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Dahme-Spreewald Gruhne erwartet große Ehrung in der Heimat
Lokales Dahme-Spreewald Gruhne erwartet große Ehrung in der Heimat
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18:23 13.08.2016
Der Pätzer Hans Gruhne holte in Rio Gold. Quelle: dpa
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Pätz

Als der Doppelvierer der Ruderer aus Deutschland in Rio an den Start ging, ließ Angelika Schilling in ihrer Praxis für Physiotherapie in Zeesen alles liegen und stehen. Nun wollte sie sehen, wie Hans Gruhne und sein Team abschneiden. „Ich bin die ganze Strecke mitgerudert“, erzählt Angelika Schilling. Als der Doppelvierer dann auch noch Gold gewann, geriet sie vollends vor lauter Glück aus dem Häuschen.

Kontakt zum Ruderer

Die Frau war 1981 selbst bei der Ruder-Weltmeisterschaft in München dabei. „25 Jahre später wurde Hans Gruhne bei der WM in München Bronzemedaillengewinner. Und ich schaute zu“, sagt Angelika Schilling. Seitdem hält sie stets Kontakt zu dem jungen Ruderer und seinem Vater Ralf Gruhne. „Als Hans Gold in Rio holte, habe ich sofort bei ihm in Pätz angerufen und ihm gratuliert“, berichtet sie.

Ralf Gruhne kann es immer noch nicht fassen, dass sein Junge die Goldmedaille geholt hat in Brasilien. Erst auf Arbeit in Berlin hatte er nach der genauen Startzeit von Hans und seinem Team für das Finale in Rio geschaut. Er hatte zwei Stunden Zeit, um schnell wieder nach Hause an den Fernseher zu fahren. „Erst saß ich, dann hielt es mich nicht mehr auf dem Sessel“, so Gruhne Senior. Nach der Zieleinfahrt sei er dann durchs ganze Haus gerannt vor Freude. Als er später seine Lebenspartnerin in Königs Wusterhausen am Bahnhof abgeholt habe, hätte er ihr laut auf dem Bahnhofsvorplatz entgegen gerufen: „Gold! Es ist Gold!“ Der Erfolg des Jungen hat ihn selbst inspiriert, mit dem (Wander-)Rudern anzufangen.

Ehrung in der Heimat

Bestensees Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf (parteilos) hat den Vater des Goldjungen am Donnerstagabend in der Bestenseer „Linde“ getroffen. „Ich habe ihm ein Glas Sekt ausgegeben und zusammen haben wir auf seinen Sohn angestoßen“, sagt der Gemeinde-Chef. Er ist nun mit vielen anderen in Bestensee am „Rudern“, wie Hans Gruhne, der in Bestensee zur Schule ging und in Pätz wohnte. Er soll in seiner Heimat geehrt werden. „Am 11. September findet auf der Dorfaue ein Familienfest statt. Da wollen wir Hans Gruhne auf die Bühne holen“, so der Bürgermeister. Was genau passieren wird, steht noch nicht ganz fest. Gemunkelt wird, dass eine sehr bekannte Band spielen wird. Voraussichtlich. Ganz in Sack und Tüten ist es wohl noch nicht.

Olympiasieger statt Abitur

Gruhnes Karriere fing mit einer Sichtung an. Die Experten holten den jungen Pätzer damals wegen seiner ausgesprochenen Ruderer-Maße nach Potsdam, wo er dann weiter zur Sportschule ging. Eine Legende macht indes in Pätz und Bestensee die Runde. Als der junge Gruhne vor dem Wechsel von der Grundschule zur weiterführenden Schule stand, soll er um eine Antwort nicht verlegen gewesen sein, als man ihm sagte, dass er kein Abitur machen wird. Er sagte: „Dafür werde ich Olympiasieger!“

Die Ansage hat er nun tatsächlich wahr gemacht. Dabei sah Anfang des Jahres alles noch gar nicht so gut aus. Bei der Europameisterschaft in Brandenburg saß Gruhne noch nicht einmal im Boot. Er konnte sich nicht qualifizieren. Und der Doppelvierer floppte. Es hieß, Gruhne sei übertrainiert. Doch dann wurde der Doppelvierer noch einmal neu formiert. Hans Gruhne bekam als Schlagmann, der die Frequenz vorgibt, seine Chance. Und nutzte sie.

Von Andrea Müller

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