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Dahme-Spreewald Friedensstraße bekommt Brücke oder Tunnel
Lokales Dahme-Spreewald Friedensstraße bekommt Brücke oder Tunnel
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04:42 30.08.2016
Der Bürgermeister zeigt die Möglichkeiten der Bahnquerung in Eichwalde: Unterführung oder Überführung. Quelle: Heidrun Voigt
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Eichwalde

Brücke oder Tunnel? Das ist die Frage, die die Eichwalder bewegt. Und jeder in der Gemeinde weiß, worum es geht – um die Bahnquerung in der Friedensstraße. Für Bürgermeister Bernd Speer (parteilos) ist die Sache klar. Er setzt sich für eine Brücke ein und beruft sich auf Experten. „Es geht hier um Sicherheit, nicht um Bequemlichkeit oder Autofahreraffinität“, stellt der Bürgermeister fest. Er verweist auf zwei Unfälle mit Todesfolge, die es schon an der Schranke gab.

Da es sich um eine Kreisstraße und eine Eisenbahntrasse handelt, ist die Gemeinde auf den Landkreis und die Deutsche Bahn angewiesen. Dort schätzte man die Situation lange nicht so dringlich ein – bis vor drei Jahren eine einwöchige Videoüberwachung der Schranke ausgewertet wurde. „Es hat danach nur drei Monate gedauert und Landkreis und Bahn waren sich einig. Fahrbahnteiler wurden gesetzt und die August-Bebel-Straße wurde Einbahnstraße und damit kein Linksabbiegen möglich“, sagt der Bürgermeister.

Experten berufen

Experten haben sich anderthalb Jahre mit dem Thema Bahnquerung beschäftigt und sich mit allen Beteiligten an einen Tisch gesetzt. „Der Arbeitsprozess war im Frühjahr abgeschlossen und Lösungen wurden präsentiert. Nun ringen wir um eine Positionierung in der Gemeinde – hoch oder runter mit den Autos“, sagt Speer. Er räumt ein, dass städtebaulich eine Unterführung weniger auffällig sei. Eine Brückenlösung hält er aber für realistischer und für die fachlich bessere Lösung. „Die Auswirkungen auf das Grundwasser sind bei einem Tunnel sehr hoch und der Lärmschutz ist schlechter“, argumentiert Speer. Er begründet dies damit, dass der Lärm bei einer Unterführung gebündelt und mehrfach reflektiert wird, bevor er nach oben kommt. Auch die Bewirtschaftungskosten seien entschieden höher als bei einer Überführung. Doch der Rathauschef sieht auch einen Vorteil, den ein Tunnel hat. Da Fahrrad- und Fußwege nicht bis zur Talsohle abgesenkt werden müssen, ist die Steigung geringer. Allerdings schließt nach Speers Worten eine Überführung Rollstuhlfahrer nicht aus. Zudem werde der S-Bahnhof 2018/19 behindertengerecht umgebaut, so dass Rollstuhlfahrer auch dort die Gleise überqueren könnten. Das wichtigste Argument sind für den Bürgermeister die Mehrkosten von acht Millionen Euro für einen Tunnel. Planer setzen diesen mit einer Investition von 16 Millionen Euro an. „Wir müssen uns als Gemeinde an den Kosten beteiligen. Bei der Brücke wäre es circa eine Million, beim Tunnel wären es neun. Das Geld für den Tunnel haben wir nicht“, macht der Bürgermeister klar.

Beschlussvorlage vertagt

Vor der Sommerpause vertagten die Gemeindevertreter die Beschlussvorlage Brücke. Die Vorzugsvariante sieht eine 150 Meter lange Überführung vor, die nach der Straße Am Graben ansteigt und in Höhe des Stadions wieder ebenerdig ist. Es gibt Bilder und Videos dazu, die ab September auch auf der Internetseite der Gemeinde zu sehen sind. Zudem wurde ein Fragenkatalog der Gemeindevertreter beantwortet. Das Thema geht am 20. September in den Ortsentwicklungsausschuss und am 11. Oktober in die Gemeindevertreterversammlung. „Wir müssen uns positionieren. Wir dürfen die Chance nicht verstreichen lassen, konstruktiv mitzumachen“, sagt Speer.

Dass vielleicht alles so bleibt, wie es ist, nur der Bahnübergang erneuert wird, mag sich das Gemeindeoberhaupt nicht vorstellen. „Der Zugverkehr nimmt zu. Es ist die Zubringerstrecke für den Flughafen und die Umleitung des Zugverkehrs nach Dresden, und auch die Autos werden nicht weniger. Die Schließzeiten werden sich erhöhen“, warnt der Bürgermeister. Zwar ziehe eine Querung Verkehr an, doch auch in Zeuthen werde eine niveaufreie Bahnquerung geplant und der Ort dadurch entlastet.

„Ideal wäre es, wenn die Bahn während der Bauarbeiten am Bahnhof, wenn die Strecke sowieso gesperrt ist, auch die Überführung machen könnte, aber das halte ich zeitlich für unrealistisch“, sagt der Bürgermeister.

Von Heidrun Voigt

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