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Dahme-Spreewald Gutes Miteinander von Biber und Mensch
Lokales Dahme-Spreewald Gutes Miteinander von Biber und Mensch
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04:25 21.06.2016
Biber gehören zu den geschützten Arten. Dennoch passiere es laut Axel Mieritz , dass die Burgen beiseite geräumt werden. Quelle: Andrea Müller
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Bestensee

Biber sind laut Bundesnaturschutzgesetz streng geschützt. Leider hat nicht jeder dafür ein Einsehen, denn die Tiere greifen in den Wasserhaushalt des Gebietes ein, in dem sie leben. Es sind die einzigen Säugetiere, die ihren Lebensraum aktiv gestalten können. Bestensee ist dafür ein gutes Beispiel.

In Bestensee verweist dieses Schild darauf, dass hier der Lebensraum des geschützten Bibers beginnt und weiter gehen unerwünscht ist. Quelle: Andrea Müller

Axel Mieritz vom Naturschutzbund (Nabu) Dahmeland – er ist gleichzeitig Biberbetreuer – hat immer ein Auge auf das Wohl der putzigen Tiere, die gleichwohl ab und zu für Ärger sorgen. „Die Dämme der Biber werden dann leider beiseite geräumt“, zeigt Mieritz auf die wasserüberflutete Landschaft nahe der Bahnschienen in Bestensee. Dies sei jedoch streng verboten. Wer zuwider handelt, müsse mit hohem Bußgeld rechnen.

Verständnis für den Biber wecken

So weit will es Mieritz nicht kommen lassen. Sein Anliegen sei es vielmehr, Verständnis für die Tiere zu wecken. Wer sich mit ihnen beschäftigt, ihre Burgen sieht, werde fast zwangsläufig sein Herz für sie entdecken. Allein wie geschickt der Biber darauf achtet, seinen Lebensraum einzurichten und zu schützen, fasziniert. Denn wenn die von ihm benötigte Tiefe zum Schwimmen und Tauchen von 50 bis 80 Zentimetern nicht erreicht werde, beginne er aus Ästen und Zweigen einen Damm – bis zu einem Meter hoch – zu errichten, der mit Schlamm- und Pflanzenteilen abgedichtet wird. Der auf diese Weise angestaute Wasserstand gewährleiste, dass der Biber bei Gefahr schnell abtauchen kann. Während der Eingang seiner Bauten stets unter Wasser liegt, befindet sich der „Wohnkessel“ stets über dem Wasserspiegel. Axel Mieritz klettert behende auf eine solche Biberburg, die in Bestensee beachtliche Ausmaße angenommen hat. Sie misst in der Länge fast fünf Meter; die Zweige und Äste haben sich an die zwei Meter aufgeschichtet

Eine Biberburg in Bestensee. Der Biber-Beauftragte des Nabu Dahmeland, Axel Mieritz, besucht sie regelmäßig, um zu prüfen, ob alles in Ordnung ist. Quelle: Andrea Müller

Konflikte lassen sich nicht immer vermeiden

Dass es in Lagen von land- und forstwirtschaftlichen Flächen schnell zu Konflikten kommen kann, leuchtet Mieritz ein. Durch die Röhren, die der Biber gräbt, um schwimmend an seine Nahrungsvorräte zu kommen, bestehe immer wieder Einbruchsgefahr für schweres Gerät. „Hier in Bestensee ist dies jedoch nicht der Fall“, zeigt er auf die Idylle aus verwilderter Wasser- und Waldlandschaft. Mieritz würde sich sehr freuen, wenn die Bestenseer Bürger ihre schwimmenden „Baumeister“ beschützen würden, statt sie zu bekämpfen. Schon einmal war der Biber Ende des 19. Jahrhunderts in ganz Europa fast ausgestorben. „Jeder kann da mithelfen“, erklärt Mieritz. Dafür brauche man nicht Mitglied im Nabu sein.

Hier wurde der Damm eines Bibers zur Seite geräumt. Das ist strengstens verboten. Biber stehen unter ganz besonderem Schutz. Quelle: Andrea Müller

Von Andrea Müller

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