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Dahme-Spreewald Graben-Kampf in Schulzendorf
Lokales Dahme-Spreewald Graben-Kampf in Schulzendorf
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11:12 15.08.2014
Der Graben macht einen Bogen, doch der Durchlass ist gerade: Das Wasser steht. Quelle: Müller
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Schulzendorf

In der neu gebauten Weimarer Straße in Schulzendorf ist der Durchlass an der Brücke für das Graben-Wasser zu gerade geworden. Darum fließt es nicht. Das muss geändert werden. Die Frage ist nur wie. Fachleute und Gemeinde rätseln. Bis Ende September soll aber das Problem vom Tisch und die Straße samt Brücke und Durchlass fertig sein.

Für Bürgermeister Markus Mücke sind solche Schwierigkeiten tägliches Geschäft. Der Ausbau der Weimarer Straße gehört zum großen Straßenausbau-Programm der Gemeinde. Seit inzwischen fast vier Jahren werden rund 16 Kilometer Straße neu gebaut. Sandpisten wichen modern gepflasterten Trassen. „Manchmal erkennt man erst während der Baumaßnahme die Probleme“, so das Gemeinde-Oberhaupt. Konkret in der Weimarer Straße, so erläuterte er weiter, bestehe eben die Schwierigkeit, dass der Graben einen Bogen macht, während der Durchlass mit Brücke hinüber nach Zeuthen gerade ist. Inzwischen wären Planer und die Baufirmen vor Ort gewesen, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Das Gelände ist weiträumig mit einem Zaun und zusätzlichen Barrieren abgesperrt.

Mit System

  • Wie im ganzen Gebiet des Wasser- und Bodenverbandes Dahme-Notte ist auch Schulzendorf von einem Graben-System durchzogen.
  • Die Gräben werden einmal jährlich vom Verband entkrautet.
  • Einer Überschwemmung von Ortschaften wird damit vorgebeugt. Die jetzigen Bauarbeiten am Graben-Brücken-Durchlass in der Weimarer Straße führten zu einem Stillstand des Wassers.
  • Dies hängt damit zusammen, dass der Durchlass gerade gebaut wurde, während der Graben einen Bogen macht. Bis Ende September soll die neue Straße samt Brückenbau fertig sein.

Wasser in Gräben muss abfließen können

Mücke weiß, dass Laien leicht dazu neigen, das Problem zu unterschätzen. „Doch der Graben gehört zu einem ausgeklügelten System, das dafür sorgt, dass Schulzendorf jederzeit und auch bei massivem Regen gut entwässert wird“, erklärt der Bürgermeister. Die gesamte Gemeinde sei von diesen Gräben durchzogen. Wer eine Karte zur Hand nähme, könne dies selbst darauf erkennen. Es sei immens wichtig, dass das Wasser in den Gräben abfließen kann. Sei dies nicht gewährleistet, bestünde die Gefahr einer Überschwemmung bei Starkregen.
Doch zurzeit fließt hier nichts. An dem neuen Durchlass am Ende der Weimarer Straße steht das Wasser im Graben und ist bereits von einer grünen Algenschicht überzogen. Ab und zu blubbert ein Frosch darin. Sonst sieht die braune Brühe eher leblos aus.

Keine steigenden Kosten für Anwohner

Nach Aussagen des Geschäftsbereiches Bau und des Gemeindechefs arbeiten die Fachleute intensiv an der Lösung des Problems. „Bis Ende September soll die ganze Weimarer Straße fertig gebaut sein“, weiß Mücke. Er geht davon aus, dass es bis dahin auch eine Lösung für das Brücken-Durchlass-Problem gibt. Nach seinen Aussagen brauchen die Anlieger auch keine Sorge haben, dass die nun steigenden Kosten für die Brücke auf sie umgelegt werden. „Das wird nicht passieren“, verspricht Mücke.

Bislang habe sich im Rathaus ein Anwohner aus der Weimarer Straße bei Undine Nulle, Chefin des Geschäftsbereiches Bau, erkundigt, wann und wie es hier weiter geht. Die meisten Anlieger tangiert die Brücke sowieso kaum, liegt sie doch am Ortsausgang. Ein Großteil der neuen Straße ist bereits fertig gestellt, so dass hier nur noch Restarbeiten anfallen.
Genutzt wird die Brücke über den Graben bereits, obwohl sie ja eigentlich noch gesperrt ist. Spaziergänger und Bürger, die ihre Hunde ausführen, stören sich nicht am Bauzaun, sondern passieren ihn seitlich, um dahinter in den Zeuthener Wald zu gehen.

Von Andrea Müller

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