Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Dahme-Spreewald Gutachten: Gefahr seit September bekannt
Lokales Dahme-Spreewald Gutachten: Gefahr seit September bekannt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:10 08.10.2016
Die Dachkonstruktion an der Turnhalle der Grundschule ist einsturzgefährdet. Der Gemeinde ist das seit Anfang September bekannt. Quelle: Andrea Müller
Anzeige
Zeuthen

Die einsturzgefährdete Turnhalle an der Grundschule am Wald in Zeuthen erhitzt weiter die Gemüter. Der MAZ liegt jetzt das Gutachten vom Sachverständigen Henning Pohle vor. Er hatte bereits am 8. September der Gemeinde mitgeteilt: „Aus meiner Sicht ist aufgrund der vorgefundenen Schadensbildung Gefahr im Verzug.“

Pohle hatte die Untersuchung am 1. September vorgenommen. Mit Stecheisen und Bohrer habe er widerstandslos in das untersuchte Holz eindringen können. „Ein ohne Kraftaufwand heraus gelöstes Holzteil zeigt einen Befall durch holzzerstörende Pilze“, heißt es weiter in dem Gutachten. Zudem sei die Oberfläche der Holzbauteile mit einem nicht diffusionsoffenen Anstrich belegt. Dieser sei im Bereich der Holzschäden ohne Untergrundhaftung und habe sich teilweise vollständig abgelöst. Als Schadensursache benannte Pohle dauerhaft eindringende Feuchtigkeit. Das Holz sei nicht vor eindringendem Wasser geschützt worden. Der nicht diffusionsoffene Anstrich habe gar die Feuchtigkeit im Holz eingesperrt und ein Abtrocknen der Holzteile verhindert, wodurch die Schimmelbildung möglich wurde.

Inzwischen haben drei Fraktionen im Rathaus Akteneinsicht verlangt. Das sind die Fraktionen von FDP, CDU und Grünen.

Kritik an Bürgermeisterin Burgschweiger

Zeuthens Bürgermeisterin Beate Burgschweiger (SPD) zeigte sich gestern verärgert darüber, dass der MAZ inzwischen das Gutachten vorliegt: „Das ist nicht öffentlich“, sagte sie und wollte eigentlich nicht erneut zu den Vorwürfen Stellung nehmen. Schließlich sagte sie aber, dass sie erst am 4. Oktober von der akuten Gefahr erfahren habe und daraufhin die Halle sofort habe sperren lassen. Zwei Tage zuvor hatte sie aber der MAZ erklärt, dass ein erstes Gutachten vom 8. September noch kein klares Ergebnis gebracht habe und erst eine erneute Untersuchung Anfang Oktober darauf hingewiesen habe, dass Gefahr im Verzug sei.

„Sie hat bewusst ein hohes Risiko in Kauf genommen“, kommentierte das die Vorsitzende der CDU-Fraktion, Nadine Selch. Dass die Bürgermeisterin im September noch nichts von der Gefahr gewusst haben will, empört Karl-Uwe Fuchs (FDP): „Worüber, wenn nicht über die Gefahr eines möglichen Einsturzes einer gemeindeeigenen Sporthalle, will man denn die Bürgermeisterin informieren?“, fragte er. „Es muss davon ausgegangen werden, dass seit dem 8. September Lebensgefahr für jeden Turnhallenbenutzer bestanden hat“, so Jonas Reif (Grüne).

Erste Untersuchungen bereits im Februar

Genau genommen wusste das Rathaus schon viel eher von Schäden an der Dachkonstruktion. Das belegt eine Stellungnahme vom Ingenieurbüro Kai Billinger aus Zeuthen, das die Halle bereits im Februar dieses Jahres untersucht hatte.

Seit September fanden in der Sporthalle neben Sportunterricht und Vereinstraining auch Großveranstaltungen statt, darunter die Schuleinführung sowie der Dahme-Pokal. Beide Male waren mehr als 600 Besucher in der Halle.

Von Andrea Müller

Bereits seit gut zwei Wochen ist die Dahme-Radwegbrücke zwischen Wildau und Niederlehme (Dahme-Spreewald) gesperrt. Bei einer Routinekontrolle waren gravierende Mängel im Tragwerk festgestellt worden. Weil die Brücke einsturzgefährdet ist, war kurzzeitig auch der Schiffsverkehr betroffen. Eine schnelle Lösung ist nicht in Sicht.

08.10.2016
Polizei Dahme-Spreewald: Polizeibericht vom 7. Oktober - Autofahrer eingeklemmt und schwer verletzt

Ein VW-Fahrer wurde am Donnerstagabend bei einem Unfall auf der A13 bei Bestensee schwer verletzt. Nachdem er mit seinem Wagen ins Schleudern geraten und quer zur Fahrbahn stehengeblieben war, prallte ein BMW-Fahrer mit seinem Wagen gegen den VW. Der Fahrer wurde schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, die Autobahn war über Stunden voll gesperrt.

11.10.2016

Nach 26 Jahren Pferdezucht am Mittelmeer hat Gabriele Mai den Reiterhof St. Georg in Bestensee übernommen – zunächst als Pächterin. Gemeinsam mit Eltern und Bruder bringt sie das Areal Stück für Stück in Ordnung und hofft, die Anlage noch in diesem Jahr kaufen zu können

07.10.2016
Anzeige