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11:10 21.11.2016
Helga Piur im Gespräch mit Alexander G. Schäfer. Quelle: Uta Schmidt
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Wildau

Als „Häppchen“ in der 21-teiligen DDR-Fernsehserie „Zahn um Zahn“ sowie mit fröhlichen Bühnenschwänken spielte sich Helga Piur über mehrere Jahrzehnte in die Herzen einen Millionenpublikums. Doch das Rollenspektrum der beliebten Film-, Fernseh- und Theater-Schauspielerin war und ist bis heute viel breitgefächerter als viele Zuschauer erwarten. 2009 feierte die Schauspielerin, die mit Ehemann und Regisseur Günter Stahnke in Fredersdorf lebt, auch als Autorin Erfolge mit ihrer Autobiografie „Ein Häppchen von mir“. Am Samstagabend erfuhren Besucher des EWE-Kundercenters im A10-Center Wildau beim „Schäfer-Stündchen“ mit Moderator Alexander G. Schäfer Wissenswertes aus dem Leben der 77-Jährigen.

Dabei präsentierte sie sich zwei Stunden lang als witzige Vollblut-Entertainerin. „Ich wollte schon als Kind auf die Bühne“, erzählte Helga Piur. Doch sie startete zunächst eine Gesangsausbildung im Rundfunk-Kinderchor sowie eine Lehre an der Handelsschule mit der Ausbildung zur Sekretärin – ein Wunsch ihrer Eltern. Es folgte eine Arbeit im Lektorat eines Berliner Verlags. Nach der Ablehnung an der Berliner Schauspielschule hielt sie dennoch an ihrem Traum fest, sprach dem bekannten Regisseur Eduard von Winterstein vor. Der erkannte ihr Talent und nahm sie fortan als seine Meisterschülerin unter seine Fittiche. Eine erfolgreiche, jahrzehntelange Karriere als Schauspielerin nahm ihren Anfang, die bis heute anhält.

Nach der Wende folgten Rollen im Tatort und Theaterauftritte

Zum Riesenerfolg wurden 649 Folgen des Rundfunkklassikers „Neumann zweimal klingeln“ und die alljährliche Sendung „Weihnachten mit Frank“. Als einen Höhepunkt bezeichnete Piur ihre Rolle als Diana im Defa-Film „Orpheus in der Unterwelt“.

Nach der Wende und der Abwicklung des DDR-Fernsehfunks, bei dem Piur als freie Schauspielerin unter Vertrag stand, folgten Rollen im „Tatort“ sowie Auftritte an Theatern wie der Dresdner Komödie. Über ihr komödiantisches Talent in gern gesehen Bühnenschwänken sagte sie: „Ich fand es immer schön, Menschen zum Lachen zu bringen“.

Kurzweiliger Abend sorgt für Begeisterung

Im kurzweiligen Gespräch mit Alexander G. Schäfer, der sich als profunder Kenner der DDR-Film- und Fernsehgeschichte erwies, sparte Piur aber auch nicht mit Informationen über schwere Erlebnisse wie dem frühen Tod der Mutter 1945, der Trennung von fünf Brüdern und dem Erwachsenwerden unter kargen Verhältnissen bei Verwandten. Nach der Trauerarbeit habe sie von der Kindheit an sehr bewusst gelebt. „Das hat mich geprägt. Die Verlustängste trägt man aber ein Leben lang mit sich.“ Schäfer fragte auch nach dem Geheimrezept für die ewige Jugend und der schlanken Linie, mit der die Schauspielerin beeindrucke. „Nette Menschen, viel Bewegung und immer in Aktion sein. Und ich habe viel zu reden, dabei rege ich mich oft auf“, so Piurs Antwort. Sie könnte alles essen, was „fürchterlich“ ist – von der Schokolade bis zum Gänsebraten. Ihr Fazit: „Für mich ist das Leben schön so wie es ist. Obwohl es ein ewiger Kampf ist. Ich bin froh, dass ich so bin wie ich bin“.

Die Zuhörer zeigten sich begeistert über das kurzweilige „Schäfer-Stündchen“. „Mich hat beeindruckt, wie sehr bei Frau Piur Persönlichkeit und Rolle übereinstimmt. Sie ist sehr authentisch“, sagte Klaus Griehl aus Wildau. Fritz Häseler aus Königs Wusterhausen wollte die Schauspielerin einmal live erleben. „Vor allem als Häppchen in Zahn-um-Zahn ist sie mir in bester Erinnerung“.

Von Uta Schmidt

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