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Godspots: Die Kirche wird digital

Hotspots in Kirchen Godspots: Die Kirche wird digital

Noch vor dem Evangelischen Kirchentag im Mai 2017 sollen die ersten Hotspots in Kirchen an den Start gehen. Ziel der EKBO ist es, am Ende in allen 3000 Kirchen, Pfarrhäusern und kirchlichen Einrichtungen kostenlosen Internetzugang zu schaffen. Die Entscheidung zur Einführung des W-Lans hat mehrere Gründe.

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Die Nikolaikirche in Jüterbog könnte bald über W-Lan verfügen.

Quelle: Iris Krüger

Dahmeland-Fläming. Die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg (EKBO) öffnet sich neuen technischen Möglichkeiten: In Zukunft soll es kostenlose W-Lan-Hotspots, so genannte „godspots“, in und um rund 220 Kirchen geben. Das hat die EKBO am 13. Mai beschlossen, die Pilotphase hat allerdings noch nicht begonnen. Noch vor dem Evangelischen Kirchentag im Mai 2017 sollen die ersten Hotspots auch in Pfarrhäusern und kirchlichen Einrichtungen an den Start gehen.

Vorreiter für die Region ist Kreiskantor Peter-Michael Seifried: Er hat für die Nikolaikirche in Jüterbog schon einen Antrag gestellt und erhofft sich durch das W-Lan einfachere und informativere Besucherführungen. Nach dem Scannen des QR-Codes können Besucher die entsprechenden Informationen im Netz lesen, ohne ihr Datenvolumen aufzubrauchen. „Es ist sehr praktische Sache“, sagt Seifried. Zudem sei es auch eine gute Tat für die Umwelt, Veranstaltungshinweise digital zu verbreiten.

Kirchenkreis plädiert für Standort in Jüterbog

Die Niedergörsdorfer Pfarrerin Ines Fürstenau-Ellenbrock würde sich ebenfalls einen Hotspot für ihre Kirche wünschen und findet das W-Lan-Konzept auch aus einem anderen Grund gut: „Ich habe dabei in erster Linie an Flüchtlinge gedacht, die in den Heimen meistens keinen Internetzugang haben“, sagt sie. „Vielleicht entdeckt aber auch der eine oder andere Besucher, der sonst nie einen Fuß in eine Kirche gesetzt hätte, noch etwas mehr als das W-Lan.“

Die ersten kostenlosen Hotspots soll es zunächst in Berlin geben, unter anderem in der Französischen Friedrichstadtkirche am Gendarmenmarkt in Mitte und in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnis-Kirche in Charlottenburg. Folgen wird die evangelische Kirche in Meyenburg (Prignitz), bald vielleicht auch die in Jüterbog. Für diesen Standort plädiert auch Friedemann Düring vom Evangelischen Kirchenkreis Zossen-Fläming. „Aufgrund des kommenden Reformationsjubiläums und des Besucherstroms bietet sich Jüterbog sehr an“, sagt er.

W-Lan soll innerhalb und außerhalb der Kirchengebäude verfügbar sein

Auch andere Kirchengemeinden werden in den nächsten Wochen die Einführung des W-Lans diskutieren. „Das Projekt zeigt, dass die EKBO vorangeht und dadurch präsent ist. Ich denke, das wird vor allem in Ballungszentren eine Rolle spielen. Es ist natürlich eine Frage der technischen Möglichkeiten“, so Düring weiter.

Das W-Lan soll innerhalb und außerhalb der Kirchengebäude von Besuchern und Passanten kostenlos und ohne Registrierung genutzt werden können. Das Angebot ist nicht mit kommerzieller Werbung oder der Preisgabe von privaten Daten verbunden. Nutzer werden zunächst auf eine Landing-Page geleitet, die Informationen zum Gebäude und zur Gemeinde sowie zu den Themen Glaube und Leben enthält. Von dort aus können sie sich frei im Internet bewegen. Ziel sei es, die Hotspots allen 3000 Kirchen und kirchlichen Gebäuden in der EKBO zur Verfügung zu stellen, heißt es in einer offiziellen Erklärung der Landeskirche. Für die nötige Sicherheit sorge ein Vertrag mit einem separaten Dienstleister.

„Menschen sind nicht weniger spirituell als früher. Aber die Orte der Kommunikation haben sich verschoben, vieles findet in digitalen sozialen Netzwerken und Communities statt“, sagt Fabian Kraetschmer, IT-Leiter im Konsistorium der EKBO. „Mit Godspots wollen wir als Evangelische Kirche eine sichere und vertraute Heimstatt in der digitalen Welt bauen.“

Von Melanie Höhn

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