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Dahme-Spreewald Haus des Waldes feiert Geburtstag
Lokales Dahme-Spreewald Haus des Waldes feiert Geburtstag
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00:19 13.06.2018
Das Haus des Waldes in Gräbendorf wird 40. Quelle: Andrea Müller
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Gräbendorf

Das Haus des Waldes in Gräbendorf feierte am Wochenende seinen 40. Geburtstag. Doch die Feierstimmung war etwas getrübt, denn das Land Brandenburg plant, die Waldpädagogik weitgehend einzustampfen. So wird auch in Gräbendorf befürchtet, dass zahlreiche Stellen wegfallen könnten. Dem schob jedoch Landrat Stephan Loge (SPD) einen Riegel vor. Er wie auch SPD-Landtagsabgeordnete Sylvia Lehmann würden dies nicht zulassen. „Die Waldpädagogik ist für uns außerordentlich wichtig“, betonte sie mehrmals am Rande der Geburtstagsparty. Das Vorhaben soll nun in Potsdam durchgesetzt werden.

Ameisen-Musical aufgeführt

Haus des Waldes-Chefin Ute Fiszkal hatte mit ihren Mitarbeitern und weiteren Helfern das Fest gut vorbereitet. Einige Gäste waren aus Lebus angereist. Die Kinder führten ein Ameisen-Musical auf, das die Verbundenheit zur Natur unterstrich und die Liebe zu Tieren und Pflanzen betonte. Das Stück entstand unter Leitung von Roland Boljahn aus Müllrose. Für die Aufführung erhielten die Mädchen und Jungen viel Beifall. Mit angereiste Eltern, Großeltern und Freunde zeichneten die Aufführung mit ihren Mobiltelefonen auf. Aber Boljahn erklärte auch, dass es eine professionelle Aufzeichnung des Musicals geben werde.

Hirschkäfer ließen sich nicht blicken

Gleich neben der „Bühne“ sind die Hirschkäfer zu Hause, die sich bei den Besuchern des Hauses des Waldes besonderer Beliebtheit erfreuen. Doch anscheinend war es den beeindruckenden Käfern zu laut oder zu heiß. Jedenfalls ließen sie sich trotz des Jubiläums einfach nicht blicken. Ute Fiszkal wusste zu trösten. Sie hielt Modelle bereit und einige Exemplare, die noch sehr lebendig aussahen, aber bereits vor einem Jahr das Zeitliche gesegnet hatten.

Johanna Roth (re.) schminkte Vivien einen Schmetterling ins Gesicht. Quelle: Andrea Müller

Fragen gern beantwortet

Mit den etwa drei Zentimeter großen Weibchen auf einem Eichenblatt, machte sie auf dem Gelände die Runde. Auch Modelle von anderen Tieren standen bereit. An Informationstafeln konnte sich dazu belesen werden. Mitarbeiter und Forstleute standen aber auch bereit, um auf die Fragen wissbegieriger Besucher zu antworten. Das erfreute Ute Fiszkal besonders, die seit 2013 das Haus leitet.

Haus muss erhalten bleiben

Vor allem Kinder lernen im Haus die Natur kennen und lieben. „Viele können schon heute nicht mehr eine Eiche von der Kiefer unterscheiden“, sagte Ute Fiszkal. Das können sie im Haus des Waldes lernen. Das besuchen im Schnitt 10 000 Gäste pro Jahr. Am Sonnabend gehörte auch Britta Herter wieder einmal dazu. Sie ist Lehrerin in Königs Wusterhausen und leitet seit Jahren die Naturgruppe „Waldies“. Begeistert wie immer ging sie von Stand zu Stand und kletterte auch auf die Plattform an der großen Eiche. „Dieses Haus muss unbedingt erhalten bleiben“, sagte sie auf dem Weg nach unten auf den Boden der Tatsachen.

Einen Hirschkäfer gab es doch zu sehen am Samstag am Haus des Waldes: Er trat beim Ameisen-Musical der Kinder aus Lebus auf. Quelle: Andrea Müller

Schmetterling ins Gesicht geschminkt

Dort schminkte Johanna Roth mit bunten Farben eines Schmetterlings das Mädchen Vivien, das brav still hielt und sich nicht bewegte. Seine Oma wartete ein paar Meter weiter. Doch Ruhe hatte sie dort nicht. Eine Familie aus Motzen war mit der kleinen Tochter gekommen. Die probierte sich wohl erstmals in ihrem Leben am hölzernen Xylophon aus, das deutlich größer war als das Kind. Im hinteren Bereich am Haus des Waldes war Wolfsgeheul zu hören. Das lockte Neugierige an, die sich bei einem Vortrag sehr gern über die Lebensweise dieses Tieres informierten.

Von Andrea Müller

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