Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Gartenlesung mit Adam und Eva
Lokales Dahme-Spreewald Gartenlesung mit Adam und Eva
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:40 15.08.2016
Simone Kabst und Uve Teschner lasen hervorragend. Quelle: Heidrun Voigt
Anzeige
Zeuthen

Mal sind sie verwunschen, mal akkurat, mal wild, mal urban, aber immer sind Gärten Oasen der Ruhe. Oder doch nicht? Für Adam zumindest war es mit der Ruhe vorbei, nachdem dieses „Geschöpf auftauchte, das immer nur redet und alles benennt“. So zu lesen in den „Tagebüchern von Adam und Eva“. Mark Twain hat einen Blick in den Garten Eden geworfen und die ersten Menschen belauscht. Herausgekommen ist eine wunderbar heitere Geschichte über Geschlechterklischees. Originell und pointenreich enthüllt der Autor, was im Paradies vor sich ging.

Simona Kabst und Uve Teschner lasen aus den Tagebüchern am Sonntagnachmittag im Rahmen der Gartenlesungen des Eichwalder Vereins „Kind & Kegel“. Im grünen Reich der Familie Hassler in Zeuthen trugen die Schauspieler, die am Stück verfassten Tagebücher im Wechsel vor. Simone Kabst, die in Stuttgart an der Kunsthochschule studiert hat, überzeugte mit Evas humorvollen Ansichten zu männlichen Eigenarten. Spielerisch leicht gelang der Schauspielerin die Balance zwischen Naivität und Klugheit. Uve Teschner traf mit zurückhaltender Mimik und Gestik und seiner subtilen Stimmmodulation genau den richtigen Adam-Ton. Nach dem Blick in den Garten Eden gab es noch Twains Kurzgeschichte „Mrs. McWilliams und der Blitz“. Auch hier nimmt der Autor humorvoll grotesk eine Beziehung aufs Korn.

Das Publikum spendete viel Applaus. Quelle: Heidrun Voigt

Gartentipps in der Pause

„Es ist eine wunderbare Lesung. Ich habe im letzten Jahr Twains Biografie gelesen, die mich stark beeindruckt hat, deshalb wollte ich das heute unbedingt miterleben“, erzählte Eva Bauer-Leinhase. Hartmut Spaethe lobte insbesondere das professionelle Auftreten der Lesenden. Der Zeuthener staunte auch, wie gut der Garten von Gastgeber Jörg Hassler in Schuss ist. In der Pause flanierten die Besucher zwischen Phlox, Sonnenhut, Lavendel und zahlreichen anderen Sommerblumen. Jörg Hassler gab den einen und anderen Tipp. „Das ist marokkanische Minze, die ist besonders stark, und wenn Sie von dem Salbei dort ein Blatt auf Grillkäse legen und das mit Schinken umwickeln – köstlich.“ Ihren Garten haben die Hasslers gern für die Lesung zur Verfügung gestellt. „Ich wurde vom Zeuthener Kulturverein angesprochen und bin schon immer offen für alles. Arbeit hatte ich nicht, habe nur den Rasen gemäht“, erzählte der Gastgeber. Augenzwinkernd meinte er, die Männer kämen ja bei der Geschichte schlecht weg, aber die Lesung sei dennoch gut.

Organisatorin Christine Schlosser lobte die Zusammenarbeit mit den Gartenbesitzern, die ihre Oasen regelmäßig für Literaturliebhaber öffnen. „Wir möchten uns dafür bei allen herzlich bedanken. Und wer ebenfalls Lust hat mitzumachen, kann sich gern bei uns melden“, sagte sie.

Die letzte und dritte Lesung der Reihe in diesem Jahr findet am 28. August im Pfarrgarten der St. Antonius Gemeinde in der Wusterhausener Straße 33 in Eichwalde statt. Der Schauspieler Hans-Jochen Röhrig wird aus Theodor Fontanes „Stechlin“ lesen. Begleitet wird er von Eva Cuth an der Harfe.

Von Heidrun Voigt

Dahme-Spreewald Teltow-Fläming: Polizeibericht vom 15. August - Rinderherde ausgebrochen

Zwei Frauen haben am Montagmorgen die Polizei gerufen, weil sie eine ausgebrochene Rinderherde an der Straße von Schiaß nach Jütchendorf bemerkten. Der von der Polizei gerufene Halter der etwa 100 Tiere war überrascht, wie seine Herde aus der umzäumten Herde ausbrechen konnte.

15.08.2016

Zwei Jugendliche haben am Sonntagabend für einige Schreckmomente auf der A10 bei Niederlehme (Dahme-Spreewald) gesorgt. Gleich mehrere Autofahrer hatten sich bei der Polizei gemeldet, weil sie auf einer Brücke zwei dunkel gekleidete Personen gesehen hatten, die mit einer Pistole auf Autos zielten. Erschreckend ist das Alter der Täter.

15.08.2016
Teltow-Fläming MAZ-Fachgespräch mit Taxifahrer Axel Hupka - „Du musst Diesel im Blut haben“

Einmal zum Flughafen, bitte. Axel Hupka hat diesen Satz schon hunderte Mal gehört. Der Ludwigsfelder ist seit mehr als zehn Jahren Taxifahrer. Im MAZ-Fachgespräch erzählt er von gesprächigen Kunden, Arbeitseinsätzen am Silvesterabend und den Eigenheiten seines Autos.

15.08.2016
Anzeige