterhausen. Dort steht er jetzt auf dem Pausenhof der Schule und harrt der Sanierung. Fundament und Gleisanlage sind bereits angelegt, noch aber fehlen die Fensterscheiben, so dass die Kinder später auf ihrer „Reise“ aus dem Waggon auch richtig winken können.

Komplettiert wird das Ensemble des Schulhofes mit einem Mini-Spielfeld mit zwei Toren, einem Spielgeräte-Parcours und einem schmucken Rodelberg. Auch der Eingangsbereich vor der Kästner-Grundschule erhält bis zum Ende der Sommerferien ein neues Aussehen. Dort wird die Entwässerung mit Rigolen völlig neu geregelt. Außerdem werden die Bauarbeiter 262 Fahrradständer sowie flotte neue Schirme aufstellen.

Die Gesamtkosten für die Gestaltung der Außenanlagen der größten Königs Wusterhausener Grundschule belaufen sich auf etwa 920 00 Euro. Bereits in den Vorjahren entstanden für die Mädchen und Jungen ein kleiner Basketballplatz sowie neue Parkplätze für die Fahrzeuge der Lehrer.

Von Franziska Mohr

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