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Dahme-Spreewald Floriansdorf öffnet im Oktober
Lokales Dahme-Spreewald Floriansdorf öffnet im Oktober
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06:55 18.09.2014
Erste Utensilien wie Kübelspritzen sind schon eingetroffen. Quelle: Mohr
Gräbendorf

Das erste Floriansdorf in Ostdeutschland wird am 3. Oktober im Kinder- und Jugenderholungszentrum (Kiez) am Frauensee in Gräbendorf eröffnet. Bisher bestehen derartige Einrichtungen für die Brandschutzerziehung von Kindern bundesweit nur in Aachen und Iserlohn in Nordrhein-Westfalen. Dort allerdings fehlt es an Übernachtungsmöglichkeiten.

Deutschlandweit einmalig

Ein solches Komplettangebot inklusive Verpflegung bietet deutschlandweit künftig nur das Kiez in Gräbendorf. Nur hier kann Feuer-Erziehung in mehreren Projekttagen erfolgen, sodass sie nicht in wenigen Stunden wieder verrauscht.

Garage wird zum Ausstellungsraum

Dazu bauten Handwerker in den vergangenen Monaten Sanitärtrakte sowie eine alte Feuerwehr-Garage zu schmucken Ausstellungsräumen um. Sie stemmten Wände auf, setzten Fenster und Türen ein und verlegten unzählige Kabel. Gemeinsam mit dem Wildauer Architekturbüro Dorn & Becker entwickelt, untergliedert sich das nach dem Heiligen Florian, dem Schutzpatron der Feuerwehren, benannte Dorf in drei große Bereiche, die sich insgesamt über eine Fläche von etwa 420 Quadratmetern erstrecken. Der erste ist die Kinderfeuer-Akademie, in der den Mädchen und Jungen die Bedeutung des Feuers für die Menschwerdung nahe gebracht wird. Dort können sie unter fachkundiger Anleitung unter anderem Feuer in einem Kamin anzünden und so seine Faszination spüren. Das Ensemble komplettiert im Außenbereich eine „Schwarze Küche“, in der Kinder in kleinen Schalen das Kochen über Feuer ausprobieren können. Auf diese Weise entdecken sie die soziale Funktion des Feuers.

Kinderzimmer wird zu Brandstelle

Im zweiten Teil werden all die Gefahren aufgezeigt, die in einer Wohnung lauern. Dabei wird ein Kinderzimmer zur Bühne, sodass das dazugehörige Treppenhaus mit Diskonebel geflutet werden kann. „Auf diese Weise zeigen wir den Schülern, dass vom Rauch oft eine tödliche Gefahr ausgeht“, sagt Kiez-Geschäftsführer Joachim Schneider. Sie lernen, dass sie im Notfall am Fenster um Hilfe rufen und keineswegs den Weg über das verrauchte Treppenhaus wählen dürfen. Auch Stromunfälle können in diesem „Haus der Gefahren“ simuliert werden.

650.000 Euro teures Projekt

Im dritten Teil dient die alte Feuerwehr-Garage als Kinder-Feuerwache. Hier laufen die „Notrufe“ auf, die die Mädchen und Jungen korrekt absetzen müssen. Anhand von Kinobildern lernen sie die Gefahr, wie den Einbruch eines Kindes ins Eis, möglichst genau zu beschreiben, sodass die Feuerwehrleute die richtige Ausrüstung zur Gefahrenstelle mitbringen.

Der Bau des Floriansdorfs wird von der EU gefördert und kostet 650.000 Euro. Der Kiez-Betreiberverein steuert einen Eigenanteil von 25 Prozent bei. Noch nicht eröffnet, träumt Geschäftsführer Schneider bereits davon, das „Feuer-Dorf“ zu einem Unfall-Präventionszentrum einschließlich Erster Hilfe auszubauen.

Von Franziska Mohr

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