Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 5 ° bedeckt

Navigation:
Forum in Wildau zum globalen Mittelstand

Wirtschaft Forum in Wildau zum globalen Mittelstand

„Internationalisierung – Perspektiven für den Mittelstand“ – darum geht es bei der nächsten Runde der Veranstaltungsreihe „Forum Mittelstand LDS“ am 7. April. Sie hat sich zu einer gut genutzten Kommunikationsplattform für die Wirtschaft entwickelt. Netzwerke und der Austausch guter Erfahrungen kennen keine Grenzen.

Voriger Artikel
Königs Wusterhausener Schlossmauer saniert
Nächster Artikel
Halbe kann Verluste nicht ausgleichen

Hier in trauter Runde, bald auf dem Podium des Mittelstandforums in Wildau: Professor László Ungvári, Edmund Ahlers und Gerhard Janßen (v.l.).




















Quelle: Gerlinde Irmscher

Wildau. Die Veranstaltungsreihe „Forum Mittelstand LDS“ hat sich in den vergangenen Jahren zu einer gut genutzten Kommunikationsplattform für die Wirtschaft der Region entwickelt. Das Angebot nutzen nicht nur Unternehmer .

Perspektiven des Mittelstands

Die Auftaktveranstaltung 2016 widmet sich dann auch der Globalisierung. Im Fokus stehen Denkanstöße und Hilfsangebote für Unternehmen, die ihre Aktivitäten stärker ins Ausland ausweiten wollen. Mit auf dem Podium sitzen werden am 7. April bei „Internationalisierung – Perspektiven für den Mittelstand“ Professor László Ungvári und Edmund Ahlers.

Ungvári leitet als Präsident die Technische Hochschule Wildau, die nicht nur international sehr aktiv ist, sondern auch ein zuverlässiger Lieferant von Fachleuten für Firmen der Region. Ahlers ist Chef der Ane-com Aero Test GmbH, die in Wildau Gasturbinen und Flugzeugtriebwerke aerodynamischen und akustischen Tests unterzieht.

Hintergrund

Die Veranstaltungsreihe beginnt mit dem Thema „Internationalisierung – Perspektiven für den Mittelstand“ am 7. April um 18 Uhr im Hofsaal / Haus 13 an der Technischen Hochschule Wildau, Hochschulring 1, in Wildau.

Es referieren und diskutieren unter anderem Julia Arnold, Bereichsleiterin für Internationale Märkte des DIHK, Professor László Ungvári, Präsident der Technischen Hochschule Wildau, Christoph Meyerrose, Geschäftsführer der Lufthansa Bombardier Aviation Services GmbH und Edmund Ahlers, Geschäftsführer der Anecom Aero Test GmbH. Darüber hinaus steht Bettina Wagner vom Deutschen Gewerkschaftbund für Fragen rund um die rechtliche Situation bei der Einstellung internationaler Absolventen zur Verfügung. Moderiert wird der Abend von Stefan von Senger von der Zukunfts-Agentur Brandenburg GmbH.

Die Teilnahme ist kostenlos . Zur organisatorischen Vorbereitung wird um Anmeldung per E-Mail unter info@wfg-lds.de. gebeten. Weitere Informationen gibt es in der Rubrik „Termine“ unter www.wfg-lds.de

Das „Forum Mittelstand“ wird hauptsächlich organisiert von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft Dahme-Spreewald mbH (WFG), unterstützt vom Kreis, den Kammern, Wirtschaftsverbänden, Banken, Unternehmen und der TH Wildau. Zwei weitere Abende informieren über die zukünftige Breitbandstrategie des Kreises (19. Mai, Spreewald Parkhotel Van der Valk in Niewitz), sowie über Infrastrukturentwicklungen für mehr Beschäftigung in der Region (3. November, Mercedes-Benz Airport-Center in Schönefeld). Ganzheitlicher Wirtschafts- und Know-how-Schutz ist Thema einer halbtägigen Sonderveranstaltung am 5. September im Zentrum für Luft- und Raumfahrt III in Wildau.

