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Grundschule wird in zwei Schritten ausgebaut

Zeuthen Grundschule wird in zwei Schritten ausgebaut

Zeuthens Gemeindevertreter haben die Erweiterung von Mensa und Hort beschlossen. Der Neubau soll 2,5 Millionen Euro kosten. Der geplante Ausbau der Klassenkapazitäten soll erst in zwei Jahren erfolgen. Der Gemeinde fehlt das Geld, beide Vorhaben zeitgleich zu realisieren.

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Mensa- und Hortbereich an der Grundschule am Wald sollen erweitert werden.

Quelle: Oliver Becker

Zeuthen. Die Grundschule in Zeuthen soll in zwei Schritten erweitert werden. Beschlossen wurde von der Gemeindevertretung in der letzten Sitzung vor der Sommerpause zunächst ein Bau zur Entlastung der Mittagessensversorgung und Horterweiterung auf dem Campus. Er soll an den „Kleinen Bruder“ anschließen. 2,5 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten, weitere geschätzte 370 000 Euro die Ausschreibung von Planungsleistungen. Die Bauzeit soll anderthalb Jahre dauern. Ein angedachter identischer Anbau für die „Große Schwester“, um die Raumkapazität an der ausgelasteten Grundschule am Wald zu erweitern, könnte in zwei Jahren folgen. Der Gemeinde fehlt das Geld, beide Projekte gleichzeitig umzusetzen. Da sich die Schulleitung gegen eine neuerliche Erweiterung zur Sicherung der Bildungsqualität ausgesprochen hat, wird überlegt, anstelle der Zwillingsschwester den Bau einer gemeinsame Grundschule mit den Nachbarkommunen zu forcieren.

Erweiterung schlägt mit insgesamt 5,4 Millionen Euro zu Buche

„Ein Defizit an der Schule ist die schlechte Essens- und Hortversorgung“, sagte Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD). Fachkabinette müssten wegen der steigenden Schülerzahl als Klassenräume genutzt werden. Daher müsse man ausbauen. „Insgesamt 5,4 Millionen kostet eine Erweiterung, nur um den Regelbetrieb herzustellen“, sagte Burgschweiger. „Die Gesamtfinanzierung ist jedoch so teuer, dass wir es nicht schaffen, alles gleichzeitig zu realisieren“, sagte sie. Die Schule werde somit nicht wie geplant in 1,5 Jahren fertiggestellt, sondern voraussichtlich erst in 2,5 bis drei Jahren. Die Kosten sollen auf die Jahre aufgeteilt werden. „Wir können nur das umsetzen, was wir uns leisten können“, sagte sie. Erst müssen Mensa und Hort erweitert werden. In einem zweiten Schritt folgt unmittelbar danach der Ausbau der Schulräume. Unter welchen Bedingungen die Aufnahme eines Kredites sinnvoll wäre, soll im Finanzausschuss nach der Sommerpause diskutiert werden. „Es ist sinnvoll und klug, auch über einen gemeinsamen Schulneubau mit Eichwalde und Schulzendorf nachdenken. Dazu braucht es jedoch zunächst den interkommunalen Austausch“, sagte Burgschweiger.

Kritik von Gemeindevertretern

Auf die Kritik von Gemeindevertreter Jonas Reif (Grüne/FDP) hin, die Machbarkeitsstudie zur Standortsuche hätte das Grundstück des Eichwalder Bauhofs nicht ausreichend geprüft, antwortete sie: „Die Standortsuche ist ein Prozess und der jetzige Stand der Studie nur ein Zwischenergebnis. „Den Bauhof im Zeuthener Winkel muss man noch einmal genauer prüfen. Wir können aber auch nicht einfach über Grundstücke anderer Gemeinden verfügen“, sagte Burgschweiger. „Der Anbau ist keine Lösung“, sagte Reif. Wir haben heute schon Bedingungen, die zeigen, dass der Standort an der Grenze der Belastbarkeit ist“, sagte er. Das betreffe nicht nur die Raumkapazitäten, sondern auch das Verkehrschaos jeden Morgen. „Um unsere Grundschule nicht unbegrenzt zu erweitern, wollen wir den Schulneubau mit den Nachbarkommunen. Deshalb ist es wichtig, am Standort die Bedingungen zu verbessern, aber keine Kapazitätserhöhung vorzunehmen“, sagte Nadine Selch (CDU). „Wir und auch die Nachbargemeinden werden in den nächsten Jahren noch weitere Kapazitäten in dem Umfang brauchen, dass man um einen Neubau einer gemeinsamen Schule nicht herumkommen wird“, sagte Karl-Uwe Fuchs (Grüne/FDP). Derzeit scheitere man im Regionalausschuss aber bereits bei kleineren Themen. Daher werde es schwer, dieses Vorhaben umzusetzen. „Es ist dringend notwendig, dass beides sofort ausgebaut wird“, sagte Martina Mieritz (SPD). Ein gestückelter Ausbau helfe nicht weiter, denn Klassenräume seien doppelt und dreifach belegt. Die Zinsen seien gerade günstig für eine Kreditfinanzierung. Der gemeinsame Schulneubau sei erst einmal keine Lösung, weil die Realisierung zu lange dauere.

Von Oliver Becker

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