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Frau Rotkohl und acht Slammer

Bergslam Frau Rotkohl und acht Slammer

Im Rahmen der Königs Wusterhausener Kulturtage buhlten am Mittwochabend acht Slammer aus Berlin und Umgebung mit ihren selbst verfassten Texten um die Gunst der Zuhörer auf dem Funkerberg. Diese entschieden über Sieg oder Niederlage.

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Slammer Marvin Weinstein belegte Platz 1.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Die acht Akteure und rund 200 Besucher hatten gleichermaßen Spaß beim „Berg-Slam“ am Mittwochabend vor dem Sendehaus Zwei auf dem Funkerberg in Königs Wusterhausen. Mit Witz und Charme führten die Moderatoren Carolin Fuhrig und Patrick Walter durch den Abend mit den Dichtern.

Zum „Warmmachen“ kündigten sie „Frau Rotkohl“ an. Die Slam-Impro-Band sagt von sich, dass sie eigentlich ziemlich mies sei – aber das sei nicht schlimm, da ihr Publikum eh einen schlechten Geschmack habe. Das Eis war gebrochen. Sie sorgten für Heiterkeit und Stimmung. Da sie selbst nicht genug Worte hätten, ließ man sich von den Zuhörern vorsagen – Universum, MRT, Mehlwurm und Lampenschirm waren die Worte für den neuen Song. Während sich die Slammer auf der Bühne dem Publikum präsentierten, hatte „Frau Rotkohl“ Zeit, das Lied zu kreieren.

Die Reihenfolge der Slammer wurde ausgelost und so durfte Yo-Pa, mit bürgerlichem Namen Johannes-Paul Neumann, als Erster ran. Der Friedrichshainer philosophierte darüber, was er gerade denkt, was andere denken und dass sich die Menschen doch alles früher sagen müssten. Marvin Weinstein war zum dritten Mal dabei. Der 24-jährige Berliner lässt einen Hopfen durch die Welt ziehen, der unbedingt Zutat für das beste Bier der Welt sein wollte, am Ende feststellen muss, dass es das nicht gibt – es aber schön ist, wenn man mit anderen zusammen ist.

Marvin Weinstein überzeugt das Publikum

Robert Brunner hatte sich erst am Nachmittag entschieden, mitzumachen, gestand, dass er ein Kulturbanause sei und berichtete, wie das mit seinem Flug nach Dublin war. Über das Ausgehen und was es für Folgen haben könnte, dachte Dirk Marx nach. Jann Winkler, der Philosoph mit physikalischen Gedanken, ist des Wortes mächtig. In seinem Text geht es um eine Sommerliebe, die ihm noch nicht allzu nah gekommen ist. Wenn Lehrer Helge Schwaiger aus Ahrensfelde nicht gerade vor seinen Schülern steht, denkt er sich Texte aus wie „Die Natur ruft“ oder „Am Strand von Rügen“. Lisa Mahlow, Schülerin am Friedrich-Schiller-Gymnasium, gesteht, dass der Montag ihr Problem ist und Marien Loha fragt in seiner „Schlagertopie“, warum Gott Schlager durchlässt und was das für die Schwangerschaft bedeutet.

Am Ende belegte Marvin Weinstein mit 102 Stimmen Platz 1, gefolgt von Jann Winkler und Marien Loha. Und „Frau Rotkohl“ traf mit dem „Lampenschirmlied“ ins Schwarze. „Es war eine super Stimmung und ich bin begeistert davon, wie die Leuten mit der Sprache umgehen können“, sagte Anja Probe aus Wildau.

Von Gerlinde Irmscher

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