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Dahme-Spreewald Gartenfreunde feiern 35-jähriges Vereinsjubiläum
Lokales Dahme-Spreewald Gartenfreunde feiern 35-jähriges Vereinsjubiläum
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04:58 14.08.2017
Steffen Hanniske (l.) erzählte den Besuchern Wissenswertes über die Produktion von Honig und bienenfreundliche Gärten. Quelle: Heidrun Voigt
Zeuthen

Der Himmel war am Sonnabendvormittag grau bezogen und goss die Pflanzen reichlich. Das hielt viele Besucher aber nicht davon ab, die Gartentage zum 35-jährigen Bestehen des Vereins Gartenfreunde Zeuthen zu besuchen. Und gegen 12 Uhr kamen dann doch zaghaft die ersten Sonnenstrahlen durch.

Gründung vor 35 Jahren

Der Verein Gartenfreunde Zeuthen wurde 1982 gegründet. Durch die Gemeinde und die LPG wurden damals Splitterflächen zur Anlage von Kleingärten übergeben. Weitere Flächen kamen hinzu, so dass sich seit der Wende das Vereinsgelände entlang des Flut- und des Plumpengrabens über zwei Kilometer vom Gebäude der Zeuthener Feuerwehr bis nach Eichwalde hinzieht. Etwa 200 Parzellen gehören zurzeit zum Verein der Gartenfreunde Zeuthen, am Anfang waren es 23.

An einem Stand am Plumpengraben staunten die Besucher über die Tomatensorten von Hans Schick. Schwarzer Prinz, Zitronentomaten, Harzfeuer, Dattelwein, Wildtomaten – 24 Sorten hatte der Bestenseer aus seinem Garten mitgebracht. „Meine Lieblingssorte sind Fleischtomaten mit dünner Schale. Was zu viel ist, davon wird Tomatensaft gemacht“, sagte Hans Schick. Mit Wolfgang Gintaut war sich der Tomatenfachmann einig, dass die kleine Wildtomate am süßesten ist. Gintaut erzählte, dass er einer der Ersten war, die das Kleingartengelände vor 35 Jahren urbar gemacht haben. „Ich erinnere mich noch, dass gleich nebenan ein Betonlaster quer über den Acker fuhr, als ich grub“, so Gintaut. „Ich habe hier eine Menge erlebt. Selbst Enten sind durch meinen Garten geschwommen, als der Plumpengraben überlief.“

Über 500 Kakteen

Neben der Tomatengalerie gehörten Pflanzen, Vogelhäuser, Marmeladen und Honig zum Angebot an den Marktständen. Die Eichwalderin Sabine Haase präsentierte Kakteen und Sukkulenten und verwies darauf, dass sie am Tag der offenen Gärten ihr grünes Reich in der Wusterhausener Straße 30 in Eichwalde öffnen wird. Mehr als 500 Kakteen hat sie kultiviert. Bei Anna Elisabeth Melssen vom Siedlerverein Eichwalde bot Marmelade aus roten Weinberg-Pfirsichen und Holunderblütengelee an. Christel Wick aus Königs Wusterhausen kaufte sich bei Franz Heitzendorfer eine Sonnenbraut. „Ich habe eine gelbe und suchte schon lange eine rötliche. Sie liebt sandige Böden.“

Der stellvertretende Vereinsvorsitzende Steffen Hanniske hatte vor seinem Garten Bienenwaben aufgestellt, bot verschiedene Honigsorten an und erzählte den Besuchern Interessantes über Bienen und deren Produkte wie Wachs und Propolis. Einige Gärtnerfreunde luden zur Fachsimpelei in ihr grünes Refugium ein. Auf der Fläche 2 hatten sie Tische und Stühle rausgeräumt und kredenzten Kaffee und Kuchen. Die Besucher saßen im Sonnenschein und ließen sich Brombeertorte, Pflaumenkuchen, Johannisbeertorteletts und Käsekuchen schmecken.

Kaffee und Kuchen zum Gartenrundgang

Bettina Winkler und Edith Weikert hatten zu tun. Immer wieder lief Edith Weikert los und machte frischen Kaffee. Zwischendurch stellte sie Besuchern noch ihren Garten vor. Sonnenhut, Rosen, Phlox und Erika säumten den Weg. Katrin Kaster aus Berlin und Antje Standke aus Schwerin schauten sich interessiert um. „Das hier ist Berufskraut, das ist ein gutes Gewürz mit pfeffrigem Geschmack, und das Weidenröschen ist gut für Harnwege“, erzählte Katrin Kaster, die sich mit Kräutern gut auskennt.

Auf der Festwiese gab es ein buntes Angebot für die jüngsten Besucher. Dort konnten sie beispielsweise auf Pferden reiten. Mit einem Frühschoppen und Musik am Vereinshaus fanden die Gartentage am Sonntagvormittag dann ihren Abschluss.

Von Heidrun Voigt

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