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Dahme-Spreewald Für einen flexiblen Branchenmix im A10-Center
Lokales Dahme-Spreewald Für einen flexiblen Branchenmix im A10-Center
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00:31 23.10.2015
Im A10-Center soll es mehr Freiheit bei der Vermietung von Ladenflächen geben. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Wildau

Das A10-Center ist dem Teenager-Alter entwachsen. Im nächsten Jahr feiert es sein 20-jähriges Bestehen. Einer mehr als 60 Millionen Euro teuren Verjüngungskur wurde die Einkaufsmeile in den Jahren 2011/12 mit dem triangelförmigen Erweiterungsbau sowie der Rekonstruktion des „Altbaus“ bereits unterzogen. Neben den baulichen Veränderungen stehen aber die strukturellen noch aus. „Das betrifft vor allem flexible Sortimente“, sagt der Wildauer Bürgermeister Uwe Malich (Linke).

Kundenwünsche sind nicht statisch. Sie unterliegen einem ständigen Wandel. Das weiß niemand besser als Center-Manager Sven Schulze. „Wir wollen den Branchenmix künftig weitaus flexibler gestalten als es die aus dem Anfang der 90er Jahre stammende Baugenehmigung zulässt“, sagt Schulze. Damals habe der Internethandel noch kaum eine Rolle gespielt, während er heute mit seinen Öffnungszeiten rund um die Uhr „ein ernstzunehmender Konkurrent“ sei. Ohnehin habe sich der Wettbewerb rund um Wildau mit den Gropius-Passagen, der Mall of Berlin am Leipziger Platz sowie dem jetzt verkauften Südring-Center mit der Option einer Flächenerweiterung in Rangsdorf völlig verändert.

Zahlen und Fakten

Im September 1996 wurde das A10-Center in Wildau eröffnet.

Eigentümer ist die Deutsche Euroshop AG, die die Einkaufsmeile 2010 für 265 Millionen Euro erworben hat, nachdem der vorige Eigentümer 2009 Insolvenz anmelden musste.

Die Deutsche Euroshop AG ist an 19 Einkaufszentren in Deutschland, Polen, Ungarn und Österreich beteiligt. Das gilt auch für die Arkaden am Potsdamer Platz sowie an der Schönhauser Allee in Berlin.

Das A10-Center wird von der ECE betrieben, die der Familie Otto gehört.

Im April 2011 wurde der 60 Millionen Euro teure Erweiterungsbau eröffnet sowie im Juli 2012 die Rekonstruktion „des Altbaus“ abgeschlossen. Im Center befinden sich etwa 200 Fach- und Dienstleistungsgeschäfte.

Die Baugenehmigung des A10-Centers schreibt vor, dass eine Verkaufsfläche von insgesamt 66 000 Quadratmetern nicht überschritten werden darf. Außerdem ist die Vermietung für bestimmte Branchen streng limitiert und Schulze zufolge viel zu stark auf den Hardware-Bereich konzentriert. Im Center dürfen nur auf 19 000 Quadratmetern Verkaufsfläche Textilien und auf 2800 Quadratmetern Schuhe angeboten werden. Im Vergleich zu anderen großen Einkaufsmeilen, die gleichfalls an der Autobahn liegen, wie dem Leipziger „Nova Eventis“ mit einem Modeanteil von knapp 45 Prozent, ist dies sehr wenig. In den Innenstadt-Centern liegt er nicht selten bei 60 Prozent und mehr.

„Noch funktioniert das alles in Wildau, aber es gibt eine gewisse Tendenz“, sagt der Center-Manager. Vor allem mit einem noch größeren und bunteren Angebot an Bekleidung soll die Ausstrahlungskraft des Centers in das Berliner Umland bis nach Lübben, Ludwigsfelde und Fürstenwalde weiter erhöht werden. „Im Unterschied zu Berlin wird gerade im ländlichen Raum mit seinen langen Fahrtwegen der Internethandel immer populärer“, sagt Schulze. Aktuellen Studien zufolge setzen sich junge Menschen für Schulbedarf oder einfaches Computerzubehör nicht mehr ins Auto. Modische Bekleidung aber, die unter den Augen des Partners oder gemeinsam mit Freunden direkt vor Ort anprobiert werden kann, lockt auch die jüngere Generation in die Geschäfte.

„Mehr Flexibilität bei der Branchenbelegung erleichtert auch die Nachvermietung, wenn Verkaufsflächen freigezogen werden“, sagt der Center-Manager. Zumal in manchen Branchen nur zwei oder drei große Handelsketten auf dem Markt sind. Jetzt aber steht manchmal ein Shop frei, nur weil sich kein Nachmieter aus der jeweiligen Branche findet. Im Textilbereich jedoch gibt es genügend Interessenten, die aufgrund des Limits aber in Wildau nicht einziehen dürfen. Schulze: „Bei jetzt gebauten Einkaufszentren geht es nur noch um die Verkaufsflächen und überhaupt nicht mehr um den Mix“. Dennoch rechnet er damit, dass aufgrund des harten Wettbewerbs im Handel „der Widerstand aus Berlin nicht gerade klein sein wird.“ Davon geht auch Bürgermeister Malich aus: „Für die Änderung dieses Bebauungsplanes sind dicke Bretter zu bohren.“

Von Franziska Mohr

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