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Gemeinde will Allee erhalten

Zeuthen kämpft für 236 Bäume Gemeinde will Allee erhalten

An der Landesstraße L401 in Zeuthen – vom Goethebogen bis zur Ortsgrenze zu Eichwalde – sollen nach den Plänen des Landesbetriebes Straßenwesen alle 236 Alleebäume fallen. Die Gemeindevertreter wollen das verhindern. Ein Fachplaner soll die Gemeinde nun unterstützen.

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Die Gemeinde will sich gegen die geplante Fällung der Alleebäume wehren.

Quelle: Uta Schmidt

Zeuthen. Kaum ein Thema in der Gemeinde Zeuthen lässt die Wogen so hoch schlagen wie der seit Jahren geforderte Ausbau der Landesstraße L 401. Einerseits präsentiert sich die Ortsdurchfahrt als Holperpiste mit Kopfsteinpflaster, andererseits prägt sie mit einem schattigem Baumbestand maßgeblich das Ortsbild.

Nach den Plänen des Landesbetriebes Straßenwesen soll der letzte Trassenabschnitt – zwischen dem Goethebogen unweit des Rathauses und der Ortsgrenze zu Eichwalde – ab dem Jahr 2018 mit einem begleitenden Geh- und Radweg grundhaft erneuert werden.

Eigentlich eine frohe Botschaft für die Zeuthener, wären da nicht die im Ortsentwicklungsausschuss vorgestellten Pläne, die eine Fällung von 236 alten Alleebäumen vorsehen (die MAZ berichtete). Diese sei nötig, um den Ausbau der Ortsdurchfahrt auf 6,50 Meter zu gewährleisten, hieß es im Ausschuss. Ein Vorhaben, das nun auch auf der Gemeindevertretersitzung am Mittwochabend die Wogen der Entrüstung hoch schlagen ließ.

Mit Unverständnis begegnete Gemeindevertreter Joans Reif (Grüne) einem bereits dem Landesstraßenbetrieb signalisierten Votum, der Baumfällung unter der Maßgabe der einseitigen Neupflanzung zuzustimmen. Dieses war das Ergebnis der Variantendiskussion im Fachausschuss, bei der sich die Ausschussmitglieder zwar einhellig für die Erhaltung der Allee aussprachen, aber das Straßenbauvorhaben nicht gänzlich gefährden wollten.

„Wir können uns nicht erpressen lassen“, so Reif. Die Fraktionsgemeinschaft Grüne/FDP brachte eine Beschlussvorlage ein, nach der die Verwaltung zeitnah ein Gutachten zur Alleenerhaltung erarbeiten lassen soll. Die Beseitigung der Allee würde zu einem erheblichen Eingriff in das Ortsbild führen, heißt es darin. Nur ein unabhängiges Gutachten könne wirklich klären, ob die Allee zu erhalten ist und welche Möglichkeiten bestehen, diese im auszubauenden Abschnitt der L 401 dauerhaft zu sichern. Reif regte an, darin gleichzeitig die für einen Ausbau tatsächlich nötige Breite untersuchen zu lassen. Die Straßenbreite variiere in diesem Abschnitt bis 15 Meter. Am eng gefassten Profil und der damit verbundenen Notwendigkeit der generellen Fällung habe seine Fraktion Zweifel.

Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) kündigte an, sich gegen den Kahlschlag wehren zu wollen. Landrat Stephan Loge (SPD) hätte bereits seine Unterstützung für die Erhaltung der Allee bekundet. Sie befürchte allerdings, dass die Erarbeitung eines Gutachtens zu viel Zeit in Anspruch nehmen und die Gemeinde nicht mehr vom 100-Millionen-Programm des Landes profitieren würde.

Die Mehrheit der Gemeindevertreter votierte schließlich für einen geänderten Beschlussvorschlag durch die CDU-Fraktion. Demnach soll zwar kein Gutachten zum Ausbau der L 401 beauftragt werden, aber ein Fachplaner die Gemeinde bei den Verhandlungen mit dem Landesbetrieb unterstützen. Ziel sei in jedem Fall die Erhaltung der Allee.

Von Uta Schmidt

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