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Dahme-Spreewald Geschichte in Augenblicken
Lokales Dahme-Spreewald Geschichte in Augenblicken
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00:32 06.05.2018
Zu der Zeit, als diese Luftaufnahme des Marktplatzes entstand, war die Stadt noch eine autoverkehrsfreie Zone. Quelle: Privat/Heimatverein MB
Märkisch Buchholz

Wer die kleinste Stadt Brandenburgs heute besichtigt, mag Märkisch Buchholz in vielen Ecken recht beschaulich finden. Wer Fotos sieht aus der Zeit vor 1945, der ahnt, was für ein idyllischer, schmucker Ort das vor der Zerstörung am Ende des Zweiten Weltkriegs einmal gewesen ist. Das Buch „Märkisch Buchholz in alten Bildern“ gibt Einblicke in diese Ära, in der die Stadt beliebtes Ausflugsziel für großstadtmüde Berliner war.

Entstanden ist es auf Initiative des Heimatvereins. Als eine neue Chronik über Märkisch Buchholz erschien, hätten sich einige Einwohner beschwert, dass es darin ja gar keine Fotos gebe, erzählt Hans-Jürgen Oehne. „Da kamen wir auf die Idee, einen Bildband zu machen“, sagt er. Die erste kleine Auflage war schnell vergriffen. Und auch von der aktuellen gibt es nicht mehr so viele Exemplare. Erhältlich sind sie direkt über Hans-Jürgen Oehne oder im Laden „Geschenk-Ideen“. Das 40-seitige Buch ist großformatig, reich bebildert und kostet 39,95 Euro.

Das Buch „Märkisch Buchholz in alten Bildern“ ist für 39,95 Euro unter anderem über den Heimatverein erhältlich. Quelle: Karen Grunow

Ortschronisten Franz Müller hat das Bildmaterial gesammelt

Oehne hatte sich für die Realisierung Helene Stolzenberg hinzugeholt. Er hatte sie kennengelernt als Mitarbeiterin des Unternehmens Engie, das in Märkisch Buchholz Gas fördern und aufbereiten wollte. Dieses große und umstrittene Gas-Projekt ist zwar nun Geschichte, da nach der Übernahme von Engie durch Neptune Energy die Gasförderpläne nicht weiter verfolgt werden. Helene Stolzenberg aber interessiert sich weiterhin für den Ort, hat zahlreiche ihrer neueren Fotos und auch Luftaufnahmen für das Buch mit zur Verfügung gestellt. „Ein Großteil der Bilder ist zurückzuführen auf die Herren Zwingenberger, Knobloch und Düring. Das Bildmaterial wurde durch den Ortschronisten Franz Müller gesammelt und zusammengestellt“, berichtet sie. Viele Märkisch Buchholzer hätten überdies ebenfalls Fotos abgegeben für das Buch. „Die Bilder erzählen viele schöne Geschichten und lassen erahnen, was für ein betriebsamer Ort Märkisch Buchholz einmal war: mit vielen Läden, Gaststätten und Handwerk“, sagt sie.

Einwohnerzahl hat sich bei 800 eingependelt

Bereits 1301 war der Ort als Stadt und Burg „Bucholt“ erstmals urkundlich erwähnt worden. Ende des 19. Jahrhunderts lebten fast 1300 Menschen in Buchholz, heute hat sich die Zahl der Bewohner bei 800 eingepegelt. Der Bau des Spreeumflutkanals bis 1912 gab dem Tourismus Auftrieb, allein 70 Hotelbetten, dazu Privatunterkünfte bot das Städtchen damals. All dies zeigen die Fotos im Band, bieten neben Ansichten der Stadt auch zahlreiche Eindrücke von den Menschen, die einst hier lebten. Und deren Nachfahren nun zum Teil Fotos für das Buch einreichten – Bilder aus Betrieben, von adrett geschmückten Biergärten und Gasthäusern, von den Vereinen. Es ist ein – trotz der mehrheitlichen schwarzweißen Aufnahmen – buntes Bild der Stadt zwischen 1900 und heute geworden.

Für eine denkbare neue Auflage gibt es zusätzliche Ideen. „Wir haben ja auch einige Sagen in und um Märkisch Buchholz“, deutet Hans-Jürgen Oehne an. Noch ein bisschen mehr Text, noch mehr Fotos, vielleicht sogar vom einstigen Gaswerk, das schwebt ihm vor. Und noch mehr aktuelle Aufnahmen, die zeigen, dass Märkisch Buchholz eben nicht nur in alten Bildern ein reizvoller Ort sein kann.

Von Karen Grunow

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