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Dahme-Spreewald Flügel aus der Mark für Musiker weltweit
Lokales Dahme-Spreewald Flügel aus der Mark für Musiker weltweit
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17:17 13.03.2018
Seit diesem Jahr produziert die Niendorf Flügel- und Klavierfabrik GmbH am Standort Schierling wieder Klaviere und Konzertflügel. Quelle: Gerad Bornschein
Luckenwalde

Eine handwerkliche Tradition, die bereits im 19. Jahrhundert ihren Anfang nahm, wird in Luckenwalde wiederbelebt. Seit Mai 2015 produziert die Niendorf Flügel- und Klavierfabrik GmbH am Standort Schieferling wieder Klaviere und Konzertflügel. Ein chinesischer Investor, der Qualitäts-Instrumente „Made in Germany“ vermarkten will, macht es möglich. Damit ist die 1896 von Hermann und Karl Niendorf gegründete Firma beinah an ihre Wurzeln zurückgekehrt, denn die Pianofabrik war eine der ersten Ansiedlungen im 1918 gegründeten Industriegebiet am Rande der Stadt.

Geschäftsführer Markus Ernicke, der als Klavier- und Cembalobauer im Vorgängerbetrieb ausgebildet wurde, hat nun die Verantwortung für die derzeit sieben Mitarbeiter. Etwa 20 Beschäftigte sollen es künftig werden, wenn es mit dem Absatz voran geht. Geplant ist eine Jahresmenge von 300 bis 400 Instrumenten, in der Mehrzahl Klaviere. Momentan wird intensiv für die Messe im Oktober in Shanghai produziert. Dort wird das Unternehmen aus Luckenwalde mit acht Exponaten vertreten sein, die auch das Wappen der Stadt im Firmenlogo tragen.

Geschäftsführer Markus Ernicke (3.v.l.) führt die Jury durch die Produktion der Luckenwalder Firma. Quelle: Bornschein

Etwa 140 Arbeitsstunden kommen bei der Produktion eines Klaviers zusammen, beim Flügel sogar 240 Stunden. Gefertigt wird überwiegend in Handarbeit mit verschiedensten Materialien. Heimische Hölzer wie Fichte, Buche und Ahorn werden flankiert vom afrikanischen Abachi-Holz. Rund 80 Prozent der verbauten Komponenten kommen aus Deutschland, die Klaviatur und die Mechanik für die Konzertflügel werden als Präzisionsteile zugeliefert.

Erhältlich sind Konzertflügel in verschiedenen Abmessungen bis zur Größe 2,27 Meter (Länge gemessen von der Tastatur bis zum Ende des Bogens). Wieder aufgenommen werden soll die Fertigung der kleineren 1,45-Meter-Flügel, für die Niendorf einst bekannt war. Diese Abmaße werden durch die verfügbaren Leimholz-Spezialpressen definiert, in den der Korpus aushärten muss. Auch die Oberflächen sind für den Kunden variabel, ob in klassischem Schwarz oder mit edlen Hölzern furniert. Zehn Lackschichten sorgen für einen anhaltenden Glanz.

Das Unternehmen stellt die Musikinstrumente überwiegend in Handarbeit her. Quelle: Bornschein

Auch wenn der Zielmarkt gegenwärtig eher in Asien und Amerika als in Europa verortet wird, müssen sich die Luckenwalder Instrumente qualitativ neben den großen Marken nicht verstecken. Zirka zwei Monate Wartezeit muss ein Kunde von der Bestellung bis zur Auslieferung derzeit einplanen. Auch Service-Vereinbarungen wird es geben, und die Dauer der gewährten Garantie für diese langlebige Wertanlage wird sicher großzügig definiert werden.

Von Luckenwalde aus kann der Name Niendorf als Marke mit Klang wieder weltweit den Weg in die Ohren von Musikliebhabern finden. Zu diesem Zweck werden nicht nur Konzerte im Luckenwalder Stadttheater beworben, das über einen Niendorf-Flügel verfügt, perspektivisch soll eine ehemalige Fertigungshalle zum hauseigenen Konzertsaal umgebaut werden.

Info: www.niendorf-piano.de

Von Gerald Bornschein

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