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Gemeinschaft in der Handarbeitsgruppe

Tornow Gemeinschaft in der Handarbeitsgruppe

Alle zwei Wochen trifft sich in Tornow die Handarbeitsgruppe. Die zwölf Frauen häkeln, stricken und nähen gemeinsam, genießen aber vor allem den Austausch untereinander. Zudem engagieren sie sich für Senioren im Ort und beteiligen sich regelmäßig an Märkten in der Region.

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Karin Kernbaum und Gisela Kruyff bei der Handarbeit.

Quelle: Dörthe Ziemer

Tornow. Das Klappern von Strick- und Häkelnadeln ist an diesem Nachmittag bei der Handarbeitsgruppe Tornow nur ganz selten zu hören. Das liegt nicht daran, dass die zehn Damen nicht fleißig wären. Aber die Gespräche, die kreuz und quer über den großen Tisch im Gemeinderaum der Tornower Feuerwehr geführt werden, und das Klappern von Kaffeetassen sind lauter als das feine, metallene Klicken des Handwerkszeugs.

Alle zwei Wochen, immer mittwochs um 15 Uhr, treffen sich die Frauen zum gemeinsamen Häkeln, Stricken, Nähen und Basteln. Jeder bringt mit, woran er gerade zu Hause arbeitet: Schal mit Fuchskopf und -schwanz an den Enden, Mütze, Babyjäckchen. Aber auch Ideen für gemeinsame Projekte werden geschmiedet. Mit ihrer Handarbeitskunst überraschen die Damen die Senioren des Amtes Schenkenländchen: Im vergangenen Jahr gab es kleine Weihnachtsmänner auf Sektflaschen für die Rentner bei der Seniorenweihnachtsfeier. Und für die Bewohner des Seniorenzentrums in Groß Köris gab es Oster-Deko.

Frauen denken bereits an Ostern

Dabei wird, beinahe wie in der Schokoladenproduktion, in der Vorweihnachtszeit schon an Ostern gedacht. Karin Kernbaum schiebt ihrem Gegenüber Elisabeth Fiol eine Handarbeitszeitschrift mit Ideen rüber – Häkeldeckchen oder gestrickte Küken oder umhäkelte Eier? Die rund 100 Deko-Stücke sollen schließlich rechtzeitig fertig werden. Etwa drei Stunden benötigten die Frauen für das kleine Geschenk für die diesjährige Seniorenweihnachtsfeier. Was es ist, soll jedoch noch geheim bleiben.

Aber auch an ganz großen Projekten arbeiten die Handarbeitsdamen von Tornow, wie dem eingestrickten Fahrrad, das sie an prominenter Stelle an der Kreuzung Bahnhofstraße/Buchholzer Straße in Teupitz platziert haben. Das Fahrrad ist ein toller, bunter Hingucker und macht nebenbei auch Werbung für die Gruppe und für die Handarbeit insgesamt. Denn es könnten schon noch mehr als ein Dutzend Handarbeitsfans werden, die sich in Tornow treffen.

Gruppe vor vier Jahren gegründet

Angefangen hat die Gruppe mit einer Handvoll Interessierter vor vier Jahren. Damals ließ sich Doris Kulms von ihrer Schwester, die in Düsseldorf eine Handarbeitsgruppe mit rund 40 Mitgliedern leitet, anstiften. Ob das auch hier auf dem Lande funktionieren würde? Sie besprach ihre Idee mit der Teupitzer Stadtverordneten Barbara Löwe, es wurde ein Raum gefunden und seitdem wird alle 14 Tage gemeinsam gehäkelt und gestrickt, dazu gibt es Kaffee und selbst gebackenen Kuchen.

Dabei ist, so betonen es alle Damen, die Gemeinschaft genauso wichtig wie die Handarbeit. „Das Reden und dass man sich beim anderen etwas abschauen kann, das macht diese Gemeinschaft aus“, erklärt die Gründerin. Gemeinsam sind sie auf den Märkten der Region vertreten – Kreativmarkt in Teupitz, Weihnachtsmärkte in den Nachbarorten. „Die Leute wissen immer schon, dass wir kommen“, erzählt Karin Kernbaum über die Kundschaft auf den Märkten. Immer wieder würden Bestellungen aufgegeben für individuelle Stücke. Manche Kunden empfehle sie an Kolleginnen weiter, die eine bestimmte Technik besonders gut beherrschen.

Ein Herz für Handarbeit

Am meisten freuten sie sich, sagen die Damen unisono, über Menschen, die mit Herz kaufen und Wert auf Handgemachtes legen. Das seien besonders häufig junge Männer zwischen 20 und 30 und ältere Damen, erklärt Doris Kulm, selbst etwas erstaunt. Aber um des Verkaufens willen stricke sie nicht, schiebt sie nach. Elisabeth Fiol ergänzt: „Das Geld für neue Wolle muss reinkommen, mehr nicht.“ Schließlich ist es die Gemeinschaft, die zählt – im Handarbeitsraum ebenso wie auf dem Weihnachtsmarkt.

Info: Nähere Infos, auch zu den konkreten Terminen der Gruppe gibt es bei Doris Kulms: Tel.  03 37 66/4 22 05.

Von Dörthe Ziemer

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