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Dahme-Spreewald Gut besuchtes MAZ-Wahlforum
Lokales Dahme-Spreewald Gut besuchtes MAZ-Wahlforum
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18:31 30.08.2017
Volles Haus: Der Saal im Zeuthener Desy-Institut war beim MAZ-Wahlforum am Dienstagabend bis auf den letzten Platz gefüllt. Zum Auftakt wurden die Kandidaten einzeln vorgestellt. Quelle: Gerlinde Irmscher
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Zeuthen

Einen unterhaltsamen und informativen Abend erlebten die 320 Besucher des MAZ-Wahlforums am Dienstagabend im Saal des Desy-Instituts in der Platanenallee in Zeuthen. Gut zweieinhalhalb Stunden lang stellten sich die drei Bürgermeisterkandidaten Sven Herzberger (parteilos, für FDP, Linke, BfZ), Martina Mieritz (SPD) und Nadine Selch (CDU) den Fragen, bei denen es längst nicht nur um die Kommunalpolitik ging. Sie machten ihre Sache alles in allem gut. „Die sehr vorzeigbaren Kandidaten haben einen großen Beifall verdient“, sagte Moderator Lothar Mahrla, Geschäftsführer und Redaktionsleiter des MAZ-Regionalverlages, anerkennend zum Ende der Veranstaltung. Den Applaus gab es prompt.

Politisch und privat

In Zeuthen startete die Reihe von MAZ-Wahlforen, bei denen in den kommenden Tagen noch in Bestensee, Königs Wusterhausen und Wildau den Bürgermeisterkandidaten auf den Zahn gefühlt wird. Besucher sollen sich ein möglichst genaues Bild von ihren politischen Zielen, aber auch von den Menschen machen können. In Zeuthen war dazu gleich zum Auftakt die Gelegenheit. Die Kandidaten betraten einzeln den Saal, während ihr Lieblingslied gespielt wurde.

Martina Mieritz (SPD). Quelle: Gerlinde Irmscher

Martina Mieritz, 52, hatte sich „Lady in Black“ von Uriah Heep ausgesucht, Sven Herzberger, 48, lief zu „Unsere Heimat“ von Katrin Saß auf und für Nadine Selch, 39, wurde „Enjoy the Silence“ von Depeche Mode aufgelegt. Persönlich ging es bei der ersten Fragerunde weiter, als die Kandidaten verrieten, wo sie ihre Kleidung kaufen, ob sie an Gott glauben, ob sie reich sind oder wo sie in Zeuthen am liebsten essen gehen. Nur einmal mussten alle passen – keiner der Drei konnte spontan seinen Lieblingswitz zum Besten geben. Souverän meisterten sie wiederum die Aufgabe, das Zeuthener Gemeindewappen zu zeichnen.

Herzberger siegt bei Saalwahl

Sven Herzberger (FDP, Linke, BfZ) hat das Publikum beim MAZ-Wahlforum am meisten überzeugt. Bei der Saalwahl erhielt er 106 Stimmen. Abgeschlagen folgen Martina Mieritz (SPD) mit 22 und Nadine Selch (CDU) mit 21 Stimmen.

Die Zuschauer konnten auf dem Wahlzettel bei einem der Kandidaten ihr Kreuz machen; nicht alle beteiligten sich.

Nicht überzeugt waren zehn Besucher. Sie gaben den Zettel ohne Kreuz ab.

Im kommunalpolitischen Teil ging es anschließend thematisch zur Sache. Zur niveaufreie Bahnquerung sprachen sich Martina Mieritz und Nadine Selch sich für den Tunnel im Forstweg aus. Sven Herzberger plädierte hingegen für den Hankelweg-Tunnel mit gleichzeitiger Verlegung der Landesstraße. „Aber wer das zahlt, kann ich nicht beantworten“, sagte er.

Sven Herzberger (FDP, Linke, BfZ) Quelle: Gerlinde Irmscher

Bei der Erweiterung der Grundschule stand SPD-Frau Mieritz mit ihrer Forderung alleine da, den Ausbau am jetzigen Standort wegen der Platznot sofort in Angriff zu nehmen. „Wir müssen das dringend machen“, sagte sie. Herzberger und Selch bevorzugen hingegen die kleine Variante mit Anbau von Hort und Mensa und wollen sich für einen Schulneubau mit Nachbarorten Schulzendorf und Eichwalde einsetzen. Alle drei Kandidaten betonten die Notwendigkeit von sozialem und bezahlbaren Wohnraum in Zeuthen. Nadine Selch strebt ein Genossenschaftsmodell für die kommunalen Wohnungen an. „Das ist eine hervorragende Idee“, meinte sie.

Einig bei der L401

Einigkeit herrschte beim geplanten Ausbau der Landesstraße L401, der Ortsdurchfahrt. Alle drei Kandidaten sind für die Sanierung, lehnen aber die beabsichtigte Fällung von 261 Alleebäumen kategorisch ab. Als ein Zuhörer fragte, ob sie eine entsprechende Petition an den Landtag unterschreiben würden, bejahten sie das und trugen sich umgehend in die Listen ein.

Nadine Selch (CDU). Quelle: Gerlinde Irmscher

Gut schlugen sich die Bürgermeisterkandidaten auf dem heißen Stuhl, auf dem sie die Moderatoren mit unbequemen Fragen konfrontierte. So musste Martina Mieritz ihre lange Gefolgschaft zur umstrittenen SPD-Bürgermeisterin erklären, Sven Herzberger sein früheres Engagement bei der PDS und Nadine Selch, warum sie sich als Oppositionspolitikerin im Gemeinderat das Bürgermeisteramt zutraut. Wie gut sie ihren Ort kennen, mussten die Kandidaten bei den Schätzfragen unter Beweis stellen, zum Beispiel nach der tiefsten Stelle im Zeuthener See. Auch hier schlugen sie sich wacker.

Aus dem Publikum kamen Fragen zum „abgehängten Miersdorf“, zur drohenden Verdichtung durch zu viel Bebauung, zur Belebung des Ortskerns und zum schlechten Zustand von Gehwegen. Die Antworten wurden teilweise mit Beifall bedacht. Ausgebuht wurde kein Kandidat. Einzig die Mikrofone sorgten zu Beginn der zweiten Hälfte für Misstöne. Gut möglich, dass sie durch Experimente in Desy-Laboren gestört wurden.

Von Frank Pawlowski

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