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Dahme-Spreewald Gesundheitsamt muss Hygiene-Kontrollen wegen Personalnot aussetzen
Lokales Dahme-Spreewald Gesundheitsamt muss Hygiene-Kontrollen wegen Personalnot aussetzen
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18:49 04.03.2018
Leitet das Kreisgesundheitsamt Dahme-Spreewald: Astrid Schumann Quelle: Heidrun Voigt
Wildau

Die Leiterin des Gesundheitsamtes Dahme-Spreewald, Astrid Schumann, informierte in der jüngsten Sitzung des Gesundheits- und Sozialausschusses des Kreistages in Wildau über die geleistete Arbeit ihres Fachbereichs im vergangenen Jahr. Anhand der Fallzahlen von 2015 bis 2017 machte sie deutlich, wie sehr sich die Anforderungen bei annähernd gleichbleibender Mitarbeiterzahl erhöht hätten.

Viele Aufgaben, wenig Personal

Zu den Aufgaben des Gesundheitsamtes gehören die Aidsberatung, die Schwangeren- und Familienberatung sowie die Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung. „Im vergangenen Jahr war eine zunehmende Nachfrage nach Präventionsangeboten, insbesondere auf dem Gebiet der Aidsberatung, zu verzeichnen“, sagte Schumann. Die promovierte Medizinerin verwies darauf, dass die Zahl solcher Veranstaltungen an Schulen von 13 im Jahr 2016 auf 20 im Jahr 2017 gestiegen sei und der kreiseigene Mitmach-Parcours zur Aidsprävention im Oktober erstmalig eingesetzt wurde.

Im Bereich Gesundheitsaufsicht stehen die Überwachung der Hygienevorschriften sowie des Trink- und Badewassers im Vordergrund. „Aufgrund personeller Engpässe konnte eine Vielzahl von Hygieneüberwachungen in öffentlichen Einrichtungen und Betrieben, die gesetzlich gefordert sind, nicht durchgeführt werden“, bedauerte Astrid Schumann. Zudem habe die Umstellung auf ein neues Fachprogramm und die damit verbundene Aktualisierung von Betriebs- und Anwendersystemen sowie die Einbindung in die vom Landkreis verwendeten Hard- und Softwareprogramme für einen erheblichen Arbeitsaufwand gesorgt.

Bei 18 Kitas musste die Vorschuluntersuchung ausfallen

Die Amtsleiterin sprach an, dass es durch Software-Umstellung auf dem Sachgebiet Kinder- und Jugendgesundheitsdienst Probleme in der Datenverfassung gab und statistische Zahlen der Untersuchungen im Bereich Kita, Einschulung und Schulabgang vorbehaltlich zu bewerten seien. Sie machte deutlich, dass zwar die Zahl der Untersuchungen annähernd konstant geblieben sei, aber die Untersuchungsmethoden und deren Dokumentation viel umfangreicher und ausführlicher geworden seien – und somit die doppelte Zeit beanspruchen. „Wir haben im vergangenen Jahr die Vorschuluntersuchung in 18 Kitas nicht geschafft, weil das Personal nicht da war“, so Astrid Schumann.

Jedes fünfte Kind im Kita-Alter hat Sprachstörungen

Sie sagte, dass jedes fünfte Kind im Kita-Alter Sprachstörungen habe. Die Sprachdefizite stehen mit 21 Prozent auch bei der Einschuluntersuchung an erster Stelle. Bei Schulabgängern gab es laut Gesundheitsbericht die meisten gesundheitlichen Auffälligkeiten im Bereich des Sehvermögens, des Stütz- und Bewegungsapparates und der allergischen Erkrankungen.

Vom sozialpsychiatrischen Dienst, so war von Astrid Schumann zu erfahren, wurden im zurückliegenden Jahr 1749 Klienten betreut, darunter 152 Asylbewerber.

Leiterin hat konkrete Personalwünsche

Die Ausschussmitglieder stellten die Frage, was für Personalwünsche die Amtsleiterin hätte. „Ich wünsche mir, dass der Vertrag von zwei Arzthelferinnen, der bis Ende 2018 befristet ist, verlängert wird“, lautete ihre Antwort.

Seit zehn Jahren in Folge gibt es einen solchen Jahresbericht. In Königs Wusterhausen hat das Gesundheitsamt 25 Mitarbeiter. In Lübben sind es 20.

Von Heidrun Voigt

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