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Dahme-Spreewald Gastronom bietet Gästen Gratis-Stromtankstelle
Lokales Dahme-Spreewald Gastronom bietet Gästen Gratis-Stromtankstelle
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00:16 16.01.2018
Daniel Reuner an der mit zwei Steckern ausgestatteten Ladestation für Elektroautos. Quelle: foto: Frank Pechhold
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Zossen

Die erste Ladestation für Elektroautos in Zossen ist in Betrieb. Gäste des Hotel-Restaurants Reuner können kostenlos Strom zapfen, andere Bürger auf Nachfrage gegen einen kleinen Obolus. Mit diesem Angebot ist Gastronom Daniel Reuner Vorreiter in Zossen. Er sieht in Sachen E-Mobilität vor allem Land und Kommunen in der Pflicht.

„Man braucht nur den Schlauch in den Tank zu stecken und der Strom fließt“, so Reuner. 5000 Euro kostete die Ladestation. Sie besteht aus Stromleitung, Verteilerkasten, Ladesäule, zwei Kabelschläuchen mit Steckern. Der linke Schlauchstecker ist nur für Elektroautos von Tesla geeignet, der rechte auch für andere Fahrzeuge. „Wir haben uns für Typ-2-Stecker entschieden“, sagt Reuner. Die entsprächen der EU-Norm, seien für alle Neufahrzeuge geeignet. Besitzer älterer, für Typ-1-Stecker ausgelegte Autos brauchen einen Adapter. Der Ladevorgang für eine volle Tankfüllung dauert je nach Akku-Größe drei bis sechs Stunden. Hotel-Gäste können also die Akkus ihrer Autos im Schlaf aufladen. „Dieser Service ist für alle Gäste kostenlos, weil wir den Strom in unserem Blockheizkraftwerk als nützliches Abfallprodukt selbst erzeugen“.

Vor allem Land und Kommunen sind in der Pflicht

Als Vizepräsident des Deutschen Hotel und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga) weiß Reuner, dass viele Kollegen darüber nachdenken, Elektro-Ladestationen anzubieten. Beispielsweise stünden vor dem Van der Valk-Hotel Berlin-Brandenburg in Dahlewitz Schnellladesäulen, an denen der Akku in 15  bis 20 Minuten zu rund 70 Prozent mit Strom aufgefüllt wird. Weitere Hoteliers oder Gastronomen aus dem Landkreis Teltow-Fläming, die so einen Service anbieten, kenne er nicht, sagt Reuner.

Ohnehin sehe er in Sachen Elektromobilität vor allem Land und Kommunen in der Pflicht. Diesbezüglich hätten Dehoga-Vertreter Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) Anfang des Jahres angesprochen. Gut wäre es, wenn Brandenburg nicht nur wie angekündigt kostenlose W-Lan-Hotspots an öffentlichen Orten einrichten, sondern hier auch zusätzlich Stromtankstellen errichten würde.

Trebbin ist das Paradebeispiel

„Es ist zu spüren, dass auch Kommunen zunehmend darüber nachdenken“, so Daniel Reuner. Wenn im Rathaus jemand sitze, der das gut findet, wird es voran getrieben. Das Paradebeispiel sei Trebbin. Hier setze Bürgermeister Thomas Berger (CDU) auf Elektromobilität. In der Stadt stünden öffentliche Säulen. „Da steckt man Geld rein und kriegt Strom dafür.“

„In Zossen ist eine Elektro-Tankstelle am E-Werk vorgesehen“, so Bürgermeisterin Michaela Schreiber (Plan B) auf Nachfrage. Standort der zunächst nur für Elektroboote gedachten Stromabnahmestelle ist der im Bau befindliche Notte-Hafen. Nach der Klärung aller rechtlichen Fragen sollen auch Pkw an der Notte Strom tanken können.

Baruth hat drei Elektroladestationen bestellt

„Wir haben drei mit Fördermitteln finanzierte Elektroladestationen bestellt“, sagte der Baruther Bürgermeister Peter Ilk (parteilos) der MAZ. Standorte für die Stromzapfsäulen sind das Rathaus in Baruth, das Museumsdorf Glashütte und das Sportzentrum in Petkus.

Von Frank Pechhold

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