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Dahme-Spreewald Grüne wollen mehr Züge
Lokales Dahme-Spreewald Grüne wollen mehr Züge
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00:21 17.04.2018
Der Landkreis soll zusätzliche Bahnverkehre notfalls selbst finanzieren, damit sich das Angebot verbessert, fordern die Grünen. Quelle: Gerlinde Irmscher
Königs Wusterhausen

Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen will in den kommenden Monaten ein eigenes Konzept zur Verbesserung des Schienennahverkehrs in Dahme-Spreewald erarbeiten. Das wurde auf einer Mitgliederversammlung am Donnerstag beschlossen.

Notfalls muss der Landkreis ran

Dazu gehört nach Ansicht der Bündnisgrünen auch die Möglichkeit, Ergänzungsverkehre mit Mitteln des Landkreises zu bestellen „Diese Option darf kein Tabu sein, sollte das Land keine Verbesserungen vornehmen“, teilte der Kreisverband mit.

Nur große Orte profitieren bisher

Auf der Versammlung diskutierten die Mitglieder über die derzeit laufende Ausschreibung für das Schienennahverkehrsnetz „Elbe-Spree“, das wesentliche Bahnverkehre in Dahme-Spreewald ab dem Jahr 2022 betreffe.

Der grüne Verkehrsexperte Jonas Reif. Quelle: Uta Schmidt

Die Ausschreibung sehe zwar zusätzliche Züge vor, von denen aber nur Schönefeld, Wildau, Königs Wusterhausen und Lübben profitieren würden.

Angebot ländlichen Raum nicht ausreichend

„Angesichts der derzeitigen Wachstumsdynamik im Nordkreis und dem Bekenntnis für einen attraktiven ländlichen Raum ist das zukünftige Angebot aus Sicht der Grünen nicht ausreichend“, erklärten die Kreisvorsitzenden, Sabine Freund und Andreas Rieger. Der Schienennahverkehr macht derzeit rund zwei Drittel aller kreislichen „Beförderungsfälle“ aus und sei somit dessen Rückgrat.

Potenziale werden nicht genutzt

Die den Landkreis Dahme-Spreewald betreffenden Voruntersuchungen hätten nur das bestehende Bahnnetz betrachtet und Potenziale wie die Reaktivierung der Bahnstrecke Königs Wusterhausen-Mittenwalde oder „sinnvolle Neubaustrecken“ wie die Verlängerung der U7 von Rudow über Schönefeld zum BER-Terminal nicht berücksichtigt.

Verlängerung der S 8 bis Königs Wusterhausen

Die Grünen fordern außerdem eine Verlängerung der S8 zur Hauptverkehrszeit bis nach Königs Wusterhausen statt nach Wildau. Der bündnisgrüne Verkehrsexperte Jonas Reif begrüßte den jüngsten Vorschlag der SPD für einen S-Bahnanschluss in Mittenwalde. Sie greife das langjährige Eisenbahn-Projekt der Bündnisgrünen auf. Verbesserungsbedarf gebe es auch für Bestensee und Groß Köris.

Mehr Halte im Südkreis gefordert

Der Kreisverband fordert zudem eine bessere Anbindung des Südkreises. In wachsenden Gemeinden südlich von Königs Wusterhausen sollen trotz langjähriger Forderungen nach verbesserter Anbindung und eines ab 2022 zusätzlich verkehrenden Regionalexpresses die Züge weiterhin nur einmal stündlich in der Hauptverkehrszeit halten.

Pendler müssen aufs Auto setzen

Für das künftige Mittelzentrum Luckau sei nur ein stündlicher Halt vorgesehen. Die Grünen fordern weitere Stopps in Golßen, Drahndorf und Walddrehna. Pendler aus der Region seien so weiterhin gezwungen, mit dem Auto bis zum Haltepunkt Brand zu fahren. „Die stärkere Bahnnutzung ist nur dann zu erwarten, wenn es ein brauchbares Angebot gibt.“

Von Frank Pawlowski

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