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Dahme-Spreewald Frieda kriegt sie alle!
Lokales Dahme-Spreewald Frieda kriegt sie alle!
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00:23 01.04.2018
Frieda (r.) und Mia interviewten am Dienstag einen Eisbären-Trainer und drei Eishockeyspieler, die Silber bei Olympia gewannen. Quelle: Anna Türschmann
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Königs Wusterhausen

Frieda Rudolph ist erst zehn Jahre jung, aber als Zeitungsmacherin schon sehr erfahren. Von der ersten bis zur vierten Klasse war sie bei den Groß Köriser Reporterkids, einer preisgekrönten Schülerzeitung. Inzwischen ist sie mit Block, Stift, Mikro und Kamera für die Schilli-Schote unterwegs.

Gründerin der Schilli-Schote

Das ist eine Schülerzeitung für Fünftklässler im Königs Wusterhausener Friedrich-Schiller-Gymnasium, die unlängst ebenfalls ausgezeichnet wurde. Frieda hat sie gegründet. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) brachte sie darauf. Die beiden kennen und schätzen sich.

Die Schilli-Schoten-Reporter im Schloss Belleveu bei Bundespräsident Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender. Quelle: privat

Vor einigen Jahren stellte sich Jungreporterin Frieda dem Spitzenpolitiker bei einer Wahlveranstaltung in Königs Wusterhausen in den Weg. Sie wollte ihn interviewen, was später tatsächlich klappte.

Frieda hörte auf Dietmar Woidkes Rat

Seither trifft sie ihn einmal im Jahr zum Gespräch. Er riet Frieda, im Gymnasium unbedingt als Schulreporterin weiter zu machen. Weil es dort keine Schülerzeitung gab, suchte sie sich Mitstreiter und gründete eine.

Freundlich und beharrlich

Die freundliche, aber bestimmte Art des Mädchens, ihre Offenheit, ihre Neugier, ihr Mut und ihre Beharrlichkeit haben nicht nur Woidke beeindruckt. Frieda hat schon viele Promis zum Reden gebracht, wie Peter Maffay, Ex-Ministerin Johanna Wanka oder Nena.

Bob-Olympiasiegerin Lisa Buckwitz drehte den Spieß beim Interview um, befragte Schulreporterin Sophie (r.), wie sich die Goldmedaille anfühlt. Frieda hört zu. Quelle: Privat

Für die neue Ausgabe der Schilli-Schote besuchte sie mit Schulreporter-Kollegen Medaillengewinner der olympischen Winterspiele aus Berlin und Brandenburg. Bob-Olympiasiegerin Lisa Buckwitz trafen sie in einem Café. Von den Eishockey-Nationalspielern der Eisbären Berlin, die Silber bei Olympia gewannen, wurden die Schillis in dieser Woche sogar zum Training eingeladen.

Nur Mark Forster sagte bisher ab

Einen Korb bekommt Frieda eigentlich nie. Nur Mark Forster hatte bisher noch keine Zeit für sie. „Er hat aber freundlich abgesagt“, verrät sie. Doch Frieda lässt sich nicht so einfach abwimmeln. Sie wird es weiter versuchen.

Der Pressetross wartet auf den Bundespräsidenten, mittendrin die Schulreporter aus Königs Wusterhausen. Quelle: privat

Ihre Ausdauer wurde bisher stets belohnt, zuletzt von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD). Den hatte sie angesprochen, als sie noch in der zweiten Klasse war. Er versprach damals, dass sie ihn mal besuchen könne.

Briefe an Steinmeier

Dass Steinmeier Bundespräsident werden würde, war da noch nicht abzusehen. Frieda schrieb ihm Briefe, rief sein Büro an, ließ nicht locker. Als sie ihm zur Wahl gratulierte, bedankte er sich persönlich mit einer

Frieda mit Schilli-Schote-Presseausweis und Schilli-Maskottchen am Mittwoch in der MAZ-Lokalredaktion. Quelle: Frank Pawlowski

handgeschriebenen Karte. Eines Tages meldete sich tatsächlich das Bundespräsidialamt bei Friedas Mutter und gab dem Mädchen den ersehnten Termin im Schloss Bellevue. Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender nahmen sich gut eine Stunde Zeit für die Schillis.

Das Urteil über Politiker und Sportler

„Die hohen Politiker sind die nettesten. Und besonders toll fand ich immer die Sportler“, hat Frieda in all den Jahren festgestellt. Reporterin will sie übrigens nicht mehr werden. Kein Wunder, denn die großen Interviewpartner hat sie ja schon alle gehabt. Ärztin ist im Moment Friedas Traumberuf.

Frieda schaut MAZ-Chef Lothar Mahrla über die Schulter. Quelle: Frank Pawlowski

Von Frank Pawlowski

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