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Flüchtlingen sollen in den Forstweg ziehen

Asylbewerber Flüchtlingen sollen in den Forstweg ziehen

Zeuthen will Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf bieten. Die Gemeindevertretung beschloss jetzt, dass dieses Dach im Forstweg 30 sein soll. Dort war einmal der Generationstreff, sind noch immer die Heimatfreunde beheimatet. Doch die haben bereits Alternativen gefunden. Das Gebäude muss allerdings noch hergerichtet werden. Dort könnten 20 Flüchtlinge unterkommen.

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Das Haus im Zeuthener Forstweg 30 soll für ankommende Flüchtlinge zur Verfügung gestellt werden.

Quelle: Andrea Müller

Zeuthen. Das Haus im Zeuthener Forstweg 30 soll ankommenden Flüchtlingen und Asylbewerbern zur Verfügung gestellt werden. Das beschloss die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung einstimmig.

Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) machte eingangs der Sitzung noch einmal auf die Bemühungen in der Gemeinde aufmerksam, geeignete Räume, Immobilien, Wohnungen oder Grundstücke zu finden. „Wir haben aber keinen Leerstand an Wohnungen, Gebäuden oder Flächen“, sagte sie. So sei eine Liste mit öffentlichen Gebäuden erarbeitet wurden, um abzuwägen, ob in diesem Bereich etwas für die Unterbringung in Frage kommt. Auf der Liste hätten unter anderem das Seebad und das Jugendhaus gestanden. In der Sitzung des Hauptausschusses habe man sich mit jedem einzelnen Objekt intensiv beschäftigt. Schließlich, so die Bürgermeisterin, sei man zu dem Ergebnis gekommen, dass das Haus im Forstweg 30 am besten geeignet sei, dort perspektivisch Flüchtlingen ein Dach über dem Kopf zu bieten. „Alle anderen Vorschläge waren ungeeignet, weil sie unser öffentliches Leben eingeschränkt hätten“, sagte Burgschweiger.

In dem ehemaligen Generationstreff seien zwar auch noch die Heimatfreunde untergebracht, doch die seien bereits auf der Suche nach einer neuen Bleibe. „Sie haben wohl sogar schon eine Alternative gefunden“, meinte die Gemeindechefin zu den Gemeindevertretern.

Inzwischen hat am 5. Oktober eine Besichtigung der Immobilie im Forstweg 30 mit der Gemeinde und dem Landkreis Dahme-Spreewald stattgefunden. Nach Auskunft der Bürgermeisterin sei das Gebäude als geeignet eingestuft worden, allerdings nicht von heute auf morgen. Grund dafür sei der mangelnde Brandschutz und die eher schlechten Sanitäreinrichtungen. „Deswegen kommt das Haus im Jahr 2015 noch nicht in Betracht für die Unterbringung von Flüchtlingen“, so Burgschweiger. In dem Objekt könnten aber später 18 bis 20 Menschen unterkommen.

Zu den vielen Dingen, die jetzt zu erledigen seien, gehörten die bauaufsichtliche Prüfung, das Stellen eines Bauantrages, die Erarbeitung eines Nutzungskonzeptes sowie das Herrichten des Gebäudes selbst, bevor es an den Landkreis weiter vermietet werden kann.

Jonas Reif (Grüne) sprach sich dafür aus, alle Vorkehrungen zu treffen, damit auch Zeuthen Flüchtlinge aufnehmen kann. „Wir sollten Solidarität zeigen“, forderte er. Jörgen Hassler (SPD) sagte: „Ich unterstütze diese Beschlussvorlage, auch wenn das Objekt augenscheinlich nicht erste Wahl ist.“ Er plädierte dafür, dem Landkreis die Geschwindigkeit zu überlassen, wie das geplante Objekt vorbereitet und in Betrieb genommen wird. Sonja Pansegrau (Linke) will das Projekt ebenfalls unterstützen. Sie schlug noch vor, weitere Container auf dem Gelände aufzustellen, falls die Räume im Haus nicht ausreichten. Martina Mieritz (SPD) stellte den Antrag, die Verwaltung zu beauftragen, die entsprechenden Schritte einzuleiten, damit das Gebäude im Forstweg 30 schnellstmöglich als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung steht.

Einzig Michael Wolter (CDU) hatte Bauchschmerzen mit dem Projekt. Nicht, weil er dagegen gewesen wäre. Er fürchtet vielmehr, dass das Haus mit den maximal 20 Plätzen zu klein für einen Ort wie Zeuthen sei und irgendwann andere entscheiden werden, wo im Ort weitere Flüchtlinge unterkommen können.

In der anschließenden Abstimmung gab es ein klares Votum für das Vorhaben: Keine Enthaltung, kein Nein, dafür ein deutliches Ja.

Von Andrea Müller

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