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Dahme-Spreewald Frühlingswanderung rund um Bestensee
Lokales Dahme-Spreewald Frühlingswanderung rund um Bestensee
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05:05 24.04.2017
Wolfgang Purann (mit Wanderstock) führte am Sonntag etwa 40 Wanderfreunde durch die schöne Landschaft von Bestensee. Quelle: Andrea Müller
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Bestensee

Ortschronist Wolfgang Purann aus Bestensee war bis zur letzten Minute unsicher, ob die Frühlingswanderung entlang des Pätzer Vordersees und bis zum Storchennest am Sonntag würde stattfinden können. „Ich habe mir extra von allen Teilnehmern die Telefonnummern geben lassen, falls es regnet“, sagte er. Doch die Wandersleute wären schwer enttäuscht gewesen.

Manche wie Brigitte Mann, die aus Berlin-Köpenick ist, merken sich die Ausflugstermine schon lange im Kalender vor. Weil ihr Sohn in Bestensee zu Hause ist, fühlt sich die fast 90-Jährige auch im Dorf heimisch. „Außerdem sind wir nicht aus Zucker“, erklärte die Pätzer Ortsteilbürgermeisterin Annette Lehmann (Unabhängige Bürger) und spielte damit auf die angekündigten Fluten von oben an, die schließlich sogar als Hagelkörner herabfielen.

Purann erzählte, wie er im Winter ins Eis eingebrochen war

Doch auf diesen April, der am Sonntag seinem Ruf mehr als alle Ehre machte, waren die etwa 40 Leute gut vorbereitet: Bequeme, dichte Schuhe, Regenjacke, Mütze und Schirm – so konnte ihnen das Wetter nichts anhaben. Zumal gleich zu Beginn der Männer-Gesangsverein noch am Bahnhof in Bestensee mit seinen Liedern für ausgelassene Stimmung sorgte. Doch dann wurde es ernst, machte sich die bunte Schar auf den knapp sechs Kilometer langen Weg durch den Wustrocken, am Pätzer Vordersee entlang, weiter bis fast zum Lieper Graben, weiter zum Storchennest, durch die Dorfaue von Klein-Besten und schließlich zurück zum Bahnhof.

Am Ufer des Pätzer Vordersees hielt Wolfgang Purann seine Zuhörerschaft in Atem. Wenige Meter vom neu angelegten Wanderweg entfernt war er nämlich im Winter bei Eis und Schnee über den See auf Wanderschaft gegangen, allein, nur ausgerüstet mit seiner Kamera – und ins eiskalte Wasser eingebrochen. „Am Tag zuvor gab es noch eine Völkerwanderschaft übers Eis“, erzählte er. Dass inzwischen ein Fön eingesetzt hatte, habe ihn nicht gewarnt. „Seien Sie bloß nicht so leichtsinnig“, warnte er die Leute. Dann ging es weiter über eine Art Knüppelpfad durch seichtes Ufer-Gebiet. „Ich finde es so schön, dass man nicht nur zusammen wandert, sondern auch immer viel erfährt“, sagte Brigitte Mann.

Nächste Wanderung im Juni

Auf dem Gelände des Bestenseer Anglervereins warteten schon Peter Neumann und Karsten Seidel auf die Wanderer. Der Grill war längst angeschmissen und es brutzelten 50 Bratwürste vor sich hin. Dagmar Jaschen und andere fleißige Helfer hatten Stunden zuvor in der Küche gestanden, um für alle leckeren Kuchen zu backen. Der ging weg wie warme Semmeln. Drin im Anglerheim wurde heißer Kaffee ausgereicht. Der kam gerade recht, denn draußen zogen schwarze Wolken auf. Weit hinten auf dem See wurden zwei todesmutige Surfer beobachtet.

Wolfgang Purann zeigte sich am Ende der Wanderung enttäuscht, dass der Bestenseer Storch noch immer nicht eingetroffen ist. „Sonst war er schon immer Anfang April da“, sagte er. Einmal allerdings sei Adebar in diesem Jahr schon auf dem Nest gesichtet worden. Doch sei er wieder auf und davon geflogen. Das Nest steht seitdem leer. Purann schaut fast täglich nach ihm. Als Ortschronist ist er meist auf Pirsch. Dreimal im Jahr bietet er Wanderungen an. Die nächste wird im Juni sein – dann aber mit dem Fahrrad.

Von Andrea Müller

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