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Groß angelegte Rettungsübung

Klein Köris Groß angelegte Rettungsübung

Bereitschaften und Wasserwacht des DRK Kreisverbandes Fläming-Spreewald üben zwei Tage lang mit den ehrenamtlichen Einsatzkräften die landesübergreifende Zusammenarbeit bei einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“.

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Rettung einer Schwangeren, bei der die Wehen eingesetzt haben, als sie sich mit einem Boot auf dem See befand.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Klein Köris. Gasexplosion im Kinder- und Jugenderholungszentrum Kiez am Hölzernen See. Diese Information erhielten die alarmierten Rettungskräfte – die „Schnelle Einsatzeinheit“ (SEE) Sanität und die „Schnelle Einsatzgruppe“ SEG Wassergefahren der Katastrophenschutzeinheiten aus den Landkreisen Dahme-Spreewald und Teltow-Fläming sowie weitere Einheiten und Hilfsorganisationen am Freitagabend. Und als wäre das noch nicht genug, macht ein Waldbrand das Befahren der Zufahrtsstraßen zum Kiez unmöglich. Also ist eine Rettung der Verletzten und Betroffenen nur auf dem Wasserweg möglich.

Transport zur Patientenblage im Hafen Klein Köris

Transport zur Patientenblage im Hafen Klein Köris

Quelle: G.I.

Zum Glück war das nicht pure Wirklichkeit, sondern ein ausgedachtes Übungsszenario. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Bereitschaften und der Wasserwacht des DRK-Kreisverbandes Fläming-Spreewald führten die Ausbildungsübung „Herbstfeier Kiez 2016“ durch. Ziel der Übung war es, die landkreisübergreifende Zusammenarbeit der Einheiten des Katastrophenschutzes aus den Bereichen Sanität und Wasserrettung bei einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ (MANV) zu erproben. Die Führungskräfte der eintreffenden Einheiten von DRK, THW, ASB und Feuerwehr bildeten die Einsatzleitung. An deren Spitze stand Detlef Pudlitz, Kreisbereitschaftsleiter des DRK-Kreisverbandes.

Verletzte werden nach Dringlichkeit eingestuft

Für eine realistische Notfalldarstellung wurden Mimen wirklichkeitsnah als Verletzte geschminkt. Bis zum Eintreffen der Rettungsmittel übernahmen die ersten ankommenden Kameraden die Vorsichtung der Verletzen. Grün – betroffen, leicht verletzt, Rot – schwer verletzt, Gelb - kritisch, Blau – lebensbedrohlich und Schwarz – keine Hilfe mehr möglich. Nach Eintreffen der Rettungsboote der SEG Wassergefahren und der Boote von DRK, ASB und der Feuerwehr erfolgte der Abtransport aus dem unmittelbaren Gefahrengebiet zur Patientenablage im Hafen Klein Köris. Das THW hatte dort einen Steg gebaut, um die Übergabe der Betroffenen zu ermöglichen. In der Patientenablage erfolgten durch den Sanitätsdienst lebensrettende Sofortmaßnahmen sowie eine medizinische Sichtung durch einen Arzt, der die Priorität für den Transport in das fiktive Krankenhaus festlegte. Die SEE Sanität hatte inzwischen auf dem stillgelegten Flugplatz Löpten das Krankenhaus mit 50 Plätzen aufgebaut.

Im fiktiven Krankenhaus angekommen, werden die Verletzten bis zum endgültigen Abtransport untersucht

Im fiktiven Krankenhaus angekommen, werden die Verletzten bis zum endgültigen Abtransport untersucht.

Quelle: G.I.

Am Samstagmorgen wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte erneut alarmiert. Auf dem Plan stand die Suche nach Verletzten und Betroffenen entlang der Schmölde. Zudem gab es Betroffene im Hinterland. Die Rettungshundestaffel aus DRK-KV Märkisch-Oderland-Ost kam, um auf dem Land nach Vermissten zu suchen. Auf dem Klein Köriser See mussten Personen von einer Sandbank evakuiert werden. Zeitgleich ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall auf der B 179. Hinzu kam die Bergung eines verletzten Radfahrers im unwegsamen Böschungsbereich.

Stressszenario bewusst gewählt

„Normalerweise passiert so eine Ballung der Vorkommnisse nicht“, so Detlef Pudlitz . Aber Sinn einer Übung sei auch, dass ein gewisser Stress entsteht. Fehler zeigen auf, was das nächste Mal besser gemacht werden muss. „Und ganz wichtig für die Helfer ist, nicht mit dem Finger auf die Fehler zu zeigen, sondern mit ihnen über diese Fehler zu sprechen“, erklärte Pudlitz.

170 Kameraden nahmen an der Übung teil

Am Ende der Übung waren sich die Beteiligten einig: Es war gut zu sehen, dass die Zusammenarbeit untereinander klappt. Rund 170 Kameraden, 26 Fahrzeuge und 9 Boote waren im Einsatz. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr aus Zeesen waren bei dieser Übung als Betroffene dabei und mimten die Opfer. „Für uns und unsere Arbeit war es wichtig, auch einmal zu sehen, wie es von der Opferseite aussieht“, erzählte Feuerwehrmann Christian Lehmann.

Von Gerlinde Irmscher

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