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Dahme-Spreewald Sky fordert saftige Preiserhöhung
Lokales Dahme-Spreewald Sky fordert saftige Preiserhöhung
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05:15 09.08.2014
Einer von den rund 30 Bildschirmen in der „Sydney-Sportsbar“ in Wildau. Quelle: Gerlinde Irmscher

Es ist die zweite Preiserhöhung innerhalb eines Jahres. Gastronomen, die den Bezahlsender Sky abonniert haben, um in ihren Kneipen und Restaurants Profifußballspiele live zu übertragen, müssen bei den ohnehin schon deftigen Preisen ab dem 1. September im Vergleich zum Vorjahr bis zu 60 Prozent mehr bezahlen. Um die Spiele trotzdem zeigen zu können, nehmen betroffene Wirte im Dahmeland-Fläming die Preiserhöhung murrend in Kauf.

Auf den Sender angewiesen

„Was soll man schon machen?“, fragt Steven Springer, Betreiber der „Sydney-Sportsbar“ in Wildau, der größten Einrichtung dieser Art in der Region. 200 Sitzplätze drinnen, 150 draußen, fast 30 Fernseher, die Bundesliga und Champions-League-Spiele übertragen. Fußballfans pilgern bis zu 50 Kilometer weit in seinen Laden. Der Gastronom sagt: „Ich bin auf Sky angewiesen. Ich habe keine Wahl.“

Rund 15000 Euro zahlt Steven Springer nun jährlich dafür, dass seine Gäste die Spiele verfolgen können. 2500 Euro mehr als bislang. Vor etwa zehn Jahren hat er das Sky-Abo abgeschlossen. Damals berappte er nur ein Viertel des heutigen Betrages. Auf die Getränke- und Essenspreise will er die Kosten dennoch nicht umlegen. „Die Leute haben bei den Gastro-Preisen eine gewisse Schmerzgrenze“, sagt er. Er fürchtet, wenn das Bier teurer wird, bleiben ihm die Gäste ganz weg.

Preiserhöhung durch teure Lizenzen

Die höheren Gebühren begründet die Sky-Unternehmensleitung mit steigenden Preisen für Lizenzen – und einem umfangreicheren Programm. Steven Springer hat das Schreiben, das darüber informiert, auf seinem Tresen deponiert. „Weil ich mich so geärgert habe“, erzählt er. Künftig kann der Wirt auch Golfspiele und das Wimbledon-Tennis-Turnier zeigen. „Golf“, sagt er, „also echt, wer will das denn hier sehen?“

Kneipen, die sich das teure Abo leisten, müssen das Geld erst einmal wieder einspielen. Thomas Ludwig, der die Ludwigsfelder Sportsbar „Luis Wonderbar“ betreibt, hat deshalb bereits im vergangenen Jahr die Notbremse gezogen und den Vertrag mit dem Bezahlsender gekündigt. „Die Kosten hatten sich auf einen Schlag verdoppelt“, erzählt er. Statt 250 Euro pro Monat sollte er 500 Euro bezahlen.

Echt Fans wollen nicht nur die großen Spiele sehen

Weil Sky die Rechte für die großen Spiele ans öffentlich-rechtliche Fernsehen verkauft, konnte Thomas Ludwig auch nach der Kündigung Fußball zeigen. Das Problem: Echte Fans wollen jedes Spiel sehen. Sie wollen es in Gesellschaft verfolgen und wenn die Bar um die Ecke das Programm nicht mehr anbietet, gehen sie eben woanders hin. So suchten sich auch viele von Thomas Ludwigs Gästen eine andere Kneipe. Der Wirt spielt deshalb mit dem Gedanken, in den sauren Apfel zu beißen, und Sky erneut zu abonnieren. Er sagt: „Da ist man als Sportsbar alternativlos.“

Von Marion Schulz

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