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Förderantrag für die Sanierung beim Land eingereicht

Stichkanal in Wildau Förderantrag für die Sanierung beim Land eingereicht

Nach vier Jahren Vorbereitung steht das Genehmigungsverfahren für die Sanierung des Wildauer Stichkanals kurz vor dem Abschluss. Den Förderantrag bei der ILB in Potsdam hat die Stadt Wildau bereits im Dezember eingereicht. Die Kosten werden auf rund eine Million Euro geschätzt.

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Die Sanierung des Stichkanals in Wildau soll noch in diesem Jahr beginnen.

Quelle: Foto: F. Mohr

Wildau. Fast 100 Jahre lang galt der Stichkanal als die Kloake der Wil-dauer Großbetriebe. Insbesondere in den Sommermonaten war sein übler Geruch, der durch die dort vorhandenen diversen Schadstoffe bedingt ist, eine Art Markenzeichen des Ortes. Das soll sich nun nach fast fünf Jahren Vorbereitung ändern. Das Genehmigungsverfahren ist nahezu abgeschlossen. Lediglich der Landkreis Dahme-Spreewald muss sich dazu noch abschließend positionieren.

„Die Stadt Wildau hat den Förderantrag an die Investitionsbank des Landes Brandenburg im Dezember eingereicht“, bestätigte der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke) auf Anfrage. Im Gespräch sei eine 90-prozentige Förderung des Landes. Insgesamt werden die Kosten für die Sanierung auf rund eine Million Euro geschätzt. Diese Summe erfasst aber nur das Gewässerbett und die Hangbereiche. Das Anlegen von Spazierwegen oder das Aufstellen von Bänken sind darin noch nicht enthalten.

Im Mittelpunkt der Sanierung steht vor allem die Gewässerökologie. Ziel ist es, aus dem Stichkanal wenigstens ein Teil der dort lagernden bis zu zwei Meter dicken Bodensedimente zu entfernen. Durch eine Nivellierung des Gewässerbettes wird dauerhaft eine höhere Fließgeschwindigkeit und damit eine größere Sauerstoffzufuhr angestrebt.

Die Sanierung des Stichkanals rückt auch aufgrund des neuen Wasser-Wanderliegeplatzes mit der großen Steganlage am Klubhaus mehr und mehr in den Fokus der Stadt Wildau. Dessen Bau hat das Land Brandenburg auch schon mit 750 000 Euro unterstützt. Dort können ab dem kommenden Frühjahr auch Fahrgastschiffe halten.

Mit dem Ausbaggern des Stichkanals wurde im Jahr 1898 begonnen, damit die damaligen Schwartzkopff-Werke ihre Rohstoffe wie Kohle und Stahlteile reibungslos auf dem Wasserweg transportieren konnten. Nur zwei Jahre später ging der insgesamt 515 Meter lange Stichkanal in Betrieb.

Nach 1945 wurde dieser Wasserweg teilweise zugeschüttet, weil die Transporte für das Werk auf die Schiene und die Straße verlagert wurden.

Von Franziska Mohr

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