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Dahme-Spreewald Glockenweihe bei St. Elisabeth
Lokales Dahme-Spreewald Glockenweihe bei St. Elisabeth
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02:27 20.04.2018
Am Sonntag weihte Erzbischof Heiner Koch die neuen Glocken der katholischen Kirche St. Elisabeth Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Es war ein bewegender Festgottesdienst am Sonntagabend in der katholischen Kirche St. Elisabeth in Königs Wusterhausen. Erzbischof Heiner Koch war gekommen, um im Rahmen dieser feierlichen Messe die neuen Glocken zu weihen. Drei Bronzeglocken werden künftig das akustische Dach der Stadt bilden. „Das ist ein anspruchsvoller Moment, dem sie sich stellen“, sagte der Erzbischof und bedankte sich bei der Kirchgemeinde für ihr Durchhaltevermögen und bei allen Spendern.

Die Gemeinde hatte sich entschieden, auch den neuen Glocken Namen zu geben. So wird die große Glocke wieder den Namen „Michael“ tragen, die mittlere den Namen „Seliger Bernhard Lichtenberg“. Damit soll der Name des Berliner Domprobstes geehrt werden, der sich während der Nazizeit für die verfolgten Juden einsetzt. Die kleine Glock heißt „Hedwig“.

Alte Glocken müssen erst aus dem Turm gehoben werden

Erzbischof Koch ging in seiner Ansprache auf die Namen der Glocken ein. So ruft die erste Glocke, die Michaelsglocke ins Bewusstsein, ein Ziel nicht aus den Augen zu lassen, auch wenn es kein leichter Weg ist. Hat man sich erst einmal für diesen Weg entschieden, heißt es Durchhalten. Der Ruf der dritten Glocke, die der Heiligen Hedwig gewidmet ist, erinnert daran, Verantwortung wahrzunehmen.

„Ich wünsche Ihnen von ganzem Herzen den tiefen Klang der Glocken“. Nach der Weihe durch den Erzbischof wurden die Glocken angeschlagen. Noch stehen sie vor der Kirche. Am heutigen Dienstag hebt ein Kran die alten Klangstahlglocken aus den Türmen. Da die neuen Glocken nicht mehr wie bisher die Alten übereinander hängen dürfen, werden sie künftig nebeneinander in der Turmstube angeordnet sein. Die Zimmerei André Stenglein aus Bestensee fertigte nach alter Handwerkstradition die neuen Glockenstühle aus Eiche an.

Größte Glocke darf als erste in den Turm

Am kommenden Montag, dem 10. Juli, ab 9 Uhr soll dann als erstes die große Glocke ihren Weg in die Turmstube finden. Sie wiegt 1200 Kilogramm, hat einen Durchmesser von 1,25 Metern und ist auf den Ton e gestimmt.

Als die Kirche 1937 gebaut wurde, fehlte der Gemeinde das Geld für Bronzeglocken. Als günstigere Alternative boten sich damals Klangstahlglocken von der Glockengießerei „Schilling und Lattermann“ in Apolda an. Jedoch jetzt nach 80 Jahren haben sie ihre technische Lebensdauer erreicht. Eine innere Korrosion, die sich auch nicht durch Anstriche aufhalten lässt, gefährdet die Stabilität der Glocken. So entschloss sich der Kirchenvorstand, die Anschaffung von drei Bronzeglocken in die Wege zu leiten. Ein ehrgeiziges finanzielles Projekt, das nicht alleine von der Kirchgemeinde zu stemmen war. Hunderttausend Euro kosten die drei neune Bronzeglocken. Die Stadt Königs Wusterhausen stellte 25 000 Euro zur Verfügung. Aus einem Fond der Mittelbrandenburgischen Sparkasse erhielt die Gemeinde 15 000 Euro. Das Bistum Berlin beteiligte sich mit rund 49 000 Euro an dem Projekt. Den Rest der Summe brachten spendenbereite Gemeindemitglieder und Mitbürger auf.

Am 6. August zum 80. Kirchweihjubiläum ist das neue Geläut zum ersten Mal zu hören.

Von Gerlinde Irmscher

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