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Dahme-Spreewald Flüchtlinge verurteilen Kölner Übergriffe
Lokales Dahme-Spreewald Flüchtlinge verurteilen Kölner Übergriffe
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02:15 23.01.2016
Flüchtlinge bei der Ankunft in Zeesen. Einer der Unterzeichner des Briefes ist dort untergebracht. Quelle: Andrea Müller
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Königs Wusterhausen

In einem offenen Brief haben Flüchtlinge, die derzeit im Landkreis Dahme-Spreewald untergebracht sind, die Vorgänge in Köln, Hamburg und anderen Städten in der Silvesternacht verurteilt. „Wir sind zutiefst bestürzt über die kriminellen und gewalttätigen Übergriffe auf deutsche Frauen durch Bewohner von Flüchtlingsunterkünften in der Silvesternacht in Köln, Hamburg und in einigen anderen Städten“, heißt es in dem von Flüchtlingen aus Pakistan, Afghanistan und Syrien unterzeichneten Schreiben.

Der weitere Wortlaut: „Wir haben unsere Herkunftsländer auf einem weiten, beschwerlichen und teilweise sehr gefährlichen Weg verlassen in der Hoffnung, dass wir in Deutschland in Frieden leben können. Unsere Hoffnung ist nicht enttäuscht worden: Die deutschen Gastgeber haben uns mit offenen Armen empfangen und mit zahllosen öffentlichen und privaten Hilfestellungen dafür gesorgt, dass wir unsere Schmerzen vergessen und mit Zuversicht nach vorne blicken können. Dafür sind wir sehr dankbar und wir werden die Unterstützungen nie vergessen. Wir sind uns im Klaren darüber, dass wir uns in unserem Gastland an die hier geltenden Regeln und Gesetze zu halten haben, allen voran an das Grundgesetz Deutschlands. Und obwohl in einigen unserer Herkunftsländern Frauen nicht die gleichen Rechte wie Männer genießen, würden die Übergriffe von Köln und Hamburg auf deutsche Frauen auch bei uns als kriminelle Taten eingestuft werden. Wir bitten daher die Bevölkerung des Landkreises uns zu glauben, dass wir uns von diesen Taten distanzieren, sie verurteilen und zu tiefst bedauern.“

Den Brief erarbeitet haben Flüchtlinge aus Uckley und Zeesen. Vorangegangen seien lange Diskussionen über das Thema, sagt Manfred Liebsch, der ehrenamtlicher Helfer ist und in Uckley unter anderem Deutsch unterrichtet. Da die Flüchtlinge im Landkreis weder über einen Rat noch über einen Sprecher verfügen, habe der Text erst in großen Gruppen abgestimmt werden müssen. „Die Initiative ging aber von ihnen aus, es war ihnen sehr wichtig, sich von dem Geschehenen zu distanzieren“, so Liebsch.

In der Silvesternacht hatte es in Köln und anderen deutschen Städten sexuelle Übergriffe auf Frauen gegeben. Es kam auch zu Diebstählen. Als Täter werden vor allem Nordafrikaner vermutet. Unter den ermittelten Verdächtigen sind auch Asylbewerber.

Von Oliver Fischer

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