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Dahme-Spreewald Fünfzig Zentimeter zu viel
Lokales Dahme-Spreewald Fünfzig Zentimeter zu viel
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00:42 28.04.2018
Chris Halecker, Dezernent für Verkehr, Bauwesen und Umwelt, mit Angelika Konrad auf der Pferdekoppel mit dem umstrittenen Unterstand für die sechs Ponys. Quelle: Andrea Müller (2)
Kablow

Vor-Ort-Termin auf der Pferdekoppel von Angelika Konrad aus Kablow: Die Frau kämpft seit Jahren darum, dass der Pferdeunterstand für ihre sechs Ponys stehen bleiben darf. Jetzt soll mit dem zuständigen Dezernenten für Verkehr, Bauwesen und Umwelt, Chris Halecker (Linke), geklärt werden, ob es eine Kompromiss-Lösung geben kann oder der Carport abgebaut werden muss. Mit dabei sind auch Kreis-Pressesprecherin Heidrun Schaaf sowie die MAZ.

50 Zentimeter zu viel: Der Unterstand ist statt vier Meter 4,50 Meter tief und somit größer gebaut als genehmigt. Er muss nun bis 15. März 2018 abgerissen werden. Quelle: Andrea Müller

Angelika Konrad ist voller Hoffnung. Eigentlich hätte sie den Unterstand – den noch ihr verstorbener Mann errichtet hatte – schon bis zum 30. Juni dieses Jahres abreißen müssen. Der ganze Schriftverkehr mit dem Landkreis geht schon über Jahre. Bisher konnte keine für beide Seiten machbare Lösung gefunden werden. Denn zum einen ist Angelika Konrad nicht von Beruf Landwirtin, sondern betreibt die Landwirtschaft nur im Nebenerwerb. Die Tiere sind ein Hobby, werden aber unter anderem im Ort bei Festen für die Kinder eingesetzt. Konrad hängt sehr an den Tieren. „Sie sind für mich Familie“, sagt sie unumwunden. Nach einer Schilddrüsen-Operation ist sie nicht mehr voll arbeitsfähig und inzwischen berentet. Wäre sie Landwirtin wäre sie nach den Gesetzen privilegiert. Dann würde wohl nichts gegen diesen Unterstand für die Ponys sprechen. Zum anderen befinden sich ihre Koppeln und eben auch jener Carport im Außenbereich; obendrein in geschützter Natur.

Es lag keine Baugenehmigung vor

Halecker hat sämtliche Unterlagen dabei. Für ihn besteht kein Zweifel daran, dass das Bauwerk in einer Ecke der Koppel verschwinden muss. „Unsere Gesetze sind nun einmal so“, sagt er. Im Juli war noch einmal ein Kollege zu Angelika Konrad gekommen, um den Carport, der als Schutz vor Wind und Wetter für die Tiere genutzt wird, abzumessen. Heraus stellte sich, dass er statt sechs mal vier Meter sechs mal 4,50 Meter groß ist und somit 50 Zentimeter tiefer, als die Untere Naturschutzbehörde ihn bewilligt hatte. „Wenn er so errichtet gewesen wäre wie vorgeschrieben, hätten wir ihn dulden können“, sagt Halecker. In diesem Fall ginge das aber nicht. Er macht auch seinem Ärger darüber Luft, dass es diesen Vorgang seit Jahren gibt, aber nun so getan würde, als hätte man keine Zeit gehabt, die Sache irgendwie anders zu lösen. Halecker verweist zudem darauf, dass in der Genehmigung der Behörde darauf aufmerksam gemacht worden sei, dass andere Genehmigungen – explizit eine Baugenehmigung – einzuholen seien. Dies war nicht erfolgt. Gleichzeitig zeigt der Dezernent Verständnis für die persönlichen Lebensumstände der Frau. Deswegen verlängert er die Frist für den Abriss bis zum 15. März 2018. „Dann ist der Winter vorbei und Sie können nach einer anderen Lösung suchen“, so Halecker abschließend. Er empfiehlt der Kablowerin, sich zunächst an ihre Tierärztin und zudem an die Bauaufsicht zu wenden, um eine machbare Lösung für die Tiere zu finden. Abschaffen will sie Angelika Konrad auf keinen Fall.

Von Andrea Müller

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