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10:15 16.11.2017
Cornelia Rußig sittet Hunde in Blossin und Umgebung. Sie hilft damit vielen Tierliebhabern. Quelle: Andrea Müller
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Blossin

Ob November, April oder Juli, ob Regen oder Sonnenschein – Cornelia Rußig muss bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit raus. Das hat sich die 45-Jährige selbst so ausgesucht: Sie ist Hundesitterin von Beruf.

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Cornelia Rußig hat ihr Hobby zum Beruf gemacht und betreut Hunde und Katzen professionell

Simba, ein Hovawart-Berner-Sennen-Mischling, und Asta, eine kanadische Schäferhündin, sind an diesem grauen Novembermorgen schon sehr ungeduldig. Mit einem Sprung sind die beiden Vierbeiner im Kofferraum des geräumigen Opel. „Asta ist etwas schwierig“, weiß Rußig. Deswegen fährt sie lieber mit den Tieren bis zum Dorfrand. Am Wolziger See sind Simba und Asta nicht mehr zu halten. Mit einem großen Satz ist die weiße Schäferhündin im Wasser. Begeistert holt sie ein Stöckchen nach dem anderen aus dem See. Simba hingegen scheut das Nass. Vergeblich versucht sein Frauchen, ihn zum Sprung ins Wasser zu bewegen. Denkste! Stattdessen klaut der braune Riese der Hündin den Stock direkt aus dem Maul.

Alles in Ruhe vorbereitet

Cornelia Rußig war früher Haushaltshilfe. Auch hier hatte sie Hunde betreut. „Daher kam die Idee, sich damit selbstständig zu machen“, sagt sie. Dann habe sie alles in Ruhe vorbereitet, anschließend Ehemann und Sohn in die Pläne eingeweiht und schließlich den Sachkundenachweis für Kleintiere inklusive Schulung und Prüfung erbracht. Auf diese Weise habe sie nun ihr Hobby zum Beruf gemacht. „Ich lebe, was ich liebe“, bringt sie es auf den Punkt.

Asta und Simba sind weit voraus gelaufen. Sie kennen die Runde am See. Offensichtlich hat es sie zu den beiden Pferden gezogen, die am Dorfrand auf der Koppel stehen. Für die beiden großen und die etwas kleineren Vierbeiner hat Cornelia Rußig immer etwas in ihrer Gürteltasche. Simba kennt die Quelle und versucht sich ungebeten zu bedienen. Energisch wird der Rüde von Rußig in die Schranken gewiesen. Für einen Moment weicht der Hovawart-Berner-Sennenhund. Dennoch wagt er einen zweiten und dritten Versuch. „Nix da“, meint Rußig und verschließt die Leckerli hinter dem Reißverschluss. Was sie in der Hand hält, bekommen die Pferde.

Zunächst ein Hausbesuch

Bevor Cornelia Rußig Hunde von fremden Leuten sittet, werden die Tierhalter zu Hause besucht. „So lerne ich das zu betreuende Tier kennen“, erläutert die Blossinerin. Zugleich könne sie sich ein Bild von Haltung und Erziehung des Hundes machen. Die Besitzer müssten zudem einen Fragebogen ausfüllen.

Hinter dem beruflichen Neuanfang standen menschliche Enttäuschungen. „Tiere sind wie sie sind. Die machen einem nichts vor“, sagt sie. Wenn Rußig nicht wäre, würden viele Hunde rund um Blossin und bis nach Königs Wusterhausen und Bestensee den lieben langen Tag allein sein. „Ich freue mich, wenn ich den Hunden eine Freude machen kann“, meint die Hundesitterin. Allerdings gesteht sie durchaus ein, dass es ihr nicht immer leicht fällt, bei Wind und Wetter hinaus zu müssen. Bisher hat sie nur einmal den Dienst nicht angetreten. Das war, als der Sturm am Abend Bäume wie Streichhölzer umknicken ließ. Natürlich sei die Hundebesitzerin nicht begeistert gewesen. Sonst aber gibt es kein Pardon. „Krank sein geht nicht“, so Cornelia Rußig. Ihr Vier-Pfoten-Express hat sich inzwischen über Mundpropaganda herum gesprochen. Auch über eine eigene Facebook-Seite kann man die Dienstleistung der Blossinerin finden. „Seit November habe ich jetzt noch Katzen dazu genommen“, sagt Rußig. Die versorge sie auf Wunsch im eigenen Zuhause.

Asta und Simba haben sich inzwischen ausgetobt, den kleinen Beagle am Wegesrand verbellt und noch ein Bad im See genommen. Mit einem Sprung sind sie wieder im Opel. Daheim angekommen gibt es wohl verdientes Futter.

Von Andrea Müller

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