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„Hallo, thank you!“

Erste Flüchtlinge in Zeesen „Hallo, thank you!“

Die ersten 50 Flüchtlinge sind Mittwoch direkt aus Eisenhüttenstadt nach Zeesen gebracht worden. Sie kamen am späten Nachmittag in der umgebauten ehemaligen Produktionshalle im Gewerbepark an, wo sie herzlich von den Mitarbeitern des Arbeiter-Samariter-Bundes aufgenommen wurden. Donnerstag werden noch einmal mehr als 80 Flüchtlinge erwartet.

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Freundliche Begrüßung auf beiden Seiten: Der ASB hieß am Mittwoch im Gewerbepark in Zeesen 50 Flüchtlinge willkommen.

Quelle: Andrea Müller

Königs Wusterhausen. 50 Männer aus Syrien sind am Mittwochnachmittag im Notaufnahme-Lager im Königs Wusterhausener Ortsteil Zeesen angekommen. Am Donnerstag werden noch einmal 81 Flüchtlinge erwartet. Vertreter der Linken hatten im Eingangsbereich Willkommens-Grüße in 16 Sprachen aufgehängt.

Der Landkreis Dahme-Spreewald hatte zuvor gemeinsam mit dem Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) aus einer ehemaligen Produktionshalle im Gewerbegebiet Zeesen innerhalb kürzester Zeit eine Unterkunft gemacht. ASB-Geschäftsführer in Mittel-Brandenburg, Michael Braukmann, erklärte, dass seine Mitarbeiter nicht einmal zwei Wochen dafür gebraucht hätten. „Künftig werden sich 30 ASB-Mitarbeiter um die Flüchtlinge kümmern“, sagte er. Diese Anzahl sei notwendig, um die Asylsuchenden rund um die Uhr zu versorgen und zu betreuen.

190 Betten stehen zur Verfügung

In der Notunterkunft gibt es insgesamt drei Schlafsäle, einer für Männer, zwei für Frauen beziehungsweise Mütter mit Kindern. Zusammen stehen 190 Betten zur Verfügung. Falls mehr Männer als gegenwärtig erwartet eintreffen, werde einer der beiden Frauen-Säle für sie genutzt. Im hinteren Bereich der Halle befinden sich Spielräume für Kinder. „Wir haben in den Kitas rundherum gefragt, wo Spielzeug übrig und entbehrlich ist“, so Braukmann. Nun gibt es Bälle, kleine Zelte und Kindermöbel für die ankommenden Flüchtlings-Kinder. Im oberen Stock wurde ein Speisesaal eingerichtet. Es werde, so hieß es, feste Essenszeiten geben. Darüber hinaus werde eine Art Buffet für Mahlzeiten außerhalb dieser Zeiten bereitgehalten. Die Notwendigkeit dafür hätte die Erfahrung aus anderen Flüchtlingsunterkünften ergeben. „Man kann hier eben nicht von unseren deutschen Gewohnheiten ausgehen“, sagte der ASB-Geschäftsführer.

Bevor die Flüchtlinge eintrafen, machte sich Landrat Stephan Loge (SPD) ein Bild von der Unterkunft. Er sah sich alle Räume an, auch die Sanitäranlagen, die in Containern vor der früheren Produktionshalle vorgehalten werden. „Der ASB hat hier bei der Einrichtung der Notaufnahme hervorragende Arbeit geleistet“, lobte er im Anschluss an seinen Rundgang. Stephan Loge bedankte sich auch bei den vielen freiwilligen Helfern. Die Flüchtlinge wurden bei ihrer Ankunft herzlich begrüßt und in Arabisch und Englisch in ihr vorerst neues Heim eingewiesen, wo sie auch Decken und Bettzeug erhielten, bevor sie sich so weit es geht einrichten konnten. Als Schrank steht jedem Flüchtling ein Umzugskarton zur Verfügung. „Die meisten haben ohnehin nichts“, so Braukmann. Meist würden sie erst in den Kleiderkammern mit dem Notwendigsten versorgt.

Tatsächlich kamen die meisten mit einem kleinen Rucksack. Einzelne führten Schlafsäcke bei sich. Wer nicht einmal dies hatte, konnte seine wenigen Habseligkeiten nur in eine Plastiktüte einpacken, wie man sie aus dem Supermarkt kennt. Dennoch bedankten sich einige sofort bei der Ankunft herzlich bei den Helfern mit den Worten: „Hallo, thank you!“

Von Andrea Müller

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