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Dahme-Spreewald Gravierende Erfahrungen
Lokales Dahme-Spreewald Gravierende Erfahrungen
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00:17 25.06.2017
Eine CNC-Fräsmaschine graviert ein Muster auf eine Platte. Besucher sind am Freitag hautnah dabei. Quelle: Frank Pawlowski
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Senzig

Deutschlandweit bekannt wurde die Graveur-Werkstatt Kanschur aus Senzig vor einigen Jahren als Sternemacher. Für den Boulevard der Stars am Potsdamer Platz in Berlin fertigten die Senziger die Messingsterne mit den Namen berühmter Künstler – von Marlene Dietrich über Billy Wilder bis zu Wolfgang Kohlhaase. Dass die Sterne aber nicht vom Himmel fallen, davon können sich Besucher bei der Langen Nacht der Wirtschaft am 23. Juni überzeugen. „Wir wollen den Leuten unser Handwerk zeigen“, sagt Christian Kanschur, der mit seinem Bruder Sebastian Gesellschafter der Firma Kanschur Druck und Gravur ist.

Gravur-Kunst seit hundert Jahren

Seit hundert Jahren gravieren Kanschurs Schilder, Platten und vieles mehr. Moderne Technik hat die Handarbeitweitgehend abgelöst, das Handwerk kann sie aber nicht ersetzen. Die Besucher der Wirtschaftsnacht werden sich davon überzeugen können, indem sie es selbst machen. Sie werden eine Handyhalterung beschriften, die von der Niederlehmer Firma Gemtec eigens für die Aktion hergestellt wird. Gemtec nimmt ebenfalls an der Wirtschaftsnacht teil. In der Gravierhalle zeigen und erklären Mitarbeiter außerdem den Produktionsprozess. Ein weiterer Geschäftsbereich des Senziger Familienbetriebes ist die Druckerei. Hier können die Besucher im Siebdruckverfahren selbst Taschen bedrucken – und als Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Einblicke in die Produktion

Auch hier ist Christian Kanschur wichtig, einen Einblick in die Produktion zu geben. „Viele denken: drucken, was ist das schon. Man drückt auf einen Knopf und fertig.“ Aber so einfach sei das eben nicht. Die Senziger betonen die handwerkliche Qualität ihrer Produkte, die im Copyshop nicht erreicht würde. „Das hat dann eben auch seinen Preis."

Kanschurs nehmen schon zum zweiten Mal an der Langen Nacht der Wirtschaft teil. Bei der Premiere war das Publikumsinteresse sehr groß. „Selbst Senziger staunten, was wir alles machen. Sie kannten uns nur als Sternemacher. Sie wissen nicht, was vor Ort passiert“, erzählt Christian Kanschur. Auch deshalb sagte er gleich zu, als der Landkreis die Neuauflage vorbereitete.

Hightech in der Gravier-Halle

Graveur Sebastian Kanschur freut sich schon darauf, seinen Beruf vorzustellen. Über die Hightech-Maschinen in der Gravierhalle wird mancher Besucher staunen. „Die Vorstellung, wir würden im kleinen Kämmerlein sitzen, ist längst überholt.“ Trotzdem müsse ein Graveur noch selbst zeichnen und gravieren können, wie er betont.

Dieser Ausbildungsberuf wird ebenso wie der des Mediengestalters bei der Veranstaltung am Freitagabend in Senzig vorgestellt.

Von Frank Pawlowski

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