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Gute Chancen fürs „Litbeg“

Leader-Förderung im Schenkenländchen Gute Chancen fürs „Litbeg“

Die Sanierung der alten Schule in Märkisch Buchholz, in der jetzt das Literatur- und Begegnungszentrum „Franz Fühmann“ untergebracht ist, könnten schon bald abgeschlossen werden. Voraussetzung dafür ist ein positiver Förderbescheid, der Mittel aus dem EU-Förderprogramm Leader beschert. Die Chancen stehen nicht schlecht.

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Die Badestelle in der Teupitzer Gutzmannstraße soll im kommenden Jahr ins Rennen gehen.

Quelle: Karen Grunow

Märkisch Buchholz. In Märkisch Buchholz hat eine Nachricht kürzlich große Freude ausgelöst: Der Plan, die Sanierung der ehemaligen alten Schule durch das EU-Förderprogramm Leader fertigzustellen, könnte aufgehen. Das Erdgeschoss wurde vor einigen Jahren nach aufwendigem Umbau als Literatur- und Begegnungszentrum „Franz Fühmann“ wiedereröffnet. Der für die Vorauswahl der zu unterstützenden Projekte zuständige Spreewaldverein hat dem „Litbeg“, wie der Bau bei den Märkisch Buchholzern heißt, die nach den Auswahlkriterien erforderliche Mindestpunktzahl zugesprochen (MAZ berichtete).

„Das ist allerdings noch keine Förderzusage“, erklärt Uwe Löffler, der Leiter des Bauamtes der Verwaltung des Schenkenländchens. Doch das positive Votum des Spreewaldvereins für das mit insgesamt 870 000 Euro veranschlagte Ausbauprojekt ist „ein großer Schritt“, so Löffler. Im September nun wird der konkrete Fördermittelantrag gestellt. „Dann könnte noch in diesem Jahr mit einem Zuwendungsbescheid zu rechnen sein“, hofft er.

Hintergrund

Die aktuelle Förderperiode geht bis 2020. Zweimal im Jahr können Projekte dafür eingereicht werden.

Zuständig für die Vorauswahl in der Region ist die Lokale Aktionsgruppe Spreewaldverein, die sich aus 15 Wirtschafts- und Sozialfachleuten sowie Kommunalvertretern zusammensetzt.

In der vergangenen Förderperiode konnten im Land Brandenburg 4074 Maßnahmen im ländlichen Raum mit insgesamt 376 Millionen gefördert werden.

Schon im Herbst vergangenen Jahres hatte jede Kommune des Amtes Schenkenländchen eine eigene Prioritätenliste erstellt, welche Bau- und Umbauprojekte durch die Verwaltung für das bis 2020 ausgeschriebene EU-Förderprogramm Leader eingereicht werden sollten. „Für jede Gemeinde gibt es circa zehn Maßnahmen als Ideen“, berichtet Dörte Schulz vom Bauamt. Um für Leader vorgeschlagen werden zu können, müssen allerdings schon sämtliche Genehmigungen vorliegen. Auch deshalb wurden für die erste Bewerberrunde zunächst nur zwei konkrete Maßnahmen ausgewählt: eben das Litbeg und das Projekt einer Kunst- und Ausstellungshalle in Schwerin. Das hat jedoch die erforderliche Mindestpunktzahl ganz knapp verfehlt. Nun muss überlegt werden, wie die Vision, aus der einstigen Kapelle des Friedhofs einen Kulturort für die Gemeinde und Besucher zu entwickeln, trotzdem realisiert werden kann. Nach den Regeln der Leader-Förderung kann das Konzept durchaus in überarbeiteter Form noch einmal eingereicht werden.

Relevant für die Punktevergabe sind verschiedene Kriterien, es geht um regionale Baukultur und Kulturerbe, gefragt ist zudem die Schaffung von Arbeitsplätzen, auch Umwelt- und Naturschutzmaßnahmen, Barrierefreiheit und die Verbesserung der Infrastruktur vor Ort ergeben wichtige Punkte für die Auswahl.

Das Groß Köriser Ensemble mit der sanierungsbedürftigen Zugbrücke und dem als touristische Anlaufstelle geplanten Brückenwärterhäuschen soll auch über Leader realisiert werden. Demnächst werden die Gemeindevertreter über einen Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Ortszentrums entscheiden, danach können die Leader-Pläne für das Dorf vor-angetrieben werden.

„Die grundsätzliche Marschrichtung geben uns die Haushaltspläne vor“, erklärt Löffler. Bei der nächsten Bewerbungsrunde im Herbst werden vor allem die Münchehofer bedacht werden: „Wir hoffen auf den weiteren Ausbau des Radweges Hermsdorfer Mühle“, sagt Löffler. Um einen Lückenschluss von 350 Metern geht es dabei. Außerdem soll möglichst die vor wenigen Monaten spontan in Gesprächen der Münchehofer Gemeindevertreter geborene Idee, aus der alten Feuerwehr im Ortsteil Birkholz ein auch touristisch nutzbares Gemeindezentrum zu machen, als mögliche Maßnahme beworben werden. Im nächsten Jahr dann könnte die Badestelle an der Teupitzer Gutzmannstraße zu einer der beiden Antragsfristen pro Jahr ins Rennen um EU-Gelder gehen: „Diese wollen wir als Erholungsstätte aufwerten“, erläutert Löffler. Für die Haushaltsplanung 2016 ist die idyllische Liegewiese am See schon mal anvisiert.

Von Karen Grunow

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