Aber gibt es überhaupt Firmen in der Region, die ins Ausland expandieren wollen? Gerhard Janßen, Chef der Wirtschaftsförderung im Kreis Dahme-Spreewald, hat darauf eine differenzierte Antwort: „Es gibt da keine profunden Untersuchungen, und Exportquoten werden meist nur für Industriebetriebe ausgewiesen. Aber auch Dienstleister drängen zunehmend ins Ausland. So will etwa der Internetshop Brille.de aus Wildau sein Geschäftsmodell ins Ausland duplizieren. Gerade die Firmen im Technologiezentrum sind sehr international, dieser Trend wird sich beschleunigen.“

Ostasien-Markt als Wachstumstreiber

Die Erfahrungen mit der Internationalisierung sind unterschiedlich. Bei Anecom geht es laut Ahlers vorwiegend um die Kundenseite. Kunden der Firma seien meist internationale Konzerne wie Siemens und Rolls-Royce, die vergäben ihre Aufträge weltweit dorthin,

An der TH Wildau war Forschung schon immer international. Mit der Lehre wurde vor 15 Jahren gezielt international begonnen. Laut Ungvári betrug 1999 der Anteil ausländischer Studenten 1,7 Prozent, jetzt sind es bei steigenden Studierendenzahlen 23 Prozent, also weit über 900. Wir exportieren derzeit 14 Studiengänge, sagt Ungvári. „Das sind alles Regionen östlich von hier.“ Viele dieser international Studierenden, wie Ungvári sie nennt, haben den Wunsch, auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu bleiben. 80 Prozent sollen es inzwischen sein.

Expansion braucht Marktanalyse

Von der Idee bis zur Expansion ist es für viele Firmen ein weiter Weg. „Wir haben uns Partner gesucht“, sagt Ahlers. „Man braucht jemanden, der sich mit den Gegebenheiten auskennt und die Landessprache beherrscht. Wenn sich die Geschäftsbeziehungen gefestigt haben, kann man auch ein Büro mit eigenen Arbeitskräften aufmachen. Wichtig sind auch die Beratung und die Kontakte über die Außenhandelskammern.“

Janßen verweist darauf, dass der Expansion vor allem eine profunde Marktanalyse vorausgehen muss. Und natürlich gehöre eine ordentliche Kapitalkraft dazu, damit der Einstieg im neuen Markt gelingt.

Fachkräfte mit hohem Lebensstandard locken

Und wie gewinnt man qualifizierte Mitarbeiter für den Internationalisierungsprozess? Weshalb soll ein Absolvent, dem die ganze Welt offensteht, in die Region kommen? Ungvári verweist auf den hohen Lebensstandard. „Wir brauchen hier zudem eine gut funktionierende gesellschaftliche Infrastruktur“, sagt der TH-Präsident. 56 Prozent der Wildauer Studenten bleiben inzwischen in Berlin-Brandenburg, es werden immer mehr. 30 bis 40 Prozent der Ane-com-Ingenieure sind übrigens schon einmal mit der Hochschule in Berührung gekommen.

Ahlers sieht vor allem die Nähe zu Berlin als Vorteil. Auch seine 40 Mitarbeiter, die nicht aus Deutschland kommen, finden dort schnell ihre „Communities“. Die gruppieren sich laut Janßen vor allem um die Schulen. Deshalb sei es wichtig, dass Kreis und Kommunen in Kitas und Schulen investierten. „Dort siedeln sich dann auch die Eltern an“, sagt Janßen. Dass soziale Treffpunkte und Bindungen immer wichtiger werden, diese Ansicht teilen auch Ungvári und Ahlers. Die seien für die Internationalisierung ebenso wichtig wie der neue Flughafen. „Der BER wird Firmen ansaugen, die international aktiv sind“, sagt Janßen. Ungvári glaubt, dass die Gemeinden durch den BER einen Bevölkerungsboom erleben werden.

Von Lothar Mahrla

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Dahme-Spreewald

Wie wichtig sind Ihnen Bio-Lebensmittel?

57811e88-cc1d-11e5-9fb5-3858ea6ed044
Babys aus Oberhavel (6)

Babys aus Oberhavel, Januar/Februar 2016

MAZab: Termine

Was geht ab? Jede Menge Events in Potsdam und im Land Brandenburg

Kinoprogramm

Alle aktuellen Filme in den Kinos von Potsdam und im ganzen Land Brandenburg