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Franz Heitzendorfer übernimmt gärtnerische Leitung

Biogarten Prieros Franz Heitzendorfer übernimmt gärtnerische Leitung

Der Gartenbauingenieur Franz Heitzendorfer fand jetzt im Biogarten Prieros eigenen Angaben zufolge seinen Traumjob. Er startet mit vielen interessanten Ideen in die neue Saison. Er will unter anderem einen Bauern- sowie einen neuen Teegarten anlegen. Ab Mai können Besucher auch wieder an den Wochenenden vorbeischauen.

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Viele Anregungen zum biologischen Gärtnern.

Prieros. „Im Biogarten in Prieros habe ich meinen Traumjob gefunden“, sagt Franz Heitzendorfer, in dessen Händen ab dieser Saison die gärtnerische Leitung liegt. Allerdings, so schränkt er ein, könne er von den ihm hier gewährten 15 Wochenstunden leider nicht leben. Daher betreibt der gebürtige Österreicher noch eine Staudengärtnerei in Briesen.

An Ideen für die weitere Gestaltung des 5000 Quadratmeter großen Lehrgartens mangelt es dem Gartenbauingenieur nicht. Den bisherigen Lehr- und Bildungscharakter für Kleingärtner sowie Kinder und Jugendliche in Bezug auf das biologische Gärtnern will er in jedem Fall beibehalten. Neu ins Visier nahm er einen Bauerngarten, in dem er den Besuchern die stark halmfruchtdominierte Vierfelderwirtschaft demonstrieren möchte. Hier wird gezeigt, wie mit einem modernen Agrarmanagement die Bodenfruchtbarkeit nachhaltig erneuert beziehungsweise erhalten werden kann, indem im Wechsel beispielsweise Raps, Weizen, Hafer sowie Winterroggen oder Triticale angebaut werden. Auch einen Teegarten möchte Heitzendorfer anlegen, wobei er ab April auf die Unterstützung von drei Ein-Euro-Jobbern hofft.

Zum Biogarten Prieros

1994 entstand die Idee für den Biogarten in Prieros, der 1995 feierlich eröffnet wurde.

Die Träger des Biogartens sind der Kreisverband der Garten- und Siedlerfreunde Dahme-Spreewald, die Volkshochschule Dahme-Spreewald und die Gemeinde Heidesee.

Die Öffnungszeiten sind im April montags bis freitags von 9 bis 16 Uhr sowie ab Mai zusätzlich an Wochenenden und Feiertagen von 13 bis 17 Uhr.

„Der Biogarten soll als Stauden- und Kräutergarten wieder stärker blühen“, sagt er. Das erhöhe nicht nur die Attraktivität für die Besucher, sondern fördere auch die Nutzinsekten, die durch die moderne Landwirtschaft immer stärker in Bedrängnis geraten. Dabei setzt der Gartenbauingenieur vor allem auf insektenfreundliche Frühblüher wie Steinkraut, Duftnesseln, Sonnenhut oder Katzenminze. Besonders stolz ist Heitzendorfer darauf, dass er seinen Gästen sogar den Wildobstbaum Speierling mit seinen birnenähnlichen Früchten zeigen kann. Er gilt als eine der seltensten Baumarten in Deutschland, deren Früchte vor allem zur Konservierung von Apfelwein verwendet werden.

Viel Wert legt der gärtnerische Leiter auf den Verweilcharakter des Gartens. Dazu rückt er die Sichtachsen stärker in den Vordergrund, so dass sich die Besucher ihren eigenen „Beobachtungsposten“ suchen können. Diesbezüglich regt er die Einführung einer Jahreskarte an. Freuen würde sich Heitzendorfer über einen engeren Kontakt zu den Schulen. Für den Sachkunde- oder Biologieunterricht bietet er kleine Führungen an. Zukunftsmusik ist noch sein Traum von einem Netzwerk der Naturgärten, von denen in Brandenburg schon über 25 existieren.

 Info: Kontakt an garten@biogartenprieros.de

Von Franziska Mohr

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