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Hänschen klein verjazzt

Benefizkonzert des Lions Club Königs Wusterhausen Hänschen klein verjazzt

Gute Gespräche und gute Musik standen beim Neujahrskonzert des Königs Wusterhausener Lions Clubs am Freitagabend im Mittelpunkt. In der Bibliothek der TH Wildau trat Sängerin Jessica Gall gemeinsam mit Johannes Feige und Robert Matt auf. Zahlreiche Zuschauer waren dabei

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Zahlreiche Zuhörer kamen am Freitag in die Hochschulbibliothek der TH Wildau.

Quelle: Heidrun Voigt

Wildau. Der Lions Club Königs Wusterhausen lud für Freitagabend zu seinem traditionellen Benefizkonzert zum Jahresbeginn ein. Dieses Mal stand nicht die klassische Musik im Mittelpunkt, sondern ein betörender Cocktail aus Jazz und Pop. Jessica Galls poetische und zugleich kraftvolle Songs, ihre ausdrucksstarke Stimme gaben dem Abend eine sehr persönliche Note. Die profilierte Sängerin bot intime Spannungsmomente und groovenden Swing. Eine echte Überraschung war ihre Zugabe: Hänschen klein. Das Volkslied vom Erwachsenwerden aus dem 19. Jahrhundert interpretierte sie umwerfend jazzig.

Mit Robert Matt am Klavier und Johannes Feige an der Gitarre hatte Jessica Gall zwei exzellente Begleiter. Ihr Gesang stand im Mittelpunkt, dennoch bot sich den Musikern genug Spielraum, eigene Akzente zu setzen. Und was für welche! In ihren Soli, beispielsweise in „Saturday Night“ oder „Pardon Me“, zeigten Matt beziehungsweise Feige, wie viel Verve und Energie in ihnen steckt.

Sängerin Jessica Gall wurde von Johannes Feige an der Gitarre und Robert Matt am Klavier begleitet

Sängerin Jessica Gall wurde von Johannes Feige an der Gitarre und Robert Matt am Klavier begleitet.

Quelle: Heidrun Voigt

Die Reihen in der Hochschulbibliothek Wildau waren bestens gefüllt. Das freute Lions-Präsident Knut Sabelus. „Wir hatten noch nie so viele Karten im freien Verkauf wie in diesem Jahr, das liegt sicher an der tollen Sängerin“, sagte er zu Beginn. Der Lions-Präsident verwies darauf, dass er mit Jessica Gall und Robert Matt zwei Künstler aus der Region eingeladen hatte. Das Paar lebt mit seinen Töchtern in Schulzendorf.

Knut Sabelus zog vor dem Konzert ein Resümee des zurückliegenden Jahres und dankte den Sponsoren. Aus den Reihen der Lions Königs Wusterhausen gründete sich im Sommer 2015 der Lions Club Berliner Ring und zwei neue Mitglieder konnten die Königs Wusterhausener gewinnen – Richard Geiselhart, Geschäftsführer von Landkost-Ei in Bestensee, sowie den Schweizer Philipp Amstutz, einer der Direktoren von Tropical Island.

Mit dem Benefiz-Konzert unterstützen die Lions zwei Initiativen: „Kinderträume e. V.“ und „Sport in KW“. „Wir wollen nicht nur Freude in das Dasein der Kinder bringen, die dem Tod ins Auge blicken; wir wollen helfen, dass sie kämpfen“, sagte Maria Kohl, die „Kinderträume“ 1997 gegründet hat und der 2005 das Bundesverdienstkreuz verliehen wurde. „Sport in KW“ vernetzt die ehrenamtliche Arbeit der 40 Vereine der Stadt. Königs Wusterhausens ehemaliger Bürgermeister Jochen Wagner: „Unsere Initiative wird seit 2011 vom Lions Club begleitet. 13 000 Euro wurden seitdem für uns zur Verfügung gestellt. Das Geld haben wir an die Vereine weitergegeben.“ Wagner nannte als Beispiel den Tanzclub „Take it easy“. Eine alleinstehende Mutter zweier Kinder war nicht in der Lage, die teure Wettkampfkleidung zu bezahlen, da sprangen die Lions mit 500 Euro ein. Jochen Wagner sagte, dass auch zunehmend Kinder mit Migrationshintergrund unterstützt werden sollen.

Zu den Konzertbesuchern gehörte das Ehepaar Turley aus Senzig. „Wir möchten, dass es Kindern gut geht, deshalb unterstützen wir das gern und sind heute hier“, sagte Doris Turley. „Was wir heute gehört haben, hat uns sehr gut gefallen“, war sich das Paar einig. Und auch Knut Sabelus war begeistert: „Ich höre gern Jazz und stimmlich war es für mich heute grandios.“

Der Abend endete, wie er begonnen hatte – mit anregenden Gesprächen.

Von Heidrun Voigt

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