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Gemeinsamer Schulbezirk wird geprüft

Zeuthen, Eichwalde Schulzendorf Gemeinsamer Schulbezirk wird geprüft

Zum ersten Mal haben sich jetzt die Regionalausschüsse der drei Gemeinden Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf getroffen. Erstes Ergebnis: Die Gemeinden wollen bei der Schulpolitik kooperieren und planen einen gemeinsamen Schulbezirk.

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Die Leiter der Regionalausschüsse, Wolfgang Burmeister, Andreas Körner und Karl-Uwe Fuchs (vl.).

Quelle: foto: schmidt

Zeuthen. Die erste gemeinsame Tagung der Regionalausschüsse von Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf startete noch etwas holprig: Die Gemeindevertreter aus Schulzendorf hatten erst zwei Tage vor der Sitzung am Mittwoch die Tagesordnung erhalten und waren somit aufgrund der Ladungsfrist „formal“ nicht eingeladen worden. Auch organisatorische Fragen etwa über das Geschäftsordnungsverfahren oder die Suche nach gemeinsamen Tagungsterminen in wechselnden Orten musste zunächst abgeklärt werden, bevor das Gremium mit der Sacharbeit beginnen konnte. Eichwaldes Bürgermeister Bernd Speer (parteilos) dazu: „Wenn man was neu macht, passieren auch Fehler. Wir sollten daraus lernen“.

Gemeindevertreter betreten Neuland

Tatsächlich betreten die Gemeindevertreter aus Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf mit dieser Zusammenarbeit in drei Fachausschüssen über Ortsgrenzen hinweg Neuland – auch im Landesmaßstab. Ziel ist es, die drängendsten Fragen im gemeinsamen Siedlungsgebiet nicht mehr nur parallel voneinander, sondern miteinander zu klären. Wolfgang Burmeister (Grüne) aus Eichwalde erläuterte, dass dazu zunächst in jeder Gemeinde ein separater Regionalausschuss gegründet werden musste. Das Spektrum der zu lösenden Aufgaben reiche in allen drei Kommunen von der Verkehrsinfrastruktur über die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bis zur Aufstellung eines gemeinsamen Flächennutzungsplans. Es ginge zudem um den Ausbau von Kita- und Schulplätzen, der besseren Zusammenarbeit der Verwaltungen, der Erarbeitung gemeinsamer Strategien hinsichtlich des BER und vieles mehr. Deshalb wurde bereits auf der ersten Tagung eins der wichtigsten Problemfelder in Angriff genommen: der Schaffung neuer Grundschulplätze, um den steigenden Bedarf auch in Zukunft zu decken. In allen drei Gemeinden platzen die Grundschulen aufgrund des unverminderten Zuzugs junger Familien aus allen Nähten. Erstmals wurden in diesem Jahr vier erste Klassen in Eichwalde eingeschult, in Zeuthen waren es fünf und in Schulzendorf drei. Die Eichwalder planen deshalb eine Investition von drei Millionen Euro in ihren Grundschulstandort in der Stubenrauchstraße.

Idee: Eine Schule für alle drei Gemeinden

„Wir haben in Zeuthen die Idee entwickelt, eine neue Schule für alle drei Orte zu bauen“, so Karl-Uwe Fuchs (FDP). Nun müsse die Frage geklärt werden, ob das rechtlich möglich und von den drei Gemeinden gewollt sei.

Als sachkundiger Gesprächspartner erläuterte Stefan Görnert, Amtsleiter für Bildung im Landkreis, die aktuelle Schulermittlungsplanung und Schülerzahlprognosen. Demnach würden in Zeuthen, Eichwalde, Wildau und Schulzendorf pro Jahr 300 neue Grundschüler eingeschult, bis zum Jahr 2020 werden es 340. „Wir wissen, dass die Landesprognosen konservativ und nicht punktgenau sind“, so Görnert. Allein Zeuthen zählt pro Jahrgang 100 Schüler in der Grundschule. „Eine Schulerweiterung sehen wir aber aufgrund des jetzt schon großen Standorts kritisch“, so Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Eine Lösung könnte ein dreizügiger Neubau gemeinsam mit den Nachbargemeinden sein. Görnert kündigte an, sich im Landesbildungsministerium über Fördermittel und die rechtlichen Möglichkeiten zur Bildung eines gemeinsamen Schulbezirks kundig machen zu wollen. Die Vertreter der drei Regionalausschüsse beauftragten ihre Verwaltungen mit der rechtlichen Abklärung zur Schaffung eines gemeinsamen Schulbezirks sowie der Auflistung des künftigen Bedarfs anhand exakter Schülerprognosezahlen. Das Thema soll auf der nächsten gemeinsamen Tagung am 17. Februar weiter beraten werden. „Joachim Kolberg (CDU) aus Schulzendorf: „Das ist ein wichtiges Signal an die Bürger und zeigt, dass wir von Anfang an drängende Fragen aufgreifen“.

Weiteres Thema: Wohnungen

Thema war zudem die Schulzendorfer Machbarkeitsstudie zur Wohnraumversorgung. Am Freitagabend sollte dazu das Thema „Bezahlbares und generationengerechtes Wohnen“ in Eichwalde. Schulzendorf und Zeuthen bei einem Forum mit Gemeindevertretern der WIE-Fraktion und der Grünen sowie Experten der Wohnungswirtschaft und interessierte Bürger in der Alten Feuerwache von Eichwalde beraten werden. Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Von Uta Schmidt

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