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Dahme-Spreewald Forscher zeigen Humor
Lokales Dahme-Spreewald Forscher zeigen Humor
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15:20 16.02.2017
Beim Science Slam dürfte der Audimax der Technischen Hochschule ebenso voll werden wie bei großen Immatrikulationsfeier im vergangenen September. Quelle: Karen Grunow
Wildau

Mit einem populärwissenschaftlichern Vortrag erreicht man viele Leute“, sagt Roberto Lisker über den Science-Slam, mit dem am 1. März die sechste Wildauer Wissenschaftswoche an der Technischen Hochschule eröffnet wird. Lisker gehört zu denjenigen, die ihre Forschungsthemen beim Science Slam präsentieren werden. Die jungen Wissenschaftler haben jeweils zehn Minuten Zeit, die Vorträge müssen so aufbereitet sein, dass auch Laien in die Komplexität der Themen eintauchen können. „Man peppt das Ganze noch ein bisschen auf, denn die Leute wollen auch unterhalten werden“, so Lisker, der zu Tesla-Turbinen forscht. Am Ende entscheidet der Applaus des Publikums, wer den Wissenschafts-Wettstreit gewinnt. Dauer und Intensität des Jubels werden dafür gemessen.

Auftakt zur Wissenschaftswoche

„Den Science Slam haben wir seit einigen Jahren und er ist immer sehr gut angekommen“, betont Ralf Vandenhouten, TH-Vizepräsident für Forschung und Unternehmenskontakte. Bislang wurde der Wettstreit aber immer zu anderen Gelegenheiten organisiert, erstmals nun findet er zum Beginn der Wissenschaftswoche statt. Über „Mensch oder Maschine – Roboter im Labor“ wird Karolin Keil sprechen. Sie ist gerade dabei, ihre Masterarbeit im Fach Biosystemtechnik/Bioinformatik zu schreiben und arbeitet dafür mit einem Automatisierungsroboter. „Ich mache Experimente und programmiere den Roboter entsprechend“, erzählt sie. Zum ersten Mal wird sie selbst bei einem Science Slam auftreten, im Berliner Naturkundemuseum ist sie schon einmal bei einem dieser zunehmend beliebter werdenden Wettbewerbe als Zuschauerin dabei gewesen.

Patrick Steglich tritt beim Science Slam an. Quelle: Karen Grunow

„Das ist wie wissenschaftliches Kabarett“, sagt Patrick Steglich, der ebenfalls antreten wird. Gerade hat er seine Doktorarbeit abgegeben. Datenübertragung mit Lichtgeschwindigkeit wird sein Thema beim Science Slam werden, verrät der Photonik-Spezialist. In einer hochschulinternen Vortragsreihe hatte er kürzlich über seine Forschung referiert, danach wurde er angesprochen, ob er nicht auch beim Science Slam reden wolle.

Die Wissenschaftswoche auf diesem Wege zu eröffnen, ist eine interessante Idee, um das Angebot an Symposien und Konferenzen auch der interessierten Öffentlichkeit schmackhaft zu machen. Genau genommen ist die Wildauer Wissenschaftswoche in diesem Jahr auf zehn Tage ausgedehnt worden. Zum ersten Mal wird die renommierte Konferenz „AALE“ (Angewandte Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung) an der TH Wildau veranstaltet. „Industrie 4.0“ ist dabei das Stichwort.

Gerade auch für mittelständische Unternehmen relevante Fragen werden am 2. und 3. März verhandelt. Um die Energiewende geht es im 6. Wildauer Energiesymposium. Interessant ist das auch für Unternehmen der Region oder Wohnungsbaugesellschaften. „Das ist sehr anschaulich“, verweist Ralf Vandenhouten auf das Projekt der Technischen Hochschule Wildau zum Ausbau des Digital-Funknetzes der Polizei mit Brennstoffzellentechnologie, das in der Anwenderwerkstatt „Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Brennstoffzellensystemen – Marktreife erreicht?“ vorgestellt wird.

Termine

1. März: Eröffnung der 6. Wildauer Wissenschaftswoche mit Science Slam; 16.15 Uhr im Audimax in Halle 17.

2. und 3. März: „Angewandte Automatisierungstechnik in Lehre und Entwicklung“; www.aale2017.de

2. März: 23. Arbeitsberatung „Engineering und Konstruktionen“ des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau.

6. März: Anwenderwerkstatt „Unterbrechungsfreie Stromversorgung mit Brennstoffzellensystemen - Marktreife erreicht?“

7. März: 6. Netzwerksymposium „Schützen und Veredeln von Oberflächen“.

9. März: 2. Automobil-Symposium Wildau.

10. März: 6. Wildauer Energiesymposium „Energiewende – Strom, Wärme, Verkehr & Co.“.

Detaillierte Infos unter www.th-wildau.de/
wissenschaftswoche

Um die Zukunft des Automobils geht es im zweiten Automobil-Symposium Wildau. Die Digitalisierung der Fahrzeuge, das autonome Fahren, die Herausforderungen an Zulieferer und Dienstleiter werden dort thematisiert. Außerdem findet erneut das Symposium des Kooperationsnetzwerkes „Schützen und Veredeln von Oberflächen“ statt, in dem nicht nur Wissenschaftler der TH, sondern auch regionale Unternehmen involviert sind.

„Mit der Wissenschaftswoche können wir Veranstaltungen bündeln, das schafft auch Synergieeffekte“, sagt Ralf Vandenhouten. Während der gesamten Zeit wird in Halle 17 außerdem mit einer Poster-Ausstellung über alle wichtigen Forschungsthemen informiert.

Von Karen Grunow

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