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Gerührt von der Schönheit des Kaiser-Bahnhofs

Kultur in Halbe Gerührt von der Schönheit des Kaiser-Bahnhofs

Fünf Jahre lang währen die Arbeiten am alten Kaiser-Bahnhof in Halbe. Den hatte der Neuseeländer Peter Macky gekauft. Er will ihn zu einem neuen Schmuckstück machen und in der ehemaligen Ankunftshalle – in der auch der Kaiser war – ein Heimatmuseum mit Café einrichten. Im Dachgeschoss entsteht eine Ferienwohnung. Eröffnung soll in zwei Jahren sein.

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Die restaurierte Kuppel des Kaiser-Bahnhofs von Halbe. Ein Kollektiv von Restauratoren um Klaus Ricken hat sie neu erschaffen.

Quelle: Andrea Müller

Halbe. Nach fünf Jahren schwerer Arbeit, Stehvermögen und Geduld nimmt die Restaurierung des Kaiser-Bahnhofs in Mittenwalde Gestalt an. Eigentümer Peter Macky aus Neuseeland kündigt die Eröffnung von Heimatmuseum mit Café in dem altehrwürdigen Gebäude für den 21. und 22. Juli 2018 an. Denn trotz aller Fortschritte sei noch immer sehr viel zu tun.

 Die Säulen des Kaiser-Bahnhofs sind wieder da

Die Säulen des Kaiser-Bahnhofs sind wieder da. Sie waren alle abgeschlagen worden.

Quelle: Andrea Müller

„Als ich die restaurierten Gewölbe das erste Mal mit dem Stuck und der Malerei gesehen habe, kamen mir die Tränen“, sagt Macky. Schon viele Male wollte er das Handtuch schmeißen, weil sich einfach zu viele Schwierigkeiten auftaten, die Mühlen der Bürokratie zu langsam mahlten oder auch von Fachleuten falsche Entscheidungen gefällt wurden. „Peter hat mir manchmal richtig leid getan“, sagt Willi Schwabe, der das Projekt von Anfang an begleitet. Selbst einst Eisenbahner mit Herzblut, hatte er Feuer gefangen für das Vorhaben, den verfallenen Halber Kaiser-Bahnhof zu neuem Leben zu erwecken und beschlossen, Macky in allem zur Seite zu stehen. Das macht er nun seit fünf Jahren täglich und dies, ohne ein Wort Englisch zu sprechen. Dabei muss man wissen, dass der Neuseeländer kein Deutsch spricht. „Trotzdem verstehen wir uns großartig, nicht wahr?“, sagt Schwabe, während Macky ihm auf die Schulter klopft. „Ohne Willi wären wir nicht soweit“, erklärt er in seiner Muttersprache.

In fünf Jahren fünf Architekten

Dabei denkt er an den Schwamm, von dem das Gebäude befallen war, so dass eine umfangreiche Sanierung notwendig wurde. Alle 20 Zentimeter mussten damals Löcher in die Wände gebohrt werden. Mehrmals kam Macky nicht umhin, den Architekten zu wechseln. „In fünf Jahren fünf Architekten“, winkt der Neuseeländer ab. Jetzt aber ist er sehr zufrieden mit Stefan Zappe aus Berlin. In einer Woche sollen nun die Arbeiten in den beiden Haupträumen beendet werden. Draußen ist eine Mauer noch mit den richtigen und vom Denkmalschutz abgesegneten Steinen zu vollenden. Die Fensterrahmen müssen von Grün – so war es vor fünf Jahren verlangt – auf Braun umgestrichen werden, Willy Schwabe will das erledigen. Nicht sofort, sondern eher zum krönenden Abschluss.

 Restaurator Klaus Ricken aus Berlin ist dabei, die Marmorierung der Säule nachzuempfinden

Restaurator Klaus Ricken aus Berlin ist dabei, die Marmorierung der Säule nachzuempfinden. Es ist eine sehr aufwendige Arbeit, die viel Zeit kostet.

Quelle: Andrea Müller

Was lange währt, wird gut

Bis dahin ist hoffentlich auch geklärt, wie das alte Toilettenhäuschen vor der Tür den Besitzer wechseln kann. Noch gehört es der Deutschen Bahn, die es jedoch auch nicht so ohne Weiteres an Macky verkaufen kann, der hier die Sanitäranlagen und Technik für Museum, Café und künftiger Ferienwohnung unterm Dach unterbringen will. Das Bundesamt für offene Vermögensfragen hat vor Jahren darauf eine Eintragung veranlasst, die erst wieder gelöscht werden muss. Wieder mahlen der Mühlen der Bürokratie sehr träge. Macky ist inzwischen überzeugt, dass es trotzdem klappt. Was lange währt, wird gut: Sein Kaiser-Bahnhof ist das beste Beispiel dafür.

 Peter Macky (l) aus Neuseelang und Willi Schwabe aus Halbe  sind Freunde geworden bei der Arbeit, dem Kaiser-Bahnhof neues Leben einzuhauchen

Peter Macky (l.) aus Neuseelang und Willi Schwabe aus Halbe sind Freunde geworden bei der Arbeit, dem Kaiser-Bahnhof neues Leben einzuhauchen.

Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

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