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Hammelwagen unter der Blütenkrone

Rosenbaumfest in Gräbendorf Hammelwagen unter der Blütenkrone

16 starke Männer brauchte es, um den mehr als 17 Meter hohen Rosenbaum durch Gräbendorf zu tragen und ihn schließlich im Ortszentrum aufzustellen. Traditionell wird dort am Pfingstwochenende das Rosenbaumfest gefeiert. Neben dem üblichen Festtreiben darf dabei das Hammelkegeln nicht fehlen.

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17,5 Meter war der geschmückte Rosenbaum lang.

Quelle: Uta Schmidt

Gräbendorf. Am Pfingstsonntag war es wieder soweit: Punkt 13 Uhr schulterten wie in jedem Jahr junge Männer in blütenweißen Hemden den opulent geschmückten Rosenbaum, um diesen in Begleitung von Blasmusikanten und der Schar fröhlicher Einwohner durch Gräbendorf zu tragen. „Diesmal sind es 16 Träger. Wir sind froh über jeden, der mit anpackt“, sagte Tom Stehle, der Vorsitzende des örtlichen Dorfklubs. Jörg Leser mit einem Gardemaß von 1,96 Metern schulterte in diesem Jahr die schwere Blütenkrone. „Wer an welcher Stelle zufasst, weiß man immer erst, wenn‘s wirklich losgeht. Der Größte läuft hinten und trägt die Krone. Und das bin diesmal ich“, sagte der Körbiskruger. Immer wieder gerne helfe er den Gräbendorfern als Rosenbaumträger aus.

Auch die Gastgeberinnen waren als Akteure auf dem Festplatz auf der Dorfaue gefordert. Und das nicht nur an Kuchen- und Grillständen. Den Frauen im Dorfklub kommt vor allem bei der Vorbereitung des traditionellen Festes eine große Aufgabe zu. Bereits am Vortag holen sie das frische Eichenlaub für die Umwicklung des gut 17 Meter hohen Lächenstamms aus der Dubrow und knüpfen es zur Girlande. Danach geht’s an das Binden der großen Blumenkrone aus den Blüten der Saison. „Diesmal haben wir schöne Rosen und Pfingstrosten, Gerbera, Nelken und Hortensien verarbeitet“, erklärte Britta Kretschmar den Augenschmaus. Ihre Gärtnerei stellte in jedem Jahr die Blumenpracht zur Verfügung. „So hat jeder in unserem 30 Mitglieder starken Verein eine wichtige Aufgabe“, sagte Bernd Freimuth, der dem Dorfklub seit 1992 angehört und für die Organisation auf dem Festplatz verantwortlich war.

Hauptattraktion ist das Hammelkegeln

Hauptaktion ist in jeden Jahr aber nicht nur das Tragen und Aufstellen des Rosenbaumes, sondern auch das Hammelkegeln. Wer sich als Sieger auf der Kegelbahn auf dem Dorfplatz erweist, kann wie in alten Tagen mit einem lebenden Hammel nach Hause ziehen. Das Tier wird beim Festumzug erst einmal durch das Dorf gezogen. Nach dem Umzug findet der Hammel seinen Platz im schattigen Gatter mit frischem Wasser zur Erholung. „Ich wüsste gar nicht, ob ich mich über den Gewinn freuen sollte. Wahrscheinlich würde ich den Hammel jemandem schenken, der eine Wiese kurz halten muss“, überlegte Siegfried Lehmann aus Zeuthen. Er habe zwar das Fest schon öfter besucht, aber noch nie den Umzug und das Aufstellen des Rosenbaums verfolgt. Wurde der Hammelpreis in den Vorjahren meist noch dem Metzger anvertraut, so spendieren seit einigen Jahren die Gewinner dieses Tier dem Kinderbauernhof Gussow.

Von Uta Schmidt

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