Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Gerätehaus als wichtigstes Projekt
Lokales Dahme-Spreewald Gerätehaus als wichtigstes Projekt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 09.01.2016
Der 53-jährige Martin Schmidt legte die Wehrführung in Zernsdorf mit Beginn dieses Jahres in jüngere Hände. Quelle: Franziska Mohr
Anzeige
Zernsdorf

Fünf Jahre Wehrführer ist genug. Diese Entscheidung traf Martin Schmidt schon vor Monaten, so dass er die Leitung der Freiwilligen Feuerwehr Zernsdorf mit Beginn dieses Jahres an seinen bisherigen Stellvertreter Ronny Gottschalk übergab.

Der Feuerwehr aber bleibt der 53-Jährige treu. Schließlich verdient der gelernte Dachdecker schon seit 1987 auch hauptberuflich seine Brötchen bei der Berufsfeuerwehr in Berlin. „Dort steigen die Anforderungen von Jahr zu Jahr, so dass ich den Berufsalltag, die ehrenamtliche Wehrleitung und meine Familie mit den drei Söhnen nicht mehr harmonisch in Einklang bringen kann“, begründet Schmidt seinen Rückzug.

Vor allem der Neubau des Gerätehauses in der Karl-Marx-Straße, in dem auch die Kablower Kameraden ein Domizil fanden, haben Schmidt stark gefordert. „Während des Baus war ich in meiner Freizeit fast jeden Tag auf der Baustelle“, erinnert sich der Feuerwehrmann. Dabei erwies es sich als nützlich, dass er das Geschehen auf der Baustelle aufmerksam begleitete. Das begann bei vermeintlichen Kleinigkeiten wie dem vergessenen Fliesenspiegel an der Stiefelwaschanlage oder dem von ihm geforderten abwaschbaren Farbanstrich im Schulungsraum. Es gab aber auch schwerwiegendere Baumängel. „Vor allem beim Fußbodenleger ging einiges schief. Er reinigte die in der Fahrzeughalle verlegten Rüttelklinker mit einer derart hochkonzentrierten Säure, dass sie sämtliche oberflächlichen Metalle angriff“, erbost sich Schmidt noch heute. Die komplette Absauganlage musste ausgetauscht werden. „Von meiner Amtszeit als Wehrleiter bleibt vor allem der Bau des neuen Gerätehauses“, sagt er. Die Eröffnung wurde im Oktober 2013 gefeiert.

Schmidt zog 2001 von Berlin nach Zernsdorf. Kurze Zeit später trat er in die dortige Feuerwehr ein. „Anfangs musste ich mich an das Antreten und Stillgestanden bei der freiwilligen Feuerwehr erst gewöhnen. Von der Berliner Berufsfeuerwehr kenne ich das nicht“, erinnert sich Schmidt schmunzelnd. Letztlich löschten aber alle nur mit Wasser, auch wenn die Bedingungen der Zernsdorfer in dem alten Gerätehaus im Hinterkiez wirklich katastrophal gewesen seien. Selbst bei Frost mussten sich die Kameraden bei geöffneten Toren direkt in der Fahrzeughalle umziehen. „Alle Feuerwehrleute, egal ob hauptberuflich oder ehrenamtlich, verbindet aber dasselbe Ziel, sie wollen helfen“, betont Schmidt. Eine Unterstützung, die auch der schon 1898 gegründeten Zernsdorfer Feuerwehr immer mehr abverlangt. Wurden dort 2005 „nur“ 34 Einsätze registriert, so waren es 2015 schon 63. Und das mit nur noch 23 aktiven Kameraden. „Mit dem neuen Gerätehaus haben wir viel Kraft in die Anwerbung neuer Feuerwehrleute investiert“, sagt Schmidt. Immer wieder aber sei man daran gescheitert, dass alle Bürger auf die Feuerwehr setzen, wenn sie sie benötigen, aber die eigene Freizeit dafür zu opfern, dazu sei kaum noch jemand bereit.

Mit 18 Mitgliedern verfügt Zernsdorf über eine starke Jugendfeuerwehr. „Aber wenn die Arbeitgeber nicht mitziehen und in Zernsdorf keine bezahlbaren Wohnungen angeboten werden, wird es schwierig“, lässt Schmidt seine Erfahrung sprechen.

Von Franziska Mohr

Polizei Dahme-Spreewald: Polizeibericht vom 5. Januar - Toter in Lieberose gefunden

Anwohner fanden am Montagnachmittag nahe der Landstraße zwischen Lieberose und Doberburg einen Toten. Offenbar handelt es sich um einen Mann aus dem Landkreis Dahme-Spreewald. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen, geht aber nicht von einem Verbrechen aus.

05.01.2016
Dahme-Spreewald Auf Streifenfahrt durch Blankenfelde - Mein Nachbar, der Polizist

Menschliches Elend und körperliche Gewalt haben Marko Wanny (37) und Stephan Schmidt (33) genug erlebt. Seit etwas mehr als einem Jahr arbeiten sie nun als Revierpolizisten in Ludwigsfelde und Umgebung. Ihr Job ist ruhiger geworden, langweilig wird ihnen trotzdem nicht. Die MAZ hat die beiden einen Tag lang auf Streifenfahrt begleitet.

05.01.2016

Die Jugendarbeitslosigkeit in Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming ist so niedrig wie nie. Die Quoten machen zum Teil sogar den Sorglos-Ländern Bayern und Baden-Württemberg Konkurrenz. Trotzdem können die Mitarbeiter der Arbeitsagenturen nicht aufatmen, denn die Vermittlung arbeitsloser Jugendlicher ist kompliziert.

08.01.2016
Anzeige