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Gutachten eingefordert

Märkisch Buchholz Gutachten eingefordert

In Cottbus haben sich Vertreter der Nachbargemeinden von Märkisch Buchholz, von Forst, dem Landesumweltamt, der Wasserbehörde und des Bundes für Umwelt und Naturschutz getroffen, um für die Umweltverträglichkeitsprüfung für die Gasbohr- und -aufbereitungspläne in Märkisch Buchholz zu sprechen.

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Assmann 2015 an der damals gewarteten Sonde.

Quelle: Grunow

Märkisch Buchholz. Zahlreiche Träger öffentlicher Belange – Vertreter angrenzender Gemeinden, von Forst, dem Landesumweltamt, der Wasserbehörde und des Bundes für Umwelt und Naturschutz – haben sich am Dienstag im brandenburgischen Landesamt für Bergbau, Geologie und Rohstoffe in Cottbus getroffen, um die Maßnahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung für die Gasbohrpläne in Märkisch Buchholz festzulegen.

Sämtliche Gutachten bis Jahresende

„Es war gut vorbereitet seitens des Amtes, und es gab auch viele Stellungnahmen“, erklärte danach Gunnar Assmann. Der Projektleiter des Unternehmens Engie, das für die Gaslagerstätte bei Märkisch Buchholz die Bergbaurechte innehat, geht davon aus, dass Engie bis Jahresende sämtliche, nun eingeforderte Gutachten vorlegen kann.

Assmann hatte in Cottbus erneut bekräftigt, dass das Unternehmen als Standort für die zusätzlich zur Gasförderung geplante Gasaufbereitungsanlage das Areal der seit 1986 existierenden Gassonde Märkisch Buchholz 1 favorisiert. Dass diese mitten im Landschaftsschutzgebiet liegt, sei bei Erfüllung sämtlicher Auflagen vermutlich keine Hürde, wurde dem Unternehmen nun neuerlich im Bergamt bescheinigt. Noch bis vor wenigen Monaten war das Gewerbegebiet am Stadtrand anvisiert worden als Standort der Anlage. Die Kommune hatte dafür zahlreiche Auflagen ausgehandelt und würde gern an den Plänen festhalten.

Geringer Einfluss außerhalb der Stadt

Außerhalb der Stadtgrenzen jedoch ist die Einflussnahme durch die Märkisch Buchholzer gering, hier würde Engie nur die gesetzlich geforderten Standards einhalten müssen. „Jetzt geht es darum, das Bestmögliche und den bestmöglichen Schutz der Leute herbeizuführen“, sagte die Märkisch Buchholzer Bürgermeisterin Bianca Urban, die mit fünf Stadtverordneten in Cottbus dabei war und im Vorfeld ebenfalls eine Stellungnahme eingereicht hatte.

Für die Umweltverträglichkeitsprüfung muss Engie nun aber dennoch beide Standortvarianten untersuchen. Festgelegt wurde dafür ein Radius von anderthalb Kilometer. Damit gehören die Nachbargemeinden nicht zum Untersuchungsgebiet. „Die Luft hört nicht nach 1500 Metern auf“, kommentiert Müchehofes Bürgermeister Ralf Irmscher, der auch Sprecher der sich gegen die Engie-Pläne wendenden Bürgerinitiative „Bürger in Bewegung“ ist.

Von Karen Grunow

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