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Handgriff gegen Husten

Königs Wusterhausen Handgriff gegen Husten

Facharzt Carsten Zschenderlein übernimmt die Kinderarzt-Praxis in der Eichenallee. Der 33-Jährige bringt neue Methoden der traditionellen chinesischen Medizin mit. So lassen sich Husten und Kopfschmerz ebenfalls behandeln. Das können Patienten und Eltern sogar selbst tun.

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Facharzt Carsten Zschenderlein beim MAZ-Gespräch. Er übernimmt die Praxis in der Eichenallee, sie wird am 3. Juli eröffnet.

Quelle: Gerlinde Irmscher

Königs Wusterhausen. Säfte gegen Husten? Tabletten gegen Kopfschmerzen? Bei Kindern und Jugendlichen muss das nicht immer sein. Ein Drücken, Klopfen oder Reiben an der richtigen Stelle kann oft viel heilsamer sein. Davon jedenfalls ist Facharzt Carsten Zschenderlein überzeugt. Der Zossener übernimmt im Sommer die Kinderarzt-Praxis in der Eichenallee in Königs Wusterhausen von Ärztin Silvia Keulen, die in den Ruhestand geht.

Eine wunderbare Kombination

Der neue Kinder- und Jugendarzt in Königs Wusterhausen will die Schulmedizin mit traditionellen chinesischen Behandlungen verbinden. „Das ergänzt sich sehr gut, es ist eine wunderbare Kombination“, sagt der 33-Jährige. Er ist verheiratet und hat zwei kleine Kinder. Zu seinem Team wird eine erfahrene Physiotherapeutin gehören. Die Praxis will er umfangreich modernisieren, die Räume umgestalten, ein Ultraschallgerät anschaffen. „Alles, was wir für die moderne Diagnostik und Behandlung benötigen, wird vorhanden sein.“ Zusätzlich wird in einem weiteren Raum eine Behandlungsform der chinesischen Medizin angeboten, die laut Zschenderlein für Kinder und Jugendliche besonders gut geeignet ist. Sie nennt sich Tuina, das ist eine Akupunktur ohne Nadeln. „Störungen ertastet man mit den Fingern, Reize werden mit bestimmten Handgriffen gesetzt.“

Erfahrungen waren bisher positiv

Das Angebot sei bundesweit ein Novum. Doch der junge Arzt ist vom Erfolg überzeugt. „Meine Erfahrungen sind durchweg positiv“, sagt er. Ernährungstipps und eine Kräutertherapie mit Teemischungen sind weitere Bestandteile dieser Behandlung. Carsten Zschenderlein hält sie dann für ratsam, wenn mit der herkömmlichen Medizin den Beschwerden nicht beizukommen ist. Eltern können sich dazu beraten lassen. Einfache Handgriffe will er ihnen beibringen, damit sie die Behandlung ihrer Kinder zu Hause fortsetzen können. Jugendliche könnten das auch selbst durchführen. „Wir sagen ihnen: Du kannst hier drücken, dann wird es besser.“ Geplant sind außerdem kostenlose öffentliche Informationsabende für Patienten und Eltern zur traditionellen chinesischen Medizin.

Krankenkassen übernehmen Kosten noch nicht

Da die gesetzlichen Krankenkassen diese Behandlungsform für Kinder und Jugendliche noch nicht übernehmen, entstünden auch Kosten, so Zschenderlein. Eine Preisliste und weitere Informationen gibt es auf der Internetseite www.kinder-tcm.de

Die Kinderarztpraxis von Silvia Keulen schließt am 9. Juni. Nach dem Umbau will Carsten Zschenderlein seine Praxis am 3. Juli eröffnen. Sie wird vier Tage in der Woche geöffnet sein und längere Sprechzeit haben.

Von Frank Pawlowski

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