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Dahme-Spreewald Grundsteinlegung für FSG-Fertigung
Lokales Dahme-Spreewald Grundsteinlegung für FSG-Fertigung
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04:30 04.08.2016
Carsten Schulz versenkt die „Zeitkapsel“ im Fundament. Quelle: Josefine Sack
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Zernsdorf

Sieben Wochen sind seit dem ersten Spatenstich für das neue Fertigungswerk der Firma FSG Fernsteuergeräte in Zernsdorf vergangen. Zu sehen war Mitte Juni noch nicht viel auf dem Gelände am Segelfliegerdamm/Ecke Zur Heide.

Mittlerweile sind die Fundamente für die zwei Produktionshallen, die hier entstehen sollen, fertig. Am Mittwochvormittag feierten die Bauherren, die FSG-Geschäftsführer Klaus und Carsten Schulz, die Grundsteinlegung.

Ritual soll Glück bringen

Das Ritual markiert den Beginn der Hoch- sowie der Rohbauarbeiten und soll dem künftigen Bauwerk Glück bringen. Nach altem Brauch versenkte Geschäftsführer Carsten Schulz eine gravierte Metallhülse, die zuvor mit einer aktuellen MAZ-Ausgabe als Nachweis, Kleingeld, der Firmenchronik sowie einem alten Potenziometer, einem elektrischen Spannungsteiler, befüllt worden war. Schulz brachte die Grundsteinkapsel an jener Stelle in die Erde , wo sich später der vordere Teil einer der beiden Fertigungshallen befindet.

Derzeit arbeiten die Bauarbeiter am Fundament für das 1350 Quadratmeter große Bürogebäude samt Kantine und Umkleiden. Ab kommenden Montag wird die Stahlkonstruktion für die zwei Produktionshallen mit je einer Größer von 1500 Quadratmetern errichtet. Wenn alles nach Plan läuft, kann die Firma FSG schon in etwa vier Wochen Richtfest feiern. Dann sollen laut Projektleiter Ralf Klamberg die Hallen stehen. Der Innenausbau ist ab Mitte September geplant.

Nach Berlin, Heppenheim und Kablow ist Zernsdorf der vierte Standort für das 1946 gegründete Familienunternehmen, das zurzeit etwa 400 Mitarbeiter zählt.

5,5 Millionen Euro investiert

60 Produktionsmitarbeiter sollen spätestens im März 2017 auf das 44 000 Quadratmeter große Areal in Zernsdorf, das vor Kurzem noch märkischer Acker war, umziehen. Das Unternehmen will seine komplette Fertigung einschließlich Lackiererei und Ausbildungswerkstatt künftig auf dem Grundstück am Segelfliegerdamm konzentrieren. Sechs angehende Industriemechaniker lernen derzeit in Kablow. „Der Standort bleibt“, versicherte Senior-Chef Klaus Schulz. Der Umzug sei nötig gewesen, weil der Platz in Kablow nicht ausreichte und man dort keine Möglichkeit sah, den Betrieb zu erweitern. In Zernsdorf haben die Geschäftsführer daher gleich auf Reserve gekauft. Auf der Brache neben dem Baugrundstück ist genug Platz für weitere Produktionswerkstätten. 5,5 Millionen Euro investiert die Firma in den neuen Standort.

Der dritte Geschäftsführer, Christian Schulz, ist derzeit in den USA unterwegs. Auch dort überlegt die „Schulz-Dynastie“ ansässig zu werden. Das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben zu einem der führenden Anbieter im Bereich der Mess- und Sensortechnik. Es entwickelt Regeltechniken, die beispielsweise in Kränen, Baggern, Förder- und Hebeanlagen, in Zügen, Schiffen sowie in der Windenergie eingesetzt werden.

Von Josefine Sack

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