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Dahme-Spreewald Fußball beliebteste Sportart im Landkreis
Lokales Dahme-Spreewald Fußball beliebteste Sportart im Landkreis
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06:25 27.08.2016
Der SG Phönix Wildau kann sich schon bald über einen neuen Kunstrasenplatz freuen. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Königs Wusterhausen

Der Aufwärtstrend bei den Sportvereinen im Landkreis Dahme-Spreewald setzt sich fort: Mit Blick auf das Jahr 2015 verzeichnet der Kreissportbund einen Zuwachs von 643 Vereinsmitgliedern – und das obwohl die Zahl der Sportvereine seit 2014 leicht zurückgegangen ist. Grund hierfür waren im Wesentlichen Fusionen, insbesondere bei den Fußballvereinen.

Derzeit treiben in Dahme-Spreewald 19 270 Menschen, davon 12 279 Männer und 6991 Frauen, Sport in 178 Vereinen (Stand: Januar 2016). Dies geht aus dem aktuellen Bericht des Kreissportbundes (KSB) hervor, der der MAZ vorliegt. Knapp zwölf Prozent der Gesamtbevölkerung in der Region organisiert sich in Sportvereinen. Verglichen mit dem bundesweiten Organisationsgrad – dieser liegt im Schnitt bei 33 Prozent – hat der Landkreis Dahme-Spreewald jedoch Nachholbedarf.

Kinder stellen die größte Gruppe der Vereinsmitglieder

Die größte Gruppe der Mitglieder in hiesigen Sportvereinen sind Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren. Von ihnen sind 3855 im Sport organisiert. Die zweitgrößte Gruppe bilden die Senioren (60 Jahre und älter) mit 3285 Vereinsmitgliedern.

In anderen Altersklassen sind die Zahlen weniger erfreulich: In der Gruppe der 19- bis 21-Jährigen sinkt die Zahl der Vereinsmitglieder seit Jahren. Waren 2010 noch mehr als 1000 junge Erwachsene sportlich organisiert, sind es aktuell nur noch 642. Bei den 15- bis 18-Jährigen ist es unter anderem durch gezielte Angebote der Kreissportjugend gelungen, die rückläufige Entwicklung der vergangenen Jahre zu stoppen. Die Mitgliederzahlen bei den Jugendlichen stieg im Vergleich zu den Vorjahren sogar leicht an. Aktuell trainieren 1518 der 15- bis 18-Jährigen in Vereinen der Region. Im Vorjahr waren es 1422, 2014 noch 1362.

Integration durch Sport:

Die Kreissportjugend ist Stützpunkt für Integration. Darunter fällt die Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Migrationshintergrund, Asylbewerbern und Flüchtlingen.

Die Arbeit des KSB versucht zwei Ebenen zu bedienen: Angebote in den Wohnheimen Pätz, Waßmannsdorf, Lübben und Massow sowie das reguläre Training in den Vereinen. 

15 Sportvereine in Dahme-Spreewald beteiligen sich aktuell aktiv an der Integrationsarbeit.

Kooperationen zwischen Vereinen und Kitas werden angestoßen

Als beliebteste Sportart steht nach wie vor Fußball hoch im Kurs. Hier gibt es laut KSB-Geschäftsführer Stefan Winzig die meisten Mitgliedschaften. Besonders nachgefragt werden zudem Sportangebote im Vorschulbereich. Dem KSB-Geschäftsbericht zufolge gab es im Vorjahr „weiterhin Zuwächse bei den Kindern und den jüngeren Jugendlichen im Alter von einem bis 14 Jahren“. Weil die Nachfrage das vorhandene Sportangebot übersteigt, bemüht sich der Sportbund aktuell darum, weitere Kooperationen zwischen Vereinen und Kindergärten anzustoßen. Zusätzlich wolle man die Vereine dazu bewegen, künftig verstärkt Angebote im Mutter-Kind-Bereich vorzuhalten.

Ein ebenso wichtiges Thema für den KSB ist die Ertüchtigung der Vereinsheime und Sportplätze. Bis 2020 bezifferte KSB-Chef Winzig den Investitionsbedarf mit einem Mindestvolumen von fünf Millionen Euro. Um EU-Fördermittel, die über das Projekt „Goldener Plan Brandenburg“ für die Gebäudesanierung von Breitensportvereinen auf dem Land ausgegeben werden, hat sich der KSB mit sieben Maßnahmen in Höhe von knapp 800 000 Euro beworben. Ganz oben auf der Prioritätenliste steht die Sanierung des Vereinsgebäudes des SV Teupitz-Groß Köris. Die Fußballer des SG Phönix Wildau könnten sich 2017 über einen neuen Kunstrasenplatz freuen. Der Platz soll für 500 000 Euro erneuert werden. Weitere Bauprojekte sollen in den kommenden Jahren mit Fördermitteln des Kreises umgesetzt werden.

Von Josefine Sack

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