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Dahme-Spreewald Gebaut für die Zukunft
Lokales Dahme-Spreewald Gebaut für die Zukunft
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05:15 25.10.2016
Hinter dem Amtsgericht in Wildau wird der dreigeschossige Neubau errichtet. Baustart soll noch in diesem Jahr sein. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Wildau

Die Wildauer Wohnungsbaugesellschaft, Wiwo, errichtet hinter dem Amtsgericht in der Friedrich-Engels-Straße einen dreigeschossigen Neubau, der zunächst als Gemeinschaftsunterkunft für Asylbewerber und Flüchtlinge genutzt werden soll. Danach sollen die 54 Einzimmer-Apartments an Studenten vermietet werden.

Baustart noch in diesem Jahr

Wiwo-Geschäftsführer Frank Kerber rechnet in diesen Tagen mit der Baugenehmigung, Baustart werde noch in diesem Jahr sein, sagte Kerber der MAZ. Die Flüchtlingsunterkunft soll zum 1. November 2017 bezugsfertig sein. 144 Plätze sind vorgesehen. Der Landkreis mietet das Objekt für drei Jahre und hat eine Option für weitere zwei Jahre. Anschließend werden die 24-Quadratmeter Apartments vermietet. Laut Kerber sei das vor allem ein Angebot für Studenten, aber auch für andere Interessenten, die auf der Suche nach einer kleinen Wohnung sind: „Der Bedarf dafür ist groß.“

Langfristige Strategie des Kreises

Für den Landkreis Dahme-Spreewald ist das Vorhaben Teil einer langfristigen Strategie, wie Sozialdezernent Carsten Saß (CDU) am Montag sagte. „Wir wollen Wohnraum schaffen für die Flüchtlinge und für die eigene Bevölkerung.“ Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungen würden besonders im Nordkreis benötigt, der infrastrukturell gut angebunden sei. Deshalb sei die Wahl auf Wildau gefallen.

Weniger Flüchtlinge als erwartet

Dahme-Spreewald hat in diesem Jahr bisher 570 Flüchtlinge aufgenommen, weitere 648 sollen es laut Prognose der Landesregierung in diesem Jahr noch sein. Saß rechnet nicht damit, dass diese Zahl erreicht wird. In den zurückliegenden beiden Quartalen kamen nur noch 44 Flüchtlinge nach Dahme-Spreewald. Zum Vergleich: im vorigen Jahr waren es 1800.

Sozialdezernent Carsten Saß (CDU). Quelle: Oliver Fischer

„Das positive an diesem Trend ist, dass wir uns jetzt darum kümmern können, was wichtig ist – um die Intergration“, sagte Saß. Die Neuankömmlinge müssten die deutsche Sprache lernen, möglichst in Wohnungen untergebracht werden und Arbeit finden. Derzeit leben im Landkreis 467 anerkannte Asylbewerber und 1317 Menschen, deren Asylantrag noch läuft.

Keine Notunterkünfte mehr

Nach Ansicht von Carsten Saß wird Dahme-Spreewald die Aufnahmezahlen vom vorigen Jahr nicht mehr erreichen. Eine Prognose des Landes für 2017 gebe es aber noch nicht. Die beiden Notunterkünfte würden nicht mehr gebraucht. Die Einrichtung im Schönefelder Ortsteil Waßmannsdorf ist schon im Mai geschlossen worden. Der Mietvertrag für die Notunterkunft im Königs-Wusterhausener Ortsteil in Zeesen mit 276 Plätzen läuft Ende des Jahres aus und wird vom Landkreis nicht verlängert. Carsten Saß sagte, dass die anerkannten Asylbewerber so weit geleitet werden soll, dass sie auf eigenen Füßen stehen können. „Da hilft auch eigener Wohnraum.“

Integrationsplan für Königs Wusterhausen

Im Königs-Wusterhausener Rathaus ist auf Beschluss des Stadtverordnetenversammlung eigens eine Stelle für Asyl- und Flüchtlingsangelegenheiten geschaffen worden. Sie ist auf zwei Jahre befristet (MAZ berichtete). Beauftragte Janneke Stein will zum Jahresende einen Integrationsplan vorlegen. Im November gibt es eine weitere Veranstaltung zur Eingliederung ausländischer Fachkräfte in den hiesigen Arbeitsmarkt. Arbeitgeber werden dort mit allen nötigen Informationen versorgt. Janneke Stein berichtete von einem großen Interesse auf Seiten der Unternehmen.

Hintergrund

Für den Neubau der Gemeinschaftsunterkunft in Wildau haben der Landkreis und die Wildauer Wohnungsgesellschaft einen Mietvorvertrag abgeschlossen.

Geplant ist ein massiver, dreigeschossiger Bau für eine langfristige Nutzung.

Es entstehen 54 Einzimmer-Wohnungen, je rund 24 Quadratmeter groß, mit eigener Küche und Sanitärbereich.

Der Landkreis mietet das Objekt zur Unterbringung von Asylbewerbern und Flüchtlingen für drei Jahre mit Option auf zwei weitere Jahre. Danach werden die Wohnungen an Studenten und andere Interessenten vermietet.

Von Frank Pawlowskui

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