Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Grundstücke in Flughafennähe werden teurer
Lokales Dahme-Spreewald Grundstücke in Flughafennähe werden teurer
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:19 17.02.2014
Dieses Einfamilienhaus in Ruhlsdorf (Gemeinde Nuthe-Urstromtal) ist wohl bald fertig. Quelle: Margrit Hahn
Luckenwalde

Das entspricht einerseits seinen bisherigen Beobachtungen und widerspricht andererseits der Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung. Dieses hatte im vergangenen Jahr verkündet, dass die Immobilienpreise im BER-Umfeld zurückgehen.

„Das deckt sich weder mit unseren Beobachtungen“, sagt Teltow-Flämings Kreisbeigeordneter Detlef Gärtner (SPD), der für die Entwicklung der Flughafenregion zuständig ist, „noch mit denen der Kollegen aus Dahme-Spreewald.“ So verzeichnen die Sachverständigen besonders im Umfeld des künftigen Hauptstadtflughafens ein weiter wachsendes Käuferinteresse und damit ein anziehendes Bodenrichtwertniveau.

Wie zu jedem Jahresbeginn tritt der Gutachterausschuss unter Leitung von Anett Thätner, Leiterin des Kataster- und Vermessungsamtes der Kreisverwaltung, zusammen, um die Grundstücksverkäufe des Vorjahres zu analysieren und daraus Bodenrichtwerte zu beschließen. Eins der Ergebnisse ist, dass für höherwertige Wohnbauflächen in den Gemeinden Blankenfelde-Mahlow, Großbeeren, Rangsdorf und in der Stadt Ludwigsfelde die Bodenrichtwerte mit bis zu 150 Euro am höchsten liegen. Hier gebe es laut den Aussagen eines Maklers, der auch zu dem Gutachtergremium gehört, so gut wie nichts mehr zu vermitteln, berichtet Anett Thätner. Früher habe man lange warten müssen, um etwas loszuwerden, jetzt gingen sogar ungünstig gelegene oder geschnittene Grundstücke sofort weg. Im näheren Umfeld des BER sei zwar die Anzahl der verkaufswilligen Eigentümer gestiegen, aber auch gleichzeitig die Zahl der Käufer. „Die Leute ziehen fast bis unter die Startbahn“, meint Thätner. Sollte es dennoch wegen des Fluglärms verlassene Immobilien geben, die sich nicht verkaufen lassen, so ließen sie sich immerhin noch vermieten. Damit ginge aber auch ein Klientelwechsel einher. Aus Frankfurt am Main wisse man, dass ganze Wohnparks für Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal entstünden. Die meisten Bewohner hätten dann aber noch einen Zweitwohnsitz in größerer Entfernung zu ihrem Arbeitsplatz, sofern sie es sich leisten können.

Breite Preisspanne

2480 Kaufverträge wurden 2013 von der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses ausgewertet. Die Ergebnisse dieser Analyse und steigende Kaufpreise in begehrten Lagen führten in 42 Zonen zu erhöhten Bodenrichtwerten - um bis zu 20 Euro pro Quadratmeter. Absenkungen gab es in sechs Zonen.
476 Bodenrichtwerte für Wohnbauland, gemischte Bauflächen und Gewerbeflächen sowie weitere Bodenrichtwerte für Acker-, Grünland- und Forstflächen des Landkreises wurden ermittelt.
150 Euro pro Quadratmeter sind der Spitzenwert, der in Teltow-Fläming für Wohnbauland gezahlt wurde. Er liegt in Mahlow-Waldblick. Im „Roten Dudel“ in Mahlow und im Mahlower Zentrum sind es 140 Euro, in Dahme dagegen nur zehn und im Niederen Fläming fünf Euro.

Einen großen Bedarf gibt es im Norden des Landkreises an Mietwohnungen. Private Investoren seien aber zurückhaltend, weil sie mindestens zehn Euro Kaltmiete pro Quadratmeter nehmen müssten, die sich aber kaum einer leisten könne. „Wenn die Leute keine bezahlbaren Wohnungen kriegen“, so fürchtet Gärtner, „ziehen sie weg.“ Deshalb hatte Dahme-Spreewalds Landrat Stephan Loge (SPD) neue Wohnbauförderprogramme von der Landesregierung gefordert, um diese Entwicklung zu stoppen.

Südlich der B246 wird der TF-Grundstücksmarkt ruhiger. Aber auch dort habe sich etwas getan wie zum Beispiel in Zossen und Trebbin. Auch ganz im Süden des Kreises gebe es durchaus Steigerungen, vor allem in den Orten, die gut erreichbar sind. Zum Beispiel in Oehna. Hier lag der Richtwert für Bauland vor zehn Jahren bei drei Euro, heute sind es 15 Euro. „Hier stimmt die Infrastruktur“, sagt Anett Thätner, „dort leben die Menschen gern, auch wenn sie dafür weite Fahrwege in Kauf nehmen müssen.“ Der Ausbau der B101 und der B96 zeige seine Auswirkungen und ziehe die Wohninteressenten weiter in den Süden.

Auch die Preise für landwirtschaftlich genutzte Flächen stiegen im Vergleich zu den Vorjahren im ganzen Kreis weiter an. Wer sich ganz genau und detailliert über die Bodenrichtwerte informieren will, kann dies auf dem Internet-Portal der Landesvermessung tun und zwar kostenlos.

Von Hartmut F. Reck

Für viele Fans kam das Aus für die Band „Six“ im Internet-Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision-Songcontest überraschend. Besonders enttäuschend dabei: Die vielen Unterstützer-Klicks im Internet, um die geworben wurde, zählten am Ende überhaupt nicht.

18.02.2014
Dahme-Spreewald Uwe Schierhorn berichtet nach seiner Rückkehr über seinen Flug im Nasa-Flugzeug - Den Sternen so nah

Vor wenigen Tagen ist Uwe Schierhorn von seiner wohl aufregendsten Reise überhaupt zurückgekommen. Der Lehrer ist mit einem NASA-Flug den Sternen so nah gekommen, wie es nur ganz wenigen Menschen gelingt. Der MAZ erzählt er von seinem Abenteuer in luftiger Höhe.

17.02.2014
Teltow-Fläming SPD-Nachwuchs stimmt sich in Luckenwalde auf Wahlkämpfe in diesem Jahr ein - Jusos fordern Mietenbremse

Die brandenburgischen Jungsozialisten (Jusos) haben am Wochenende im Luckenwalder Kreishaus ihre Landesdelegiertenkonferenz abgehalten. Sie diskutierten über ihre Strategie im Superwahljahr. Außerdem wurden wichtige Posten neu gewählt.

16.02.2